Bundesförderung für zwei "IngenieurNachwuchs" - Projekte der Hochschule Lausitz

(PresseBox) (Senftenberg, ) Dem Fachbereich Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik der Hochschule Lausitz (FH) ist es gelungen, gleich zwei Projekte im Rahmen des Förderprogramms "IngenieurNachwuchs 2010" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einzuwerben.

Dabei handelt es sich um das Projekt Prosol - Prozesskontrolle für die Solarzellenfertigung - unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Acker und um das Projekt COLBAMA - Collagenbasierte dreidimensionale Membranen für gerichtetes Zellwachstum - unter Leitung von Prof. Dr. Katrin Salchert.

Deutschlandweit wurden nur 20 Projekte bewilligt (im Vorjahr 53 Projekte), von denen nun zwei auf die Hochschule Lausitz entfallen. Gefördert werden Forschungsvorhaben an Fachhochschulen, die der Weiterqualifizierung von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Studenten und Absolventen dienen und damit die Kompetenzen der Fachhochschulen in der Forschung und Lehre stärken sollen.

Jedes Projekt der Hochschule Lausitz umfasst während seiner dreijährigen Laufzeit eine Fördersumme von 260.000 €. In diesem Zeitraum werden zwei Wissenschaftler des Fachbereiches die Möglichkeit haben, in Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg beziehungsweise mit der TU Dresden zu promovieren. Mehrere Studierende werden ihre Bachelor- bzw. Masterarbeiten anfertigen können. Mit der Förderung ist es möglich, neueste Analysetechnik für die Hochschule anzuschaffen. Diese wird sowohl für die durchzuführenden Forschungsvorhaben als auch für die Ausbildung der Studierenden genutzt, um mit modernster Ausstattung ein Studium auf dem aktuellen Stand der Forschung zu gewährleisten.

Prosol - Prozesskontrolle für die Solarzellenfertigung

Im Rahmen des Projektes Prosol forscht unter Leitung von Professor Dr. rer. nat. habil. Jörg Acker eine sechsköpfige Arbeitsgruppe, die Siliciumchemie als Forschungsschwerpunkt gewählt hat. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Kontrolle und gezielten Beeinflussung des Ätzens von Siliciumwafern (ca. einen halben Millimeter dicke Siliciumscheiben). Das Ätzen ist ein wichtiger Schritt für die Solarzellen-Herstellung auf Siliciumbasis.

Beim Ätzen soll auf dem Siliciumwafer eine strukturierte Oberfläche erzeugt werden, welche die Reflexion des einfallenden Lichtes verringert, damit die Lichtausbeute und letztlich der Wirkungsgrad der Solarzelle erhöht werden. Weiterhin müssen die Prozessverläufe erfasst und quantifiziert werden, um sie effektiver gestalten zu können. Während des Ätzens der Siliciumwafer kommen sehr giftige Chemikalien zum Einsatz, die in den bisherigen Ätzverfahren nur teilweise verbraucht werden und entsorgt werden müssen. Eine effizientere Ausnutzung der Säuren soll im Ergebnis dieses Forschungsprojektes sowohl die Produktionskosten als auch die Umweltbelastung erheblich senken.

COLBAMA - Collagenbasierte dreidimensionale Membranen für gerichtetes Zellwachstum

Das unter Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Katrin Salchert stehende und ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms "IngenieurNachwuchs 2010" bewilligte Projekt COLBAMA beinhaltet die Erzeugung dreidimensionaler Zellkulturträger. Ziel ist die verbesserte Zellkultivierung außerhalb des lebenden Organismus zur Bereitstellung funktionsfähiger Gewebetransplantate.

Die zu erzeugenden so genannten Scaffolds (künstliches Trägermaterial für Zellen) basieren auf dem Protein Collagen und werden zudem mit weiteren Matrixmolekülen und Signal gebenden Biomolekülen ausgestattet. Ein wesentliches Merkmal der zu erzeugenden Zellkulturträger besteht jedoch in ihrer Mikrostrukturierung und zusätzlich der Strukturierung auf molekularer Ebene. Diese Eigenschaften sollen sowohl die Zelladhäsion (Zellanhaftung) wie auch die Zellmigration (Zellwanderung) verbessern. Perspektivisch soll eine Art Baukastensystem für in vitro (künstliche) Applikationen für verschiedene adhärente (auf dem Trägermaterial anhaftende) Zellen zur Verfügung stehen.

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