Gravierende Unterschiede bei Durchleitungskosten für Gas

(PresseBox) (Hannover, ) Preisunterschiede von 500 Prozent stellte der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) in einem Vergleich der Durchleitungskosten von über 700 Gasnetzbetreibern in Deutschland fest. "Dieser Preisunterschied ist mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht zu erklären", erläutert Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Einige Netzbetreiber nutzen anscheinend auch weiterhin ihre Monopolstellung aus, um Wettbewerb zu verhindern. Ein transparenter, kostengünstiger und diskriminierungsfreier Gasnetzzugang ist die Voraussetzung für funktionierenden Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt.

Der Durchschnittpreis aller 707 geprüften Netzbetreiber beträgt 0,52 Cent/Kilowattstunde. Bei den zehn teuersten Unternehmen zahlen die Kunden durchschnittlich 1,16 Cent/Kilowattstunde. Dieselbe Leistung kostet bei den zehn günstigsten Versorgern im Schnitt lediglich 0,21 Cent/Kilowattstunde.

Der VEA fordert die Regulierungsbehörden zum Kürzen der überhöhten Netzentgelte auf. Dies soll für mehr Wettbewerb auf dem Gasmarkt sorgen und kann im Rahmen der jährlichen Genehmigungsrunden geschehen.

Preisgünstigste Anbieter sind derzeit: Gemeindewerke Hohenwestedt, Stadtwerke Lemgo im Hochdrucknetz, Gemeindewerke Grefrath, Stadtwerke Bramsche, Stadtwerke Eckernförde, Bocholter Energie- und Wasserversorgung, Stadtwerke Haiger, swb Bremen, Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden und Stadtwerke Ratingen.

Die Reihenfolge der zehn Versorgungsunternehmen (ohne Arealnetzbetreiber) mit den höchsten Durchschnittsentgelten lautet: Stadtwerke Havelberg, Stadtwerke Merseburg, Netzwerke Wadern, ÜWS Netz in Weikersheim, Stadtwerke Ansbach, Stadtwerke Bernburg, Gaswerk Illingen, Stadtwerke Sangerhausen, Stadtwerke Pasewalk und Stadtwerke Neckargemünd.

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