Der Arbeitsmarkt im Februar 2009

(PresseBox) (Leipzig, ) .
- Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 1.078 angewachsen
- 2,9 Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr
- Kurzarbeit - Statistik über Bezug weist für Dezember 420 Männer und Frauen in 61 Betrieben aus
- Arbeitslosenquote jetzt bei 15,4 Prozent (Vormonat 15,1 Prozent, Vorjahr 15,8 Prozent)
- Zugang von freien Stellen leicht angewachsen

60.651 Arbeitslose im Agenturbezirk Leipzig, mit seinen Geschäftsstellen Delitzsch, Eilenburg, Borna und Geithain und knapp 40.308 davon in der Stadt Leipzig. Zwischen Januar und Februar gab es im gesamten Agenturbezirk Leipzig einen Anstieg um 1.078. "Angesichts meist bundesweit schlechter Wirtschaftsnachrichten ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat nicht so groß. Aber im Vorjahr hatten wir im gleichen Zeitraum einen Rückgang um 313, wohingegen wir vor zwei Jahren auch einen Anstieg von Januar auf Februar registrieren mussten. Damals wuchs die Arbeitslosigkeit in diesem Monatsvergleich um 228", beginnt der Chef der Agentur für Arbeit Leipzig Wolfgang Steinherr seine Ausführungen zur monatlichen Pressekonferenz zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Leipzig. Die Zahl der Arbeitslosen lag damit nur noch 2,9 Prozent oder 1.805 Personen unter dem Wert des Februar 2008. In den letzten beiden Monaten ist die Arbeitslosigkeit um fast 6.000 Menschen und damit von einer Quote von 13,9 Prozent im Dezember auf 15,4 Prozent im Februar angestiegen. Im Jahr 2008 lag der Anstieg in diesen beiden Monaten nur bei 3.500.

Auffällig ist, dass im Rechtskreis SGB III die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf den Februar von 16.375 auf 16.035 gefallen ist und im SGB II im gleichen Zeitraum die Zahl von 43.198 auf 44.616 angestiegen ist.

Die Leistungsstatistik zum Kurzarbeitergeld liegt nun für den Dezember vor. "Bisher konnten wir nur sagen, wie viele Betriebe und für wie viele Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt wurde. Nun ist bis Dezember abgerechnet und ich kann sagen, wie viele tatsächlich bezogen haben", so Steinherr zum aktuell viel diskutierten Thema Kurzarbeit. Im Dezember zeigten 96 Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen Kurzarbeit an. In diesen Betrieben wären 1.932 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer voraussichtlich davon betroffen. Tatsächlich haben in 41 Betrieben 321 Beschäftigte Kurzarbeitergeld aus wirtschaftlichen Gründen bezogen. "Dieser Vergleich zwischen angezeigten und tatsächlich bezogenen Kurzarbeitergeld zeigt, dass wir die Abrechnungsstatistik abwarten müssen, damit wir das Ausmaß genau kennen. Ich bin froh, dass es im Dezember viel weniger als befürchtet waren. Wichtig ist, dass die Unternehmen von dem Instrument Kurzarbeit Gebrauch machen, um damit Entlassungen zu vermeiden. Unsere Botschaft ist angekommen und das ist gut", so Steinherr.

Die 60.651 Arbeitslosen entsprachen einer Arbeitslosenquote von 15,4 Prozent (Februar 2008 lag die Quote bei 15,8 Prozent). Im Vergleich zum Januar gab es einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

Im Februar 2009 waren 34.093 (Januar 2009: 33.197) Männer und 26.558 (Januar 2009: 26.376) Frauen arbeitslos.

Die Entwicklungen in allen Altersstrukturen waren im zurückliegenden Monat vom Anstieg geprägt. Die Arbeitslosenzahl bei den unter 25-jährigen wuchs um 450 auf nun 6.971. Das waren 412 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der 55 Jahre und Älteren stieg um 163 zum Vormonat auf 8.573. Das waren 1.458 mehr als im Januar 2008.

"Erfreulich ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen, nach Anwachsen im Vormonat nun wieder nun wieder um 272 zurückgegangen ist", so Steinherr weiter. Im Februar waren 23.455, das waren 38,7 Prozent (Januar 39,8 Prozent) aller Arbeitslosen, langzeitarbeitslos. "Diese Zahl lag um 4.398 niedriger als vor einem Jahr und der Jahresvergleich fällt damit bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen sehr viel günstiger aus als beim Vergleich der Zahl aller Arbeitsloser", so Steinherr.

Im Vergleich der Geschäftsstellenbereiche des Agenturbezirkes Leipzig hatte die Hauptagentur Leipzig mit 16,0 Prozent (Vormonat 15,7 Prozent) die höchste Arbeitslosenquote. Die Quote in der Geschäftstelle in Borna lag bei 14,7 Prozent (Vormonat 14,3 Prozent), Geithain lag bei 14,6 Prozent (Vormonat 14,7 Prozent), in Eilenburg bei 14,3 Prozent (Vormonat 14,2 Prozent) und in Delitzsch bei 13,8 Prozent (Vormonat 13,5 Prozent). (Die Arbeitslosenquoten beziehen sich auf alle zivilen Erwerbspersonen).

Beim Zugang an offenen Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt verzeichnete der Agenturbezirk im Februar mit 1.267 gemeldeten Stellen (Januar 2009: 1.043, Dezember 2008: 1.388, November: 1.626, Oktober: 1.775) erstmals seit mehreren Monaten wieder einen Anstieg. Dennoch lag der Zugang an freien Stellen vom ersten Arbeitsmarkt mit fast 1.000 Stellen deutlich niedriger als im Februar 2008.

Auch im Februar 2009 zeigte der Arbeitsmarkt seine Dynamik. Im zurückliegenden Monat mussten sich 10.371 (Vormonat 13.397) Menschen im Agenturbezirk arbeitslos melden. Das waren 3.026 weniger als im Vormonat. Für 9.356 (Vormonat 8.536) Personen, das waren 820 mehr als im Januar 2009, aber 479 weniger als im Februar 2008, endete die Arbeitslosigkeit im zurückliegenden Monat. Das zeigt welche große Dynamik auch unter den gegenwärtigen Bedingungen im Februar auf dem Arbeitsmarkt herrschte.

"Alles in allem ist uns die Arbeitsmarktentwicklung im Februar 2009 nicht fremd und mit der Kurzarbeitergeldregelung haben wir ein wirksames Instrument gegen die saisonalen, aber auch die konjunkturellen Einflüsse auf den Arbeitsmarkt. Das hilft die Beschäftigung in den Unternehmen zu sichern, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und das Fachkräftepotenzial nicht nur zu erhalten, sondern durch geförderte Qualifizierung gezielt auszubauen", so Steinherr zum Abschluss.

www.arbeitsagentur.de

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