Konsolen bleiben Wachstumstreiber für Spielesoftware im ersten Halbjahr 2010

(PresseBox) (Köln, ) Der Markt für interaktive Spielesoftware hat sich im ersten Halbjahr dieses Jahres durchwachsen entwickelt. Nach einem leichten Plus im ersten Quartal 2010 verzeichnete der Markt für PC- und Konsolenspiele in den ersten sechs Monaten einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 632 Millionen Euro (1. Halbjahr 2009: 662 Millionen Euro). Dies teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der gamescom mit. Die Marktzahlen basieren auf einer Befragung von 25.000 Konsumenten durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Zahl der verkauften Games betrug über alle Spieleplattformen hinweg im ersten Halbjahr dieses Jahres 24,7 Millionen - 4 Prozent weniger im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Der durchschnittliche Preis pro Spiel blieb mit 25,56 Euro stabil.

Der Markt für PC-Spielesoftware, seit 2006 rückläufig, gab nach einem starken ersten Quartal leicht nach. Von Januar bis Juni 2010 wurden 11,5 Millionen Spiele für den Heimcomputer verkauft, der Umsatz belief sich auf 197 Millionen Euro - 2 Prozent weniger im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Konsolenspiele bleiben der Wachstumstreiber in der Gamesbranche. Im ersten Halbjahr 2010 stieg die Zahl der verkauften Spiele für die stationären Videospielkonsolen Nintendo Wii, PlayStation 3 und Microsoft Xbox 360 um 7 Prozent auf 9,2 Millionen an. Dies entspricht einem Umsatz von 334 Millionen Euro (plus 3 Prozent). Sorgenkind bleiben die Handheld-Spiele. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten schrumpfte der Umsatz mit Spielen für mobile Konsolen im ersten Halbjahr 2010 um 25 Prozent auf 102 Millionen Euro. Die Anzahl der verkauften Spiele verringerte sich um 19 Prozent auf 4,1 Millionen.

"Nach einem gelungenen Start ins Jahr hatten wir vor allem im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen", kommentiert BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters die Marktzahlen des ersten Halbjahres. "Mit der Fußball-WM und der Hitzewelle hatte die Gamesbranche vor allem in den Sommermonaten eine starke Konkurrenz. Das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wieder. Wir gehen davon aus, dass sich der Markt nach der gamescom wieder erholen wird, zumal sich aktuell eine Aufhellung des Konsumklimas abzeichnet", so Wolters weiter. Bei der diesjährigen Branchenmesse, der größten Messe für Computer- und Videospiele überhaupt, stehen mit den neuen Bewegungssteuerungen von Sony und Microsoft sowie den aktuellen 3D-Entwicklungen sowohl im Bereich der Hardware als auch bei der Spielesoftware vielversprechende Innovationen auf dem Programm. "In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Hardware-Innovationen, die zu einem neuen Spielerlebnis beitragen, den Umsatz in der Branche befeuern. Hier hat die diesjährige gamescom einiges zu bieten - auch im Bereich der Handhelds, der sich seit dem Rekordjahr 2008 auf Talfahrt befindet. Mit den gamescom-Neuheiten, die zum großen Teil noch in diesem Jahr in den Handel kommen werden, gehen wir davon aus, das Gesamtjahr mit einer schwarzen Null abschließen zu können", führt Wolters weiter an.

Neben den klassischen Spielen für Konsole und PC bietet die gamescom in diesem Jahr einen eigenen Messebereich für Online- und Browsergames, ein Segment, in dem sich derzeit vor allem deutsche Firmen international einen Namen machen. "Online-Spiele liegen voll im Trend und die Messebesucher können sich auf zahlreiche Neuheiten "Made in Germany" freuen. Nach einer BIU-Befragung im Februar 2010 liegt die Zahl der Gamer im Internet aktuell bei mehr als 12 Millionen - Tendenz steigend. Wir blicken auf einen spannenden Wachstumsmarkt, von dem wir in Zukunft noch viel hören und sehen werden", so Wolters weiter.

Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) ist der Interessenverband der Anbieter und Produzenten von Unterhaltungssoftware in Deutschland. Er organisiert die Interessen der maßgeblichen Unternehmen im Bereich der interaktiven Unterhaltung. Als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen beantwortet der BIU alle Fragen rund um das Thema Computer- und Videospiele.

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