Mehr als 16.000 Kurzarbeiter im Dezember 2008

(PresseBox) (Chemnitz, ) Nachdem die Regionaldirektion Sachsen in den vergangenen Monaten die Zahl der Anzeigen von Kurzarbeit veröffentlicht hat, liegen jetzt die Informationen über die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit für das letzte Quartal 2008 vor.

Im Dezember 2008 gab es sachsenweit 1.472 Unternehmen, die zur Vermeidung von Entlassungen Kurzarbeit in Anspruch genommen haben. Insgesamt haben im Dezember 16.335 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld in Sachsen bezogen.

Davon haben in 489 sächsischen Betrieben 11.095 Beschäftigte aus wirtschaftlichen Gründen kurz gearbeitet. 5.169 Arbeitnehmer haben in 973 Betrieben im Dezember 2008 aufgrund der Witterungsverhältnisse verkürzt gearbeitet und Saisonkurzarbeitergeld erhalten.

Für knapp die Hälfte der von Kurzarbeit betroffenen Frauen und Männer lag der Arbeitsausfall bei unter 25 Prozent. Von einem Arbeitsausfall zwischen 25 und 50 Prozent war rund ein Viertel und von einem vollständigen Arbeitsausfall mehr als vier Prozent der Beschäftigten betroffen.

Die Möglichkeit der Kurzarbeit nutzen insbesondere Kleinstbetriebe (mit bis zu fünf Beschäftigten). Sie machen knapp 52 Prozent aller von Kurzarbeit betroffenen Unternehmen aus. Hier handelt es sich überwiegend um die Betriebe, die aufgrund der Witterung verkürzt arbeiten und Saisonkurzarbeitergeld erhalten. Der Anteil von Betrieben mit 100 und mehr Beschäftigten liegt dagegen bei fünf Prozent. Knapp ein Viertel aller kurzarbeitenden Unternehmen (361) sind bereits seit mindestens drei Monaten in Kurzarbeit.

Die Kurzarbeit konzentriert sich in Sachsen im Wesentlichen auf zwei Wirtschaftszweige: das Baugewerbe und das Verarbeitende Gewerbe.

Der Anteil des Baugewerbes lag mit 938 betroffenen Unternehmen bei rund 64 Prozent. Da im Baubereich vorwiegend Kleinstbetriebe betroffen sind - 75 Prozent haben weniger als zehn Beschäftigte - machen die Beschäftigten aus diesem Bereich jedoch lediglich 31 Prozent aller Kurzarbeiter aus. Der Arbeitsausfall umfasste für 42 Prozent der Kurzarbeiter im Baugewerbe weniger als 25 Prozent und für 21 Prozent der Kurzarbeiter lag er zwischen 25 und 50 Prozent. Für mehr als 500 Beschäftigte in Baubetrieben fiel im Dezember die Arbeit komplett aus.

Anders stellt sich die Situation im Verarbeitenden Gewerbe dar. Zwar lag der Anteil der Unternehmen aus diesem Wirtschaftsbereich nur bei rund 16 Prozent (242 Unternehmen), jedoch kamen fast 60 Prozent aller Kurzarbeiter Sachsens aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Ursache hierfür sind die Betriebsgrößen der betroffenen Unternehmen. Anders als im Baubereich sind nicht vordergründig Kleinstbetriebe betroffen, sondern vor allem kleinund mittelständische Unternehmen. Mehr als die Hälfte der Betriebe mit Kurzarbeit hat zwischen 10 und 99 Beschäftigte und ein Fünftel mehr als 100. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind von einem Arbeitsausfall von weniger als 25 Prozent betroffen und für knapp ein Drittel gilt eine um 25 bis zu 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit. Für rund 100 Beschäftigte aus dem Verarbeitenden Gewerbe galt im Dezember Kurzarbeit-Null.

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