Reine Kostenbetrachtung ist keine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energien - jeder Euro ist sinnvoll angelegt

(PresseBox) (Berlin, ) Der Betrag, mit dem die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern (EEG-Umlage) wird im kommenden Jahr auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen. Jedoch weist BEE-Präsident Dietmar Schütz daraufhin, dass eine reine Kostenbetrachtung keine Grundlage für eine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energieträger darstellt: "Jeder Euro, der in den Ausbau der Erneuerbaren investiert wird, bringt schon heute einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen", so Schütz.

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann: "Es ist außerdem ein Irrglaube, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen, wenn der Ausbau der Erneuerbaren gestoppt würde. Dann müsste in konventionelle Kraftwerke investiert werden, die zudem versteckte Kosten in Milliardenhöhe produzieren würden."

Versteckte Kosten sind Kosten für Klima-, Umwelt-,Gesundheits- und Materialschäden, die durch die Verwendung fossiler und atomarer Brennstoffe entstehen, im Preis dieser Technologien aber nicht enthalten sind. "Die Erneuerbaren haben allein im Jahr 2009 im Stromsektor versteckte Kosten in Höhe von 5,7 Milliarden Euro vermieden. Auch haben sie in diesem Bereich Brennstoffimporte im Wert von 2,2 Milliarden Euro überflüssig gemacht. Dieses Geld wurde also nicht für Import-Öl aus dem Golf von Mexiko oder für Gas aus Russland ausgegeben, sondern steht für Wertschöpfung der heimischen Industrie und des lokalen Handwerks zur Verfügung", so Klusmann.

Der deutliche Anstieg der monatlichen Stromrechnung in den letzten Jahren sei zudem keinesfalls durch die Förderung erneuerbarer Energien getrieben. "In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der monatliche Beitrag mit dem ein durchschnittlicher Haushalt - über die so genannte EEG-Umlage - den Ausbau der Erneuerbaren fördert, um rund fünf Euro an. Die monatliche Stromrechnung hingegen stieg im gleichen Zeitraum um etwa 30 Euro, also um das Sechsfache", stellte BEE-Präsident Schütz klar. Der Grund: Neben der Erhöhung der Umsatzsteuer im Jahr 2006 sei dieser Anstieg in den letzten Jahren zum überwiegenden Teil auf höhere Stromgestehungskosten aufgrund teurerer fossiler Energieträger, gestiegene Netzentgelte sowie massiv gesunkene Börsenstrompreise zurückzuführen.

"Schon heute senken die Erneuerbaren Energien den Börsenstrompreis in einer Größenordnung von 3,6 bis 4 Milliarden Euro (Merit-Order-Effekt). Immer, wenn viel Wind weht oder die Sonne scheint, wird weniger Strom aus teuren fossilen Kraftwerken abgerufen. Der Preis an der Börse geht zurück, wovon große Stromverbraucher schon heute deutlich profitieren", sagte Schütz.

Derzeit sicherten die Erneuerbaren Energien rund 340.000 Jobs. Die Zahl der Arbeitsplätze habe sich damit seit 1998 mehr als vervierfacht. Während viele Branchen effektiv Stellen abbauen, betrage die Zuwachsrate der Erneuerbaren Energien in den letzten zehn Jahren mehr als 300 Prozent.

BEE-Geschäftsführer Klusmann: "Die Gewinner sind insbesondere ländliche Regionen. Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen sorgen für Errichtung, Betrieb und Wartung der Anlagen. Die kommunale Wertschöpfung betrug im letzten Jahr weit über sechs Milliarden Euro. Damit sind die Erneuerbaren Energien vor allem auch eine Chance für den strukturschwachen Raum, sie geben finanzschwachen Kommunen Handlungsspielräume zurück."

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