Börse Hamburg: Starke Bewegung bei niedrigen Umsätzen

(PresseBox) (Hamburg, ) .
- Im Dezember 87,3 Millionen Euro Umsatz im Fondshandel
- DEGI International verzeichnet höchste Wertsteigerung
- Immobilienfonds geben Richtung für 2012 vor

Anleger haben im Dezember 2011 an der Börse Hamburg Fondsanteile in Höhe von rund 87,3 Millionen Euro gehandelt. Das sind etwa 16,6 Millionen Euro weniger als im Monat zuvor. "Im Dezember ist der Umsatz im Fondshandel gesunken - das ist für diesen Monat aber normal", erklärt Niklas Breckling, Makler bei der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG. Der Dezember ist durch die Feiertage ein Monat mit weniger Handelstagen. "Außerdem sind viele Anleger verunsichert und warten mit Käufen oder Verkäufen ab. Dazu kommt, dass viele Marktteilnehmer ihre Depots schon vor den Feiertagen geschlossen haben." Deutliche Bewegungen waren aber bei den offenen Immobilienfonds zu beobachten, bei denen die Fondsgesellschaften die Anteilsrücknahme ausgesetzt haben. "Spekulationen über die Öffnung oder Nichtöffnung einiger solcher Fonds bestimmten den Umsatz in dieser Fondskategorie", sagt Breckling.

Reger Handel in offenen Immobilienfonds

Entsprechend führten erneut Immobilienfonds die Liste der Umsatzspitzenreiter an: Im CS Euroreal (WKN: 980500) handelten Anleger Anteile im Wert von 23,9 Millionen Euro, im SEB ImmoInvest (WKN: 980230) 14,4 Millionen Euro. Bei beiden eingefrorenen Fonds war die Öffnung erneut verschoben worden. "Viele Anleger nahmen die teilweise hohen Abschläge an den Börsen in Kauf, da ihr Vertrauen mit jeder weiteren Verzögerung immer mehr schwindet", so Breckling. Größere Umsätze - 4,6 Millionen Euro - waren aber auch im DEGI International (WKN: 800799) zu beobachten, der sich in der Abwicklung befindet. Im Dezember wurde außerdem eine weitere Liquidation bekanntgegeben: Der Immobiliendachfonds DJE Real Estate (WKN: A0B9GC) mit einem Volumen von rund 230 Millionen (30.11.2011) Euro steht ebenfalls vor der Auflösung. Dieser Fonds kann an der Börse Hamburg weiter gehandelt werden.

Immobilienfonds auch mit bester Performance

Auch bei den Fonds mit den höchsten Wertsteigerungen belegte im Dezember ein offener Immobilienfonds den ersten Platz: Performancespitzenreiter war der DEGI International mit einem Plus von 27,6 Prozent. "Beim DEGI International stieg der Preis von 23 Euro auf 30 Euro. Bei den großen institutionellen Anlegern stand dieser Fonds im Fokus, da diese für die kommenden Wochen einen höheren Liquidierungsbetrag erwarten", sagt Breckling. "Dazu kommt, dass der Kurs von 23 Euro deutlich unter dem Nettoinventarwert von mehr als 43 Euro lag." Deutlich zweistellige Wertsteigerungen erzielten auch der Mischfonds Antecedo CIS Strategic Invest (WKN: A0YJL9, plus 20,0 Prozent), der Mischfonds Fonds für Stiftungen INVESCO (WKN: 802356, plus 16,8 Prozent) und der Aktienfonds AXA Rosenberg Equity Alpha Trust Gl. Sm. Cap (WKN: 692188, plus 16,7 Prozent).

Auch 2012 starke Nachfrage nach börslichem Handel erwartet

Mit Blick auf den Fondshandel in diesem Jahr ist Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg, zuversichtlich: "Auch 2012 werden Investmentfonds und deren Handel über die Börse wieder sehr gefragt sein. Anleger werden Fonds, die solide investieren und gleichzeitig vernünftige Erträge erzielen können, gegenüber den zurzeit niedrig verzinsten Bankprodukten bevorzugen", so Ledermanns Prognose für 2012. "Diese Verhaltensweise der Anleger wird sich auch im börslichen Handel in diesem Jahr niederschlagen." Offene Immobilienfonds werden Ledermann zufolge weiter die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen: "Die Frage nach der Wiederöffnung oder Abwicklung großer Immobilienfonds wie CS Euroreal und SEB ImmoInvest wird sowohl für den Wert der Anteile als auch für die Assetklasse an sich richtungsweisend sein. Auch wenn es vermutlich zu einer Bereinigung bei den offenen Immobilienfonds kommen wird, bleiben diese grundsätzlich auch künftig, insbesondere mit Blick auf eine sinnvolle Streuung des Vermögens, für Anleger eine gute Möglichkeit, sich schon mit wenig Geld an Immobilien beteiligen zu können"

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr über 4.300 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

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