BÖWE SYSTEC AG setzt operative Sanierung trotz Insolvenzverfahren fort

(PresseBox) (Augsburg, ) Die BÖWE SYSTEC AG hat am 20. Mai 2010 beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen hatte Anfang 2009 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet und damit inzwischen deutlich bessere operative Ergebnisse erzielt. Die derzeit schwache Finanzstruktur hat nun die Einleitung des Insolvenzverfahrens notwendig gemacht. Der Geschäftsbetrieb der BÖWE SYSTEC AG soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.

"Wir sind überzeugt, dass BÖWE SYSTEC AG auf gutem Wege der operativen Sanierung ist. Wir sind in Europa die Nummer eins unseres Marktes und wollen dies auch bleiben. Unsere Produkte sind führend, die positive Entwicklung der Auftragseingänge bestätigt die Erholung. Wir wollen den Turnaround fortsetzen und streben an, auf Basis des deutschen Insolvenzrechts, das auch eine Eigenverwaltung erlaubt, diesen erfolgreich abzuschließen. Ziel ist, BÖWE SYSTEC AG als Ganzes zu erhalten und wieder nachhaltig profitabel aufzustellen", sagte Oliver Bialowons, der Vorstandsvorsitzende der BÖWE SYSTEC AG.

Das Amtsgericht Augsburg wird nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen. Der Vorstand der BÖWE SYSTEC AG wird den Verwalter bei der Analyse der wirtschaftlichen Situation mit allen Kräften unterstützen mit dem Ziel, das Unternehmen binnen einer möglichst kurzen Frist auch von der Kapitalstruktur wieder solide aufzustellen. Das Unternehmen strebt an, alle Aufträge weiterhin plangemäß abzuarbeiten, alle bestellten Maschinen auszuliefern, alle Wartungs- und Serviceleistungen zu erfüllen, und neue Aufträge entgegen zu nehmen.

Auftragseingang seit Anfang 2010 wesentlich belebt

Die gemeinsamen Anstrengungen von Management und Belegschaft haben die BÖWE SYSTEC AG wesentlich straffer, effizienter und flexibler ausgerichtet. Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds hat das Unternehmen seit Anfang des Jahres eine wesentliche Belebung im Ordereingang registriert. Von Januar bis April 2010 stieg der Auftragseingang um 40% auf 18,7 Mill. Euro, verglichen mit den ersten vier Monaten 2009. Der Umsatz bis Ende April lag mit 14,2 Mill Euro um 11,3% über dem Plan.

Die gesamte Böwe-Gruppe beschäftigt rund 3600 Mitarbeiter. Von der Insolvenz der Böwe Systec AG sind rund 600 Mitarbeiter betroffen. Der bereits laufende Restrukturierungsprozess umfasst eine weitere Personalreduzierung um 120 Mitarbeiter und ist aufgrund des konjunkturell niedrigen Umsatzniveaus erforderlich.

Vor dem Hintergrund dieser Weichenstellungen verschiebt das Unternehmen die Vorlage seines Finanzberichts zum ersten Quartal 2010.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.