Risikomanagement im Einkauf - Ein Muss in der Krise

(PresseBox) (Bonn, ) "Sichtflug durch den Bombenteppich" - so beschreiben viele Wirtschaftsführer die derzeitige Situation. Während Prognosen kaum möglich sind, sehen sich Unternehmen immer neuen Risiken ausgesetzt. Ein immenses Gefahrenpotential liegt dabei in den Wertschöpfungsnetzwerken: Versorgungsengpässe, Lieferantenzusammenbrüche, Währungsschwankungen oder protektionistische Tendenzen bedrohen zunehmend die Kernprozesse. Hier ist der Einkauf in seiner Rolle als Manager der externen Wertschöpfung gefordert: Er muss Risiken rechtzeitig erkennen und wirkungsvolle Mechanismen entwickeln, um ihre Auswirkungen abzumildern.

"Bereits vor der aktuellen Krise war durch die fortschreitende Internationalisierung und Vernetzung der Wirtschaft eine kontinuierliche Zunahme der Risiken zu beobachten", sagt Dr. Lars Immerthal, Risikospezialist bei der international führenden SCM-Beratung BrainNet. "Jetzt hat sich die Situation dramatisch verschärft. Rohstoffknappheit, Lieferengpässe oder insolvente Zulieferer lösen fatale Domino-Effekte aus, die schneller als je zuvor ein Unternehmen destabilisieren können."

In der Krise gewinnt das Risikomanagement damit eine überlebenswichtige Rolle. Wenn zum Beispiel die eigenen Lieferanten von heute auf morgen wegfallen, sind kostenintensive Versorgungsengpässe nur das erste Problem. Viel Geld muss dann auch in die Suche neuer Partner, in die Zeit für Verhandlungen und in Abstimmungsprozesse investiert werden. Das Gleiche gilt für die Rohstoffmärkte, deren zunehmende Volatilität eine Langfristplanung massiv erschwert, oder neue Schutzzölle, die im Rahmen nationaler Konjunkturpakete verschärft eingesetzt werden.

An der Frontlinie dieser Entwicklungen steht der Einkauf, der für langfristige Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Kosten sorgen muss. Ohne einen ganzheitlichen Risikomanagement-Ansatz geht das allerdings nicht. Internationale Studien von BrainNet zeigen, dass die Chefeinkäufer sich der Vielfalt der potenziellen Risiken durchaus bewusst sind.

Das notwendige Know-how und die organisatorischen Kompetenzen, um diesen Risiken angemessen zu begegnen, fehlen jedoch in den meisten Unternehmen. Auch werden die einzelnen Risikoarten häufig isoliert betrachtet, wie zum Beispiel ein Blick auf die Einschätzung geopolitischer Risiken zeigt: "Die aktuelle Krise zeichnet sich auch durch die Verkettung der unterschiedlichen Risikoarten aus", sagt Immerthal. "So hängen derzeitige geopolitische Risiken, etwa in Form von Protektionismus, politischer Unruhen oder drohender Verstaatlichungen, unmittelbar mit den Liefer-, Lieferanten-, oder Rohstoffrisiken zusammen. Viele Unternehmen haben den Multiplikatoreffekt solcher Zusammenhänge unterschätzt und sich nicht ausreichend vorbereitet."

Immerthal rät deshalb Unternehmen, dem Einkauf dringend organisatorische, personelle und finanzielle Ressourcen für den Aufbau eines effizienten Risikomanagements zur Verfügung zu stellen, vor allem aber neue Denkansätze zu entwickeln: "Wer an das Thema Risiken im Einkauf interdisziplinär herangegangen ist und frühzeitig Szenarien sowie angemessene Handlungsstrategien erarbeitet hat, kommt jetzt besser durch die Krise. Beispielhaft ist hier die Deutsche Post World Net zu nennen, die seit Jahren die Lieferantenrisiken cross-funktional und systematisch bewertet. Unternehmen, die das bislang nicht getan und die zentrale Bedeutung des Einkaufs für das Risikoprofil des Gesamtunternehmens unterschätzt haben, sollten jetzt schnell gegensteuern. Der Bedarf hierfür ist groß: Derzeit arbeiten wir parallel für vier Dax-Konzerne, um systemtisch alle Risiken in deren Supply Chain aufzuspüren, zu bewerten und Gegenmaßnahmen zu entwickeln."

BrainNet Management Consultants GmbH

BrainNet ist die führende, internationale Marke für Supply Chain Management-Beratung. Mit 220 Mitarbeitern erwirtschaftet BrainNet weltweit einen Umsatz von 30 Millionen Euro. BrainNet entwickelt und verwirklicht maßgeschneiderte Lösungen für mehr als 80 der Global Fortune-500 Unternehmen sowie rund 240 wachstumsstarke Mittelständler. BrainNet besitzt seit Jahren Standorte in Bonn, Boston, Budapest, Chicago, Mumbai, München, Shanghai, St. Gallen, Tampa und Wroclaw.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Supply Chain Management Institute (SMI) an der European Business School (EBS) bietet BrainNet eine weltweit einzigartige Wertschöpfungskette von der Forschung und Ausbildung junger Talente an führenden Business Schools über die Umsetzung von Beratungsprojekten bis hin zur strategischen Qualifizierung von Top Führungskräften und Supply Chain Managern. Weitere Informationen zu BrainNet unter www.brainnet.com.

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