Rohstoffmärkte 2012: Volatilität wird zur Gewohnheit

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die Unsicherheit an den internationalen Rohstoffmärkten dürfte auch 2012 anhalten. Bereits das vergangene Jahr war durch enorme Preisausschläge geprägt. "Spekulative Anleger drückten dem Geschäft an den Börsen ihren Stempel auf. Die Volatilität in den Märkten ist fast schon zur Gewohnheit geworden", heißt es in der aktuellen Januar-Ausgabe des Einkäufermagazins "BIP - Best in Procurement". Die 68-seitige Mitgliederzeitschrift wird alle zwei Monate vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Frankfurt herausgegeben.

"Selten zuvor erlebten die Einkäufer von Rohstoffen derartige Marktschwankungen wie im gerade abgelaufenen Jahr. Die extreme Volatilität erschwert verlässliche Kalkulationen, macte sie teilweise bereits zunichte", heißt es in "BIP - Best in Procurement". Höhere Einkaufspreise ließen sich häufig nur verzögert oder gar nicht an Kunden weiterreichen. Zwar finden professionelle Einkäufer immer Mittel und Wege, die Kostenseite mit klugen Absicherungsmechanismen zu entlasten, ein Allheilmittel seien die verschiedenen Finanzinstrumente allerdings nicht. Das Risiko komplett ausschalten können sie indes auch nicht, schreibt das BME-Magazin weiter.

Der Einkauf industrieller Rohstoffe dürfte in den kommenden Monaten nicht leichter werden. So ist der Rohstoffhunger insbesondere in den Schwellenländern Asiens, allen voran China und Indien, weiter groß. Gleichzeitig trüben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft ein. Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen sieht laut "BIP - Best in Procurement" sowohl in der Staatsschuldenkrise als auch in den aufkommenden Zweifeln an den Wachstumsperspektiven der großen Schwellenländer eine latente Belastung für die Märkte. Das Frankfurter Kreditinstitut rechnet daher bei den Rohstoffpreisen für die kommenden Monate mit Seitwärts- beziehungsweise leichten Abwärtsbewegungen. Ein Indiz für diese Entwicklung könnte sein, dass die meisten Finanzinvestoren ihre Wetten auf steigende Rohstoffpreise bereits massiv zurückgenommen haben. Anders dagegen Goldman Sachs: Das weltweit tätige Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen erwartet den Magazin-Angaben zufolge für die kommenden zwölf Monate eine Erholung der Rohstoffpreise um 15 Prozent. Die europäische Rohölsorte Brent werde voraussichtlich die höchsten Kurse seit 2008 erreichen und bis Ende 2012 auf 127,50 US-Dollar je Barrel steigen. Die Weltwirtschaft komme laut Goldman Sachs in diesem und im nächsten Jahr um eine Rezession herum.

Angesichts der Vielzahl möglicher Risikofaktoren ist eine Prognose zur weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise schwierig. Marktbeobachter sehen laut "BIP - Best in Procurement" zurzeit folgende Trends:

- Energie: Die Rohölpreise dürften weiter hoch bleiben. WTI wird im Jahresdurchschnitt bei 93 bis 109 und Brent bei 100 bis 112 US-Dollar/Barrel erwartet.
- Eisenerz und Kokskohle: Die Preise dürften langfristig wieder anziehen
- Stahl: Die anhaltend hohe Nachfrage aus Asien stützt die Preisentwicklung.
- Industriemetalle: Die Preise dürften trotz Eurokrise steigen.
- Edelmetalle: Anhaltend hohe Preise erwartet
- Agrarrohstoffe: Preise weiter rückläufig

Quelle: BIP - Best in Procurement

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