Die wichtigsten Neuerungen zum Kurzarbeitergeld auf einen Blick

(PresseBox) (Chemnitz, ) Sozialversicherung

Die Arbeitsagentur erstattet allen Unternehmen die Hälfte der Beiträge zur Sozialversicherung für die Zeit der Kurzarbeit in pauschalierter Form. Hierfür muss der Betrieb keinen neuen Antrag stellen, sondern lediglich die neue Abrechnungslisten bei der Agentur für Arbeit einreichen. Nehmen Arbeitnehmer in der ausfallenden Arbeitszeit an Qualifizierungsmaßnahmen teil, werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 100 Prozent übernommen.

Erleichterung der Mindesterfordernisse

Die Bedingung, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft von einem Entgeltausfall betroffen sein muss, wird ausgesetzt. Nun kann ein Betrieb bereits Kurzarbeitergeld erhalten, wenn ein Arbeitnehmer einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent hat.

Wenn mindestens ein Drittel der Beschäftigten von einem mehr als zehnprozentigen Entgeltausfall betroffen ist, können auch weitere Beschäftigte mit einem Entgeltausfall von unter zehn Prozent gefördert werden.

Kein Aufbau von Minusstunden

Arbeitszeitguthaben müssen weiterhin aufgebraucht werden. Künftig wird jedoch nicht mehr gefordert, dass negative Arbeitszeitsalden gebildet werden müssen.

Beschäftigungssicherungsvereinbarungen

Ab dem 1. Januar 2008 vollzogene vorübergehende Änderungen der Arbeitszeit aufgrund von Beschäftigungssicherungsvereinbarungen wirken sich nicht negativ auf die Höhe des Kurzarbeitergeldes aus. In diesen Fällen wird für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes das ursprüngliche Arbeitsentgelt (vor Umsetzung der Vereinbarung) herangezogen.

Gleichstellung von Zeitarbeitsunternehmen

Die Regelungen für die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes für Zeitarbeitsunternehmen wurden verbessert. Zeitarbeiter werden durch ihren Status nicht schlechter gestellt als Festangestellte im Unternehmen.

Qualifizierung von Kurzarbeitern

Neben der Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge können auch Qualifizierungsmaßnahmen durch die Agentur für Arbeit gefördert werden. Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Qualifikation und den persönlichen Verhältnissen des Arbeitnehmers, den Inhalten des Lehrgangs sowie der Betriebsgröße. Geringqualifizierte Arbeitnehmer können bis zu 100 Prozent gefördert werden. Qualifizierte Beschäftigte können aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden. Dort kann die Förderung bis zu 80 Prozent betragen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: www.einsatz-fuer-arbeit.de und www.arbeitsagentur.de/...

Für alle Fragen zu Kurzarbeit und Qualifizierung können sich Betriebe an Ihren persönlichen Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Chemnitz und der ARGEn Chemnitz, Mittweida und Freiberg wenden. Hotline Arbeitgeber-Service: +49 (1801) 66 44 66**

* Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland; Bundestag und Bundesrat haben dem Gesetz zugestimmt, die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist erfolgt. Die Regelungen zum Kurzarbeitergeld treten rückwirkend zum 1. Februar 2009 in Kraft.

** Festnetzpreis 3,9 ct./min; Mobilfunkpreise abweichend

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