Aquaculture Forum Bremerhaven 2012 - 2013

Workshop I, 26. - 27. März 2012: Aquakultur-Entwicklung im Offenen Ocean

(PresseBox) (Bremerhaven, ) Das Aquakulturforum Bremerhaven wird sich zum Auftakt der vierteiligen Veranstaltungsreihe mit dem zukunftsträchtigen Entwicklungszweig "Open Ocean Aquaculture Development" beschäftigen, der als Modellfall für moderne, innovative und integrative Aquakulturentwicklung steht und gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Errichtung von Offshore-Windparks im Fokus steht.

Hierzu sind Experten aus aller Welt eingeladen, die als Pioniere auf diesem Gebiet gelten. Obwohl noch am Anfang einer langen Entwicklung, so sind bereits heute diverse Systeme für unterschiedliche Formen der Aquakultur in der Erprobung und im kommerziellen Einsatz.

Die erste Veranstaltung in der Reihe Aquaculture Forum Bremerhaven findet am 26.- 27. März 2012 im Technologiezentum t.i.m.e.Port II in Bremerhaven statt.

Eröffnet wird der erste Workshop durch zwei kurze Übersichtsbeiträge (Dr. Alistair Lane, Executive Director, European Aquaculture Society und Professor Patrick Sorgeloos, Universität Ghent, Belgien), die den generellen Entwicklungstrend der europäischen Aquakultur skizzieren werden und das spezifische Thema in einen globalen Kontext stellen.

Einen weltweiten Überblick zum Offshore-Thema wird Professor Costa-Pierce (Rhode Island, USA) geben. Dabei werden nicht nur die technologischen Anforderungen an neue Systeme dargestellt, sondern auch die damit verbundenen logistischen Fragen behandelt.

Anschließend werden Entwicklungsarbeiten und Erfahrungsberichte über verschiedene Systeme vorgestellt, die auch Optionen zur Einbindung der Open-Ocean-Aquakultur in die Offshore Energiegewinnung aufzeigen (Professor B. Buck, Bremerhaven). Diese Thematik wird auch aus der Sicht der norwegischen Aquakulturpraxis beleuchtet (Dr. A. Fredheim, Sintef, Trondheim).

Der Stand der Technologie-Entwicklung für "Offshore-Käfige" wird ebenso behandelt werden, wie die unterschiedlichen Anforderungen, die die Zuchtobjekte (Fische, Muscheln, Großalgen) an das System-Design stellen.

Beiträge aus dem europäischen Ausland (Norwegen) und aus den USA beschäftigen sich mit operationellen Fragen. Beiträge aus Deutschland belegen die wachsende Kompetenz deutscher Institutionen und Betreiber auf diesem Gebiet. Sie setzen sich kompetent mit kritischen Fragen zur Planung und damit insbesondere zur Wirtschaftlichkeit und mit den rechtlichen Fragen des "Offshore-Farming" auseinander.

Aus der Sicht der Energiewirtschaft wird die kombinierte Aquakultur-Energie-Gewinnung kritisch hinterfragt. Auch Praktiker kommen zu Wort. So wird Professor Lüning seine Erfahrungen zu den Optionen beim unternehmerischen Aufbau von Offshore- Großalgenfarmen darstellen.

Sicher ist es an der Zeit, sich rechtzeitig um visionäre und innovative Konzepte im Bereich der Aquakultur intensiv zu kümmern. Die Vorlaufzeiten für neue Entwicklungen sind lang. Die rechtzeitige Beschäftigung mit ihnen ist Grundvoraussetzung für die nachhaltige Entwicklung eines Wirtschaftsstandorts wie Deutschland. Deshalb wird ein konkreter Blick in die Zukunft gewagt. Die Zukunftschancen müssen auch für eine breite Zuliefererindustrie der Offshore-Aquakultur rechtzeitig erkannt werden. Diese sind bisher noch wenig evaluiert.

Am zweiten Tag werden auf einer breiten Podiumsdiskussion mit allen Rednern und Praktikern eine Vielzahl offener Fragen angesprochen werden. Dabei sollen zukunftsorientiere Empfehlungen erarbeitet werden. Erwartet wird eine spannende Diskussion, die das Für und Wider aufdeckt, realistische Einschätzungen erarbeitet und auch wegweisende Empfehlungen für Praxis und Forschung sowohl für kurzfristige als auch langfristige Zielsetzungen ableitet. Die Ergebnisse dieser Diskussion sollen in Form einer "Bremerhaven-Deklaration" zum Thema "Open Ocean Aquaculture" zusammengefasst werden.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung richtet sich an Unternehmen und Wissenschaftler, die an der generellen Entwicklung der Aquakultur interessiert sind, wobei die spezifische Beschäftigung mit der Offshore-Technologie nicht nur Unterschiede, sondern auch viele Parallelen zur kommerziell etablierten Küstenaquakultur aufzeigen kann.

Die Anmeldung zu der Veranstaltung erfolgt online auf www.aquaculture-forum.de

Hintergrund

Die Seestadt Bremerhaven hat seit jeher eine enge Verbindung mit dem Thema Fisch. Zwar hat der Fischfang in seiner Bedeutung für Bremerhaven mit dem Niedergang der Deutschen Hochseeflotte und der zunehmenden Überfischung der Meere stark verloren, die Fischverarbeitung bildet jedoch nach wie vor ein starkes wirtschaftliches Standbein in der Region. Aquakulturprodukte haben bereits heute einen hohen Anteil bei der Fischverarbeitung, die Bedeutung wird weiter steigen. Starkes Wachstum beinhaltet sowohl Chancen als auch Risiken. Unter dem Motto "Lokal verankert - global vernetzt" startet die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH am 26. März 2012 die internationale Veranstaltungsreihe AQUACULTURE FORUM BREMERHAVEN 2012 - 2013 und leitet mit Wissenschaft und Wirtschaft eine Diskussion über die zukünftigen Erfordernisse einer nachhaltigen Aquakulturentwicklung in Europa ein. Das AQUACULTURE FORUM BREMERHAVEN soll die Möglichkeit einer Standortbestimmung innerhalb verschiedener Schwerpunktthemen bieten. Die Beteiligten werden Empfehlungen erarbeiten, die in einer "BREMERHAVEN DECLARATION" die künftigen Chancen und Risiken definieren und somit Orientierungshilfe geben.

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