Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht Mazar-e Sharif

(PresseBox) (Berlin, ) Im Rahmen seiner zweiten Reise nach Afghanistan innerhalb von 2 Monaten eröffnete Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel das Deutsche Haus in Mazare Sharif. Alle staatlichen deutschen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, die in Nordafghanistan tätig sind, werden in dem neuen Haus mit einem Regionalbüro vertreten sein. Bundesminister Niebel: "Die Eröffnung eines Deutschen Hauses in Mazare Sharif soll ein Zeichen sein für die Fortsetzung und Ausweitung einer langfristigen, vertrauensvollen Kooperation Deutschlands und Afghanistans." Der Gouverneur der Provinz Balkh, Mohamed Atta Noor, sowie zahlreiche Würdenträger der Provinz waren bei dem Festakt vertreten.

Zudem besichtigte Bundesminister Niebel ein Straßenbauprojekt von regionaler Bedeutung. Die Bauarbeiten an den ersten 14 Kilometern einer direkten Straßenverbindung von der Provinz Balkh in die Nachbarprovinz Kundus hatten Ende 2009 begonnen. Nach Fertigstellung der Straße wird sich die Wegstrecke zwischen den beiden Provinzen um ca. 100 km verkürzen. Dadurch werden bis zu 1,7 Mio. Menschen von deutlich niedrigeren Transportkosten profitieren und es wird mit einer deutlichen Zunahme des Handelsaufkommens gerechnet. In den diesjährigen Regierungsverhandlungen wurden für den Bau der Verbindungsstraße weitere 22 Mio. Euro zugesagt.

Beim Besuch im Distrikt Kholm wurde Minister Niebel außerdem gezeigt, wie die unterschiedlichen deutschen Maßnahmen im Bereich des zivilen Wiederaufbaus und der Entwicklung ineinandergreifen. So unterstützt die Bundesregierung in dem Distrikt parallel Maßnahmen zur nachhaltigen Wirtschaftsförderung, zur Lehrerausbildung, im Bereich der Polizei- und Justizausbildung sowie Maßnahmen zum Flutschutz. In Kürze soll der Distrikt mit deutscher Hilfe auch an die Stromversorgung angeschlossen werden. Abschließend besichtigte Minister Niebel das von deutschen Polizisten betriebene Polizeiausbildungszentrum in Mazare Sharif.

Die besichtigten Projekte sind gute Beispiele, die verdeutlichen, was die Bundesregierung im Rahmen der "Entwicklungsoffensive Nord" im Bereich des zivilen Wiederaufbaus und der sozialen und ökonomischen Entwicklung umsetzt und wofür sie bis zu 430 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung stellen wird. Minister Niebel: "Die Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan soll mehr in die Fläche gehen und mehr Menschen, gerade dort, wo Deutschland für die Sicherheit Verantwortung trägt, direkt erreichen. Zudem werden wir staatliche Strukturen leistungsfähiger und effizienter machen und Reformkräfte im afghanischen Staat unterstützen. Denn Verbesserungen bei guter Regierungsführung sind die Schlüsselvoraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung Afghanistans."

In einem Gespräch mit dem zivilen Repräsentanten der NATO in Afghanistan, Mark Sedwill, betonten beide die Notwendigkeit, bei der Übergabe in Verantwortung die afghanischen Fähigkeiten zu stärken und die Provinz- und Distriktregierungen als primäre Ansprechpartner für die Entwicklungs- und Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung aufzubauen.

Auch in Mazar führte Niebel Gespräche mit den dort stationierten Soldaten und versicherte diesen die Anerkennung der Bundesregierung für ihren gefährlichen Dienst.

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