Welternährung und ländliche Entwicklung stehen im Zentrum deutscher Entwicklungspolitik

(PresseBox) (Bonn, ) "Die Entwicklung ländlicher Räume ist der Schlüssel zur Hunger- und Armutsbekämpfung", betont Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie stehe daher im Mittelpunkt der Entwicklungspolitik.

Umfassende ländliche Entwicklung bedeute vor allem die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Aber auch die Entwicklungsländer selbst müssten eigene Problemlösungskapazitäten stärken.

"Vereint gegen den Hunger" - dieses Motto des Welternährungstages in diesem Jahr sollte als Aufruf verstanden werden. Ein vereintes Vorgehen auf nationaler und internationaler Ebene sei dringend nötig, um den weltweiten Hunger zu bekämpfen. Dazu gehöre vor allem der vollständige Abbau aller Formen von EU-Agrarexportsubventionen im Rahmen der Doha-Entwicklungs-Agenda, um dazu beizutragen, dass Kleinbauern in ärmsten Ländern nicht länger unter der Konkurrenz von billigen Agrarimporten aus der EU leiden müssten.

Denn Ernährungssicherheit sei entscheidend für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Erwachsenen, für den Erfolg von Bildung und Arbeitsfähigkeit und damit letztendlich eine Voraussetzung für den Erfolg von umfassender Entwicklungszusammenarbeit.

Die Bundesregierung habe in den letzten 12 Monaten rund 90 Millionen Euro für Notmaßnahmen der Nahrungsmittelhilfe in Entwicklungsländern bereitgestellt. Zudem arbeite Deutschland an der Erneuerung der internationalen Nahrungsmittelkonvention mit, damit auch in diesem Rahmen statt z.B. Nahrungsmittelhilfe durch Abbau von Agrarüberschüssen die realen Bedürfnisse der Hungernden in den Vordergrund gestellt werden.

"Unser Ziel ist es, Ernährungssicherheit zu erzielen und dabei die lokalen und regionalen Märkte zu schützen."

Die von der Bundesregierung auf dem G-8-Gipfel zugesagten drei Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre setze das BMZ derzeit um. Dabei fließe das Geld vor allem in bilaterale Projekte in hauptsächlich 12 Partnerländern, abgestimmt mit deren jeweiligen nationalen Strategien. "Mehr Geld allein reicht aber nicht aus - wir müssen vor allem die Wirksamkeit unserer Hilfe erhöhen", betont Kopp.

Dazu gehöre die Verbesserung der Rahmenbedingungen, indem z.B. durch die Stärkung von Eigentumsrechten Kleinbauern vor Landraub besser geschützt würden.

Zudem sei für die Entfaltung privatwirtschaftlicher Initiative der Zugang zu Finanz- und Versicherungsdienstleistungen im ländlichen Raum unverzichtbar. "Deutschland ist bereits größter Geber von Mikrokrediten", stellt Kopp heraus.

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