Keine Entlastung bei Netzentgelten

Anreizregulierung bleibt zahnloser Tiger

(PresseBox) (Hannover, ) Die Netzentgelte stagnieren auf hohem Niveau. Das Ergebnis des aktuellen Preisvergleichs vom Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) ernüchtert. „Um durchschnittlich 1 Prozent stiegen die Durchleitungskosten für Unternehmen im vergangenen halben Jahr“, erläutert VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. Das trifft die deutsche Wirtschaft doppelt hart. Erst kürzlich stiegen die Strompreise dramatisch an. Schuld war die höhere Umlage zum Fördern von Ökostrom. Der Mittelstand verträgt jedoch im aktuellen Marktumfeld keine steigenden Energiekosten.

„Die Anreizregulierung zeigt keinerlei Wirkung; sie bleibt ein zahnlosen Tiger“, bilanziert Stuke enttäuscht. Der VEA fordert die Politik zum zügigen Nachbessern auf. Die Regulierungsbehörden benötigen dringend erforderliche Vorgaben, um die Effizienz im „Monopolbereich Netz“ deutlich zu steigern. Nur dann sinken die Netzentgelte auf ein erträgliches Niveau.

Der VEA verglich flächendeckend die Preissysteme von 857 deutschen Netzbetreibern. Das Ergebnis zeigte Preiserhöhungen in der Mittelspannung um 0,8 Prozent. Die Durch¬leitungskosten in den neuen Bundesländern lagen nach wie vor deutlich höher als im Westen Deutschlands.

Günstigste Netzbetreiber sind: Stadtwerke Bad Langensalza, Stadtwerke Bad Salzdetfurth, Verteilnetzbetreiber Rhein-Main-Neckar Darmstadt, Gemeindewerke Markt Waging am See, Stadtwerke Kiel Netz, Gemeindewerke Schwarzenbruck, Stromversorgung Ismaning, Versorgungsbetriebe Kronshagen, Gemeindebetriebe Raisdorf und e.wa riss Netze in Biberach.

Teuerste Netzbetreiber sind: Stadtwerke Wolmirstedt, Stadtwerke Wolfen, Elektrizitätswerk Hindelang, REDINET in Zeitz, Städtische Werke Borna, Stadtwerke Barth, Verbandsgemeindewerke Eisenberg, Stadtwerke Lutherstadt Eisleben, Elektrizitätsgenossenschaft Rettenberg und Stadtwerke Schneeberg.

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