GDC Europe stellt in einer neuen Veranstaltungsreihe aufstrebende und etablierte Games-Regionen gegenüber

Skandinavien und Russland machen 2010 in Köln den Anfang

(PresseBox) (Leipzig, ) Die GDC Europe legt eine neue Veranstaltungsreihe auf. Unter dem Titel "Kontrapunkte" porträtiert sie ab 2010 entwickelte und junge europäische Games-Regionen. Zur Premiere im August 2010 in Köln werden Russland und Skandinavien ins Visier genommen. In fünf Workshops analysieren prominente Referenten aus beiden Regionen die aktuellen Veränderungen auf ihren Märkten; sie präsentieren Macher und Trends sowie neue Geschäftsmodelle und Kooperationsmöglichkeiten.

Russland: Ein Markt im Aufbruch

Der russische Computerspiele-Markt hat aktuell ein Marktvolumen von rund 820 Millionen US-Dollar. Davon entfallen 600 Millionen auf retail software, 150 Millionen auf Online- und Browsergames, 40 Millionen auf social games und 30 Millionen auf casual games. Nach Jahren des rasanten Wachstums hat die internationale Wirtschaftskrise 2009 zu Einbrüchen bis zu 50 Prozent geführt. Für 2010 erwarten Experten allerdings wieder Steigerungsraten zwischen 15 und 20 Prozent. Das prognostizierte Wachstum wird aber überwiegend im Segment der Konsolen- sowie der Online- und Browsergames erzielt werden. Im Unterschied zu Westeuropa dominieren in Russland noch PC-Spiele, aber schon 2013 könnten Konsolen- und Online-Spiele 60 bis 70 Prozent des Marktes ausmachen.

Unter dem Titel "Focus Russia" beleuchten mit Konstantin Popov, Dimitry Lyust und Alex Ruhensev drei maßgebliche Macher der russischen Gamesbranche die aktuellen Trends auf ihrem Heimatmarkt. Popow und Lyust, Geschäftsführer und Executive Producer des aufstrebenden Entwicklerstudios Biart, gelten als Treiber der russischen Gamesindustrie. Anfang 2010 haben sie die Gründung der "Russian Association of Developers and Publishers of Game Industry and Interactive Technologies (RADIT) initiiert und planen nun die Errichtung eines Games Industry Sectors, einer Art russischen Silicon Valley, in der Sonderwirtschaftszone Skolkowo vor den Toren der Hauptstadt Moskau.

Exporterfolg mit Computerspielen?

Skandinavien ist seit Jahrzehnten ein Synonym für Zukunft in der IT- und Telekommunikationsbranche. Dank liberaler Gesetze, umfangreicher Unterstützung seitens Politik und Behörden sowie einer technikbegeisterten Bevölkerung hat sich die Region längst auch als Zentrum für Computerspiele etabliert. 270 Entwicklerstudios und rund 3.500 Entwickler kennzeichnen eine überaus kreative, technisch hochstehende und wirtschaftlich gesunde Gamesbranche. Zum Vergleich: Deutschland verfügt über 2.500 Entwickler. Seit 2006 unterstützen die nordischen Länder mit der gemeinsamen Initiative "Nordic Game Program" die Entwicklung der skandinavischen Computerspiel-Szene. 2010 fließen ca. 712.000 US-Dollar in die Förderung einheimischer Talente und junger Unternehmen.

Beispiel Schweden: Die Erfolgsstory von "Battlefield" - das bis heute rund fünf Millionen Mal verkauft worden ist - ist nur ein Beleg für die Innovationskraft schwedischer Entwickler. Selbst der damals noch schwedische Autohersteller Volvo hatte schon 2008 seine Marketingaktivitäten um das faszinierende Rennsimulationsspiel "Volvo - The Game" erweitert.

Das Umsatzvolumen der schwedischen Computerspieleindustrie beträgt aktuell ca. 300 Millionen Euro. 2008 wurden 7,7 Millionen Computerspiele verkauft. Der Spiele-Verkauf wuchs von 2000 bis 2009 um knapp 150 Prozent. Für den Verband der schwedischen Spieleindustrie steht fest: " Computerspiele sind der nächste große Exporterfolg Schwedens". Bis 2015 erwartet der Verband 25.000 Beschäftigte in diesem Sektor.

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