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Erste Kammer der Schachtanlage Asse wird angebohrt

Wichtiger Schritt zur sicheren Stilllegung

(PresseBox) (Salzgitter, ) Fortschritt bei der Sanierung der Asse: Am Ende des Besuchs von Bundesumweltminister Peter Altmaier im Endlager bei Wolfenbüttel haben die Bohrarbeiten an der ersten Kammer mit radioaktiven Abfällen begonnen.


"Das heutige Anbohren der ersten Kammer der Asse ist ein wichtiger Schritt für die langfristige sichere Stilllegung. Die Sanierung der Asse ist eine einmalige Aufgabe, für die es keine Erfahrungswerte gibt. Diese schwierige Aufgabe kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten kooperativ zusammenarbeiten und sich ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst sind", betonte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, beim Besuch.

Der Präsident des BfS betonte, dass ein Beginn der Rückholung erst im Jahr 2036 inakzeptabel sei. Dieser Zeitpunkt war in einem vom BfS in Auftrag gegebenen Rahmenterminplan genannt worden. Grundlage des Terminplans sind die bisherigen Erfahrungen in den Verfahren sowie die derzeit geltenden Rahmenbedingungen, die das BfS bei der Asse anzuwenden hat. Gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium sollen alle Beschleunigungsmöglichkeiten identifiziert werden, um Zeitverkürzungen zu erreichen, da der Zustand des Endlagers dies erfordert.

Mit dem Anbohren der Kammer 7 in 750 Meter Tiefe beginnt die praktische Phase der sogenannten Faktenerhebung. Ein Ergebnis des Vergleichs verschiedener Stilllegungsoptionen war, dass für die Rückholung der Abfälle noch bestehende Unsicherheiten zunächst ausgeräumt werden müssen. Dies erfolgt durch eine vertiefende Erhebung von Fakten. Dabei werden zwei Einlagerungskammern angebohrt, geöffnet und erste der darin gelagerten Abfälle testweise geborgen. Mit dieser Vorgehensweise sollen für die Rückholung wesentliche offene Fragen wie zum Beispiel die Strahlenbelastung für das Betriebspersonal systematisch beantwortet werden.

Das Bundesamt für Strahlenschutz ist seit Januar 2009 Betreiber der Asse und führt diese Anlage seither erstmals unter den strengen Regeln des Atomrechts. Es hatte verschiedene Stilllegungsoptionen auf ihre Realisierbarkeit und auf die langfristige Sicherheit für Menschen und Umwelt miteinander verglichen. Am 15. Januar 2010 hatten BMU und BfS bekannt gegeben, dass die Rückholung die beste Option darstellt, da nach gegenwärtigem Kenntnisstand nur durch sie die langfristige Sicherheit von Mensch und Umwelt nachgewiesen werden kann. König: "Die Rückholung ist nach wie vor die beste Option. Wir müssen uns allerdings vergewissern, dass das Bergen der Fässer technisch möglich ist und dass dabei die Sicherheit des Personals sowie der Menschen in der Region nicht gefährdet werden."

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