Hohe Strom-Versorgungssicherheit in Deutschland

Kurth: "In 2007 noch kürzere Unterbrechungen als 2006"

(PresseBox) (Bonn, ) Für das Jahr 2007 lag die Nichtverfügbarkeit von Strom in Deutschland bei durchschnittlich 19,25 Minuten je Letztverbraucher.

Das ergibt sich aus den Berichten, die die Bundesnetzagentur gemäß § 52 EnWG für das Berichtsjahr 2007 von jedem Betreiber eines Stromversorgungsnetzes in Deutschland über alle in seinem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen erhalten hat. Dieser Bericht muss mindestens Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache der einzelnen Versorgungsunterbrechung enthalten. Insgesamt haben 858 Netzbetreiber ca. 236.000 Versorgungsunterbrechungen übermittelt.

Die Bundesnetzagentur hat die Daten einer Plausibilisierung und Prüfung unterzogen. Danach verblieben 825 Unternehmen, aus deren Daten nach international anerkannten Methoden der Wert für die Versorgungsqualität in Deutschland errechnet werden konnte. Dieser sog. SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) gibt die "durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in Minuten je angeschlossenem Letztverbraucher" an.

"Während im Jahr 2006 die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit noch 21,53 Minuten je Letztverbraucher betrug, ist der Wert für 2007 auf 19,25 Minuten gesunken, d. h. die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je Letztverbraucher war 2007 kürzer als 2006", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

In die Berechnung gehen nur die ungeplanten Unterbrechungen ein, die länger als drei Minuten dauern und deren Ursache atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Rückwirkungsstörungen aus anderen Netzen oder andere Störungen sind, die in die Zuständigkeit des Netzbetreibers fallen. Unterbrechungen mit der Ursache "Höhere Gewalt" werden nicht berücksichtigt. Bezieht man die nach Angaben der Netzbetreiber durch die Ursache "Höhere Gewalt" verursachten Unterbrechungen mit ein, so liegt die Nichtverfügbarkeit je Letztverbraucher bei 35,67 Minuten (Vorjahr 23,25 Minuten). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die vom Orkan "Kyrill" im Januar 2007 verursachten Schäden an den Übertragungs- und Verteilernetzen zurückzuführen.

Der ermittelte Wert von 19,25 Minuten bestätigt die hohe Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland auch im Vergleich mit den europäischen Nachbarn (2007: Niederlande 33,1 Minuten, Österreich 45,47 Minuten).

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