Novalis Radiochirurgie setzt Maßstäbe für eine schnelle, präzise und hochdosierte Krebsbestrahlung

Universitätsklinikum Eppendorf entscheidet sich für neue Technologie in der bildgeführten Radiochirurgie

(PresseBox) (München, ) Das Universitätsklinikum Eppendorf führt als eines der ersten Krankenhäuser in Europa die neueste Generation der Novalis® Radiochirurgie für die strahlentherapeutische Tumorbehandlung ein. Mit dem neuen System können die Hamburger Ärzte radiochirurgische Behandlungen in Kopf und Körper - unter anderem für Gehirn, Lunge, Leber oder Prostata - noch präziser und hochdosierter durchführen, während gesundes angrenzendes Gewebe deutlich besser geschont wird. Die bildgeführte Patientenpositionierung erkennt selbst kleinste atembedingte Lageveränderungen des Bestrahlungsziels sofort. Dabei wird der Behandlungsstrahl kurz ausgesetzt bis sich das zu bestrahlende Gewebe wieder im Zielgebiet des Behandlungsstrahls befindet. Die Exaktheit, mit der krankes Gewebe bestrahlt wird, erlaubt eine extrem hohe Strahlungsintensität; sie ermöglicht es, auch bisher als nicht behandelbar eingestufte Tumoren einer erneuten Prüfung zu unterziehen.

Flexible Behandlungsoptionen bei höchster Präzision Das Novalis Radiochirurgie System, das ab Herbst 2012 am Universitätsklinikum Eppendorf zum Einsatz kommt, kombiniert hochqualitative Bildgebung und Positionierungssoftware mit einem computergesteuerten 6D-Behandlungstisch. So kann der um den Patienten rotierende Strahlungskegel mit höchster Präzision aus verschiedenen Winkeln platziert werden; dies gewährleistet eine schonende und effektive Bestrahlung.

Die flexibel einsetzbare Novalis Radiochirurgie unterstützt die Wahl der individuell besten Bestrahlungsmethode für gut-und bösartige Tumoren oder Metastasen - egal, ob sich die behandelnden Ärzte für eine einmalige, mehrmalige, stereotaktische oder intensitätsmodulierte Behandlung entscheiden. Das neue System kann auch für neurochirurgische Bestrahlungen eingesetzt werden.

Schnelle, rahmenlose Bestrahlung von Hirntumoren

Die Behandlung mit der Novalis Radiochirurgie ist für den Patienten schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kann meist ambulant durchgeführt werden. Bei Hirntumoren ist die Fixation durch einen invasiven Kopfring bislang noch weit verbreitet. Patienten empfinden dies in der Regel als zusätzliche Belastung zu ihrer Krebsbehandlung.

"Novalis Radiochirurgie ermöglicht die Bestrahlung von Hirntumoren ohne Kopfring. Dank der ausgeklügelten bildgeführten Technologie zur Patientenpositionierung und Behandlungsüberwachung ist die Bestrahlung auch rahmenlos möglich. Dadurch ist die Behandlung für Patienten wesentlich angenehmer," erklärt Prof. Dr. med. Cordula Petersen, Direktorin an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Intelligente Software für optimale Expertenkollaboration Die Novalis Radiochirurgie umfasst eine Software zur Behandlungsplanung, die eine einfache Zusammenarbeit der beteiligten Experten ermöglicht:

Ärzte, Strahlenonkologen, Physiker und Neurochirurgen können sich über ein web-basiertes Netzwerk austauschen und gemeinsam die Behandlung für den Patienten definieren. Ein innovatives onkologisches Informationssystem stellt sämtliche Patientendaten in einer einzigen elektronischen Akte bereit, auf die jederzeit und von überall zugegriffen werden kann.

Am Universitätsklinikum Eppendorf ist die Tumortherapie interdisziplinär verankert; die Radioonkologie bildet einen elementaren Teil des Hubertus Wald Tumorzentrums - Universitäres Cancer Center Hamburg. Im Tumorzentrum sind zahlreiche Kliniken und Institute des UKE sowie niedergelassene Onkologen und kooperierende Krankenhäuser aus Hamburg und dem Umland miteinander vernetzt. Alle Beteiligten arbeiten interdisziplinär und multiprofessionell zusammen, um eine moderne Krebstherapie und eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten.

In diesem Rahmen arbeiten auch die Klinik für Strahlentherapie und das Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Eppendorf Hand in Hand. "Für unser Zusammenspiel in der Strahlentherapie sind die Kollaborationsmöglichkeiten sowie der uneingeschränkte Zugriff auf alle relevanten Patienten- und Behandlungsdaten optimal", erklärt PD Dr.

Andreas Krüll, Leiter des Ambulanzzentrums am UK Eppendorf. "Die Novalis Radiochirurgie ermöglicht mit ihrer bildgeführten Patientenpositionierung eine schnelle und zuverlässige Behandlungsvorbereitung und -durchführung. Von den kürzeren Behandlungszeiten im Vergleich zu anderen Bestrahlungssystemen profitieren die Patienten ebenso wie unser medizinisches Personal", so Dr. Krüll weiter.

Anpassung der Behandlungsplanung

Das Eppendorfer Klinikum setzt zudem iPlan von Brainlab für die Behandlungsplanung ein. Die Software identifiziert sämtliche anatomischen Veränderungen des Patienten im Laufe seiner Tumorbehandlung innerhalb von Minuten und arbeitet diese automatisch in den Behandlungsplan ein - und das zu jedem Zeitpunkt. So trägt iPlan zusätzlich zu einer besonders sicheren und schonenden Bestrahlung bei und reduziert den Behandlungsaufwand deutlich.

Novalis Radiochirurgie kann als Alleintherapie, aber auch in Kombination mit einem chirurgischen Eingriff eingesetzt werden. Weltweit setzen mehr als 770 Krankenhäuser Soft- oder Hardware von Brainlab in der Radiotherapie ein.

Das Hubertus Wald Tumorzentrum ist seit April 2009 ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Onkologisches Spitzenzentrum. Seit Mai 2011 ist das Zentrum ein nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)

und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) zertifiziertes Onkologisches Zentrum.

Brainlab AG

Brainlab entwickelt, produziert und vertreibt computergestützte Medizintechnik für präzise, minimal-invasive Eingriffe. Zu den Hauptprodukten des Unternehmens zählen bildgestützte Systeme und Softwarelösungen, die in Echtzeit hochgenaue Informationen für die chirurgische Navigation sowie die radiochirurgische Planung und Behandlung liefern.

Brainlabs Technologie erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Kliniken sowie zwischen klinischen Anwendern in unterschiedlichen Disziplinen wie Neurochirurgie, Onkologie, Orthopädie, Traumatologie, HNO, Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Wirbelsäulenchirurgie. Die technologische Integration des Produktportfolios ermöglicht eine verbesserte und effizientere Behandlung.

Brainlab, mit Hauptsitz in München, wurde 1989 gegründet und beschäftigt in etwa 1.000 Mitarbeiter an 17 Standorten weltweit. Mit mehr als 5.000 installierten Systemen in über 80 Ländern ist Brainlab unter den Marktführern für bildgestützte Technologien.

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