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Deutsche Luftfahrt: "Es ist Zeit für faire Wettbewerbsbedingungen!"
Initiative plädiert für neuen Grundkonsens für die Zukunft des Luftverkehrs
Lufthansa-CEO Dr. Christoph Franz erklärte, die Luftverkehrswirtschaft habe in den vergangenen Jahren einen dramatischen Wandel erlebt. Neue, überwiegend staatliche Wettbewerber vor allem aus Asien und Nahost würden von ihren Heimatländern als Wachstumsmotoren gefördert. "Im Gegensatz dazu wird in Deutschland die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtunternehmen mit immer neuen Belastungen und Einschränkungen gebremst." Als Beispiel nannte Franz die Luftverkehrsteuer, den Alleingang der EU im Emissionshandel für den Luftverkehr, und zunehmende betriebliche Einschränkungen wie etwa bei Nachtflügen. Franz weiter: "Alleine über die Luftverkehrsteuer wurden Lufthansa im letzten Jahr 361 Millionen Euro entzogen. Dieses Geld fehlt uns!"
Auch bei den Flughäfen haben sich diese Wettbewerbsverzerrungen massiv niedergeschlagen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte. "So können wir uns dem wachsenden internationalen Wettbewerb nicht mehr stellen", sagte er. "Im Vergleich zu anderen europäischen Flughäfen und erst recht im Vergleich zum Wirtschaftswachstum allgemein, werden die deutschen Flughäfen abgehängt". Nur 6 von 22 internationalen Flughäfen in Deutschland hätten 2011 einen Gewinn erzielt, sagte Schulte. Als Folge verschuldeten sich die größeren Flughäfen zunehmend. Die kleinere und mittleren könnten inzwischen nicht mehr aus eigener Kraft in ihre Infrastruktur zu investieren. "Das ist eine dramatische Ergebnissituation", sagte er.
An dem Austausch im Rahmen der Initiative Luftverkehr für Deutschland nahmen neben den CEOs von der Deutschen Lufthansa AG, Fraport AG, Flughafen München GmbH, und der Deutschen Flugsicherung DFS die Präsidenten der Luftfahrtverbände BDL, ADV und BDF teil. Auf Regierungsseite waren Bundesminister Dr. Peter Ramsauer, sowie BMF-Staatssekretär Werner Gatzer und die Landesverkehrsminister Dieter Posch (Hessen) und Jürgen Vogelsänger (Brandenburg) vertreten.
Die Mitglieder der Initiative stellten Vorschläge und Forderungen für einen neuen Grundkonsens über die Zukunft des Luftverkehrs in Deutschland vor (Siehe Anhang). "Nur wenn die deutsche Luftfahrt wettbewerbsfähig bleibt, kann sie weiterhin die Mobilität garantieren, die unsere Wirtschaft braucht. Nur dann kann sie auch in Zukunft die Investitionen tätigen, die zur ständigen Weiterentwicklung eines effizienten, nachhaltigen und umweltpolitisch sinnvollen Luftverkehrs nötig sind.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer MdB, sind die Deutsche Flugsicherung, der Flughafen München, die Fraport, Air Berlin, Lufthansa und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in der Initiative "Luftverkehr für Deutschland" zusammengeschlossen. Ziel der gemeinsamen Plattform von Luftverkehrsbranche und Politik ist, den Luftverkehrsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.
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