It's the supply chain, stupid!

Gefährliche Schwachstellen in der Qualifikation von Einkaufsmitarbeitern

(PresseBox) (Bonn, ) In den internationalen Märkten ist Qualifikation nach wie vor die wichtigste Währung. Unternehmen investieren deshalb große Beträge, um ihre Mitarbeiter fit für die sich rasant wandelnden Marktanforderungen zu machen. Der Einkauf wird dabei jedoch häufig vernachlässigt: Im Hinblick auf die strategischen Qualifizierungsprogramme und Ausbildungsbudgets hat er gegenüber anderen Unternehmensfunktionen das Nachsehen. Die Folgen sind fatal, wie die Studie "Best Value Country Sourcing - A Paradigm Shift for Global Sourcing Approaches" der Supply Chain Management Beratung BrainNet zeigt: Nur die wenigsten Einkaufsabteilungen sind auf die Aufgaben der nächsten Jahre ausreichend vorbereitet. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise kann aber eine ineffiziente Einkaufsabteilung unternehmenskritisch werden.

"Das Aufgabenfeld der Einkäufer hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert.Neben den traditionellen Kompetenzen brauchen sie heute solide Kenntnisse im Finanzwesen, Risikomanagement und Technologiebereich sowie ausgeprägte kulturelle Kompetenzen und Sprachkenntnisse, ohne die man in internationalen Märkten nicht überleben kann", sagt Nicole Gaiziunas, Managing Director Executive Education am Supply Chain Management Institute (SMI) der European Business School (EBS). "Dieser Wandel ist auch an den Hochschulen nicht ausreichend angekommen. Es gibt bei weitem nicht genügend Lehrstühle und die Lehrinhalte sind häufig veraltet. Unternehmen müssen deshalb die Qualifizierungslücke durch eigene Programme schließen - was bislang aber selten im notwendigen Umfang geschieht."

Alarmierender Know-how-Mangel

Die im Rahmen der Studie befragten Führungskräfte sehen die Lücke zwischen den Marktanforderungen und der Qualifikation ihrer Einkäufer mit großer Sorge. So geben beispielsweise die Studienteilnehmer aus westeuropäischen Unternehmen an, dass fast ein Viertel (24 Prozent) der Mitarbeiter im Einkauf nicht ausreichend für die Herausforderungen gewappnet ist, die das globale Supply Chain Management in den nächsten Jahren an sie stellen wird. Besonders dringenden Handlungsbedarf gibt es in Telekommunikations- und Fertigungsunternehmen (25 und 24 Prozent).

Darüber hinaus wird in den kommenden Jahren auch im Einkauf der Fachkräftemangel zu einem zentralen Problem werden: 86 Prozent der Unternehmen sind überzeugt, dass ihren Einkaufsabteilungen zukünftig in den wichtigsten Beschaffungsregionen High Potentials fehlen werden.

"Ohne umfassende Qualifizierung ihrer Einkäufer werden viele Unternehmen massive Schwierigkeiten im internationalen Wettbewerb bekommen", so Gaiziunas. "Gerade heute, da die globale Beschaffung durch geopolitische Unsicherheiten, zunehmenden Protektionismus und Versorgungsunsicherheit erschwert wird, gewinnt der Einkauf eine kritische Bedeutung."

Strategische Qualifizierung selbst in die Hand nehmen: Procurement University

Der dringende Qualifizierungsbedarf stößt derzeit nicht zuletzt an budgetäre Grenzen:Westeuropäische Unternehmen kalkulieren für ihre Einkaufsabteilungen rund 4.000 Euro bzw. elf Weiterbildungstage pro Mitarbeiter und Jahr ein. Je nach Branche zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Telekommunikationsunternehmen investieren durchschnittlich 6.400 Euro, bei Finanzdienstleistern und Banken sind es 6.800 Euro.Zwei Jahre zuvor hatte bereits die BrainNet Studie "QUEST - Qualification, Education and Strategy" einen dramatischen Verbesserungsbedarf bei den Qualifizierungsbudgets für Einkaufsmitarbeiter festgestellt. Inzwischen sind die Ausgaben für Training und Entwicklung von Einkäufern zwar deutlich gestiegen, doch das ist nur eine Seite der Medaille - das Geld muss auch sinnvoll und effizient eingesetzt werden. Denn Trainingsangebote von der Stange führen bei der strategischen Qualifizierung im Einkauf nicht zum Ziel.

Gaiziunas empfiehlt deshalb, auf das Konzept maßgeschneiderter Unternehmensprogramme zu setzen. So realisierte zum Beispiel Nestlé mit seiner "Nestlé Procurement University" ein weltweites Trainingsprogramm für seine Einkaufsmitarbeiter. Für das von BrainNet federführend geplante und durchgeführte Projekt wurden unternehmensspezifische Inhalte entwickelt und 28 interne Procurement Trainer im Train-the-Trainer Konzept ausgebildet. Bislang haben weltweit 520 Einkaufsmitarbeiter das Trainings- und Entwicklungsprogramm absolviert. Mit durchschlagendem Erfolg, denn das Qualifikationsniveau der Einkaufsorganisation wurde innerhalb kurzer Zeit signifikant gesteigert. Darüber hinaus muss sich das Unternehmen künftig keine Sorgen um seine "Talent Supply Chain" machen, denn im Rahmen der Procurement University hat Nestlé konzernweit seine High Potentials strukturiert identifiziert und kann diese nun gezielt weiterentwickeln.

BrainNet Management Consultants GmbH

BrainNet ist eine führende, internationale Marke für Supply Chain Management-Beratung. Mit 220 Mitarbeitern erwirtschaftet BrainNet weltweit einen Umsatz von 30 Millionen Euro. BrainNet entwickelt und verwirklicht maßgeschneiderte Lösungen für mehr als 80 der Global Fortune-500 Unternehmen sowie rund 240 wachstumsstarke Mittelständler. BrainNet besitzt seit Jahren Standorte in Bonn, Boston, Budapest, Chicago, London, Mumbai, München, Shanghai, St.Gallen, Tampa und Wroclaw.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Supply Chain Management Institute (SMI) an der European Business School (EBS) bietet BrainNet eine weltweit einzigartige Wertschöpfungskette von der Forschung und Ausbildung junger Talente an führenden Business Schools über die Umsetzung von Beratungsprojekten bis hin zur strategischen Qualifizierung von Top Führungskräften und Supply Chain Managern.

Weitere Informationen zu BrainNet unter www.brainnet.com.

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