Arbeitsmarktzahlen der ARGE Leipzig im Februar 2009

Anstieg der arbeitslosen Arbeitslosengeld II - Empfänger / Zahl der Leistungsempfänger und Bedarfsgemeinschaften folgt der Entwicklung

(PresseBox) (Leipzig, ) Im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Arbeitslosengeld II - Empfänger um 971 Personen auf 31.025 im Vergleich zum Vormonat angestiegen. Trotz der Zunahme sind das immer noch 1.107 weniger als im Februar 2008, 2.139 weniger als im Februar 2007 und 3.805 weniger als noch im Februar 2006.

Der Anstieg zeichnet sich in allen Personengruppen, bis auf die der Langzeitarbeitslosen ALG II - Empfänger ab. Mit 14.591 Männern und Frauen betreute die Arbeitsgemeinschaft Leipzig im Februar 200 Personen dieses Personenkreises weniger als noch im Januar 2009.

Dr. Andreas Zehr, Geschäftsführer der Leipziger ARGE zur Entwicklung im Februar: "Der Anstieg fällt im Monatsvergleich der vergangenen Jahr wesentlich höher aus. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar sogar fast konstant geblieben. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise wollen wir hoffen, dass sich der Anstieg im nächsten und übernächsten Monat in der Art nicht weiter fortsetzt. Im Bereich der Arbeitsagentur reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Februar und eine zeitversetzt ähnliche Entwicklung im Bereich der ARGE Leipzig scheint möglich zu sein."

Die ARGE Leipzig betreute im Februar 2009 76,97 Prozent (Januar 2009: 76,0 Prozent) aller arbeitslosen Menschen in der Stadt Leipzig.

Die Zahlen für die Leistungsempfänger und Bedarfsgemeinschaften folgen der Entwicklung. Im Februar 2009 waren mit 77.301 Personen 288 Männer und Frauen mehr auf die Leistungen der Arbeitsgemeinschaft Leipzig angewiesen als noch im Vormonat (Januar 2009: 77.013). Die Leistungsempfänger wurden in 45.294 Bedarfsgemeinschaften (Januar 2009: 45.114) betreut. Die Auszahlung von unterstützendem Sozialgeld ist mit 17.751 Personen im Vergleich zum Vormonat (Januar: 17.747) nahezu konstant geblieben.

Die folgenden Angaben geben einen Überblick zu verschiedenen Arbeitsmarktinstrumenten. 2.481 Personen waren im Februar in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) integriert. Das sind 351 Personen weniger als im Januar. Mit der Abschaffung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für den Bereich des SGB II wird diese Zahl im Jahresverlauf weiter kontinuierlich abnehmen, da es keine Neubewilligungen geben wird. "Ich appelliere deshalb noch mal an die Träger von beschäftigungsfördernden Maßnahmen, Alternativen* wie Kommunal-Kombi und den Beschäftigungszuschuss für die eigene Organisation genau zu prüfen", so Zehr weiter.

Arbeitsgelegenheiten in der Variante mit Mehraufwandsentschädigung (sogenannte 1 Euro Jobs) haben im Februar 2009 1.203 Personen (Januar 2009: 1.278) absolviert. In Arbeitsgelegenheiten mit Entgeltvariante, als eine Alternative zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren 27 Personen integriert. An Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung haben im Februar 1.117 Männer und Frauen teilgenommen (Januar 2009: 1.098)

Weitere Informationen zur ARGE Leipzig finden Sie unter: www.arge-leipzig.de

* Der Ersatz für die ABM kann grundsätzlich in drei Richtungen gestaltet werden. Möglichkeit eins ist die Schaffung von Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen des Beschäftigungsprogramms Kommunal-Kombi, das aus Mitteln von Bund, Land, Kommune und dem jeweiligen Träger gemeinsam finanziert wird. Die Stadt Leipzig stellt für das Jahr 2009 1.333 Kommunal-Kombi-Stellen zur Verfügung, von denen ein Großteil bis jetzt noch unbesetzt ist. Eine weitere Alternative ist die Nutzung des Beschäftigungszuschusses "JobPerspektive", der sowohl von Trägern und Kommunen als auch der freien Wirtschaft genutzt werden kann. Bei der Schaffung eines versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis und der Erfüllung der Rahmenbedingungen können bis zu 75 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes bezuschusst werden. Dabei sind grundsätzlich alle Tätigkeiten und Arbeitsfelder förderbar. Als dritte Alternative sind die Arbeitsgelegenheiten (AGH) in zwei Varianten vorgesehen. Einerseits in Form der AGH mit Mehraufwandsentschädigung, den sogenannten 1-Euro Jobs, die mit leicht veränderten Bedingungen ins Jahr 2009 starten. Andererseits die AGH in der Entgeltvariante, bei der zwischen 1.000,00 Euro und 1.400,00 Euro des Bruttoarbeitsentgeltes bezuschusst werden.

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