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BFB stellt Berufsausbildungsbericht vor

Hohe Ausbildungsquote und – beteiligung in den Freien Berufen

(PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat heute in Berlin in einer Pressekonferenz seinen ersten umfassenden Ausbildungsbericht für die Freien Berufe vorgelegt.


Nach Industrie und Handel sowie dem Handwerk stellen die Freiberufler den drittgrößten Ausbildungssektor. Hierunter fallen die vor allem bei jungen Frauen beliebten Ausbildungsberufe wie Arzthelferin, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und Steuerfachangestellte. Dennoch sind die Ausbildungsplatzzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig - bei gleichzeitig steigenden Zahlen an Freiberuflern.

"Der Ausbildungsbericht soll helfen, in die Diskussion um die Lehrstellen aus der Sicht der Freien Berufe etwas mehr Klarheit zu bringen", sagt BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann. "Zu diesem Zweck hat der BFB mehr als elftausend Fragebögen von Freiberuflern über deren Ausbildungsverhalten ausgewertet."

"Als Hauptgrund, einen Ausbildungsplatz nicht anzubieten, wurde die Sorge genannt, die Auszubildenden im Anschluss an die Ausbildung nicht übernehmen zu können", so Oesingmann. "Praxen und Betriebe sehen sich häufig der Erwartung ausgesetzt, ihre Azubis später auch übernehmen zu müssen. Das ist vor allem in kleineren Gemeinden - wegen des sozialen Ansehens des Arztes, Rechtsanwalts oder Steuerberaters - ein Problem. Aber auch schlechte Schulausbildung und mangelnde soziale Kompetenzen wie Höflichkeit, ein ordentliches Erscheinungsbild und gutes Benehmen - Dinge, die für den täglichen Umgang mit Patienten und Mandaten nötig sind - stellen ein Ausbildungshindernis dar."

"Zur Beseitigung der seit Jahren - zumindest dem Empfinden nach - zunehmenden Bildungsdefizite der Schulabgänger, bedarf es einer neuen Bildungspolitik, die besser als in der Vergangenheit mit einer familienfreundlichen Politik verzahnt sein muss", so Oesingmann weiter. "Obwohl schon heute die freiberufliche Selbstverwaltung zusätzlich Schulungen zum Berufsschulunterricht anbietet, kann und darf dies nicht die Aufgabe der Wirtschaft sein. Hier sind Staat und Gesellschaft gefordert, endlich tätig zu werden."

Dennoch zieht der BFB-Präsident ein positives Fazit: "Trotz konjunktureller Tiefphase nehmen die Freien Berufe ihre gesellschaftspolitische Verantwortung den jungen Menschen gegenüber stark wahr: Die Ausbildungsquote in den Freien Berufen ist mit 9,3 Prozent im Vergleich zu "Industrie und Handel" und "Öffentlicher Dienst" immer noch überdurchschnittlich hoch. Die Über-Bedarfs-Ausbildung, wie sie im vergangenen Jahrzehnt noch die Regel war, ist jedoch weggebrochen."

Der Ausbildungsbericht kann im Internet unter www.freie-berufe.de heruntergeladen werden.

Über Bundesverband der Freien Berufe

Der BFB als Spitzenorganisation der freiberuflichen Kammern und Verbände vertritt 954 Tausend selbstständige Freiberufler. Diese beschäftigen über 2,9 Millionen Mitarbeiter - darunter ca. 134 Tausend Auszubildende - und erwirtschaften rund 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

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