Monoklonaler Antikörper BT-061 zeigt Potenzial in der Indikation Multiple Sklerose

Biotest erzielt positive präklinische Daten / Weitere Entwicklung in dieser Indikation im Rahmen des Neu² Konsortiums / Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

(PresseBox) (Dreieich, ) Biotest hat positive präklinische Daten erhalten, die auf das Potenzial von BT-061 zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hindeuten.

Aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen renommierter akademischer Forschungsgruppen zeigen, dass insbesondere die so genannten regulatorischen T-Zellen eine zentrale Funktion in Entstehung und Fortschreiten von MS haben; ihre eingeschränkte Funktion bei den Patienten scheint kausal mit der Erkrankung verknüpft zu sein. Der monoklonale Antikörper BT-061 aktiviert gezielt regulatorische T-Zellen. Die nun erhaltenen präklinischen Daten zeigen, dass BT-061 eine Aktivierung der Funktion von regulatorischen T-Zellen bewirkt, die von MS-Erkrankten stammen.

"Wir sind sehr erfreut, dass die jetzt vorliegenden Daten unsere Erwartungen bestätigen, nach denen der immunmodulatorische Wirkmechanismus von BT-061 erhebliches Potenzial in der Indikation MS hat", kommentiert Dr. Frank Osterroth, Leiter Geschäftsbereich Biotherapeutika bei Biotest, die Daten. "Insbesondere in MS besteht trotz moderner zugelassener Produkte weiterhin ein erheblicher medizinischer Bedarf nach wirksamen sowie verträglicheren und sicheren Wirkstoffen."

Weitere präklinische Analysen zielen nun darauf ab, die klinische Prüfung von BT-061 in der Indikation MS vorzubereiten. Dabei sollen unter anderem Hinweise darauf gefunden werden, welche Patientenpopulationen besonders gut auf eine Therapie mit BT-061 ansprechen könnten. Die Analysen werden in Zusammenarbeit mit führenden akademischen Arbeitsgruppen auf diesem Gebiet durchgeführt.

Zur Bearbeitung dieser und weiterer Fragestellungen, ist Biotest dem Konsortium "Neue Wirkstoffe für neurologische Erkrankungen" (Neu² Konsortium) beigetreten. Dabei handelt es sich um einen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbund von Instituten und pharmazeutischen Unternehmen, die an der Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung neurologischer Erkrankungen arbeiten. Das Konsortium stellt eine optimale Plattform für die weiteren auf die klinische Entwicklung ausgerichteten Arbeiten dar.

Das Entscheidungsgremium des Neu² Konsortiums votierte einstimmig für die Förderung des Entwicklungsprogramms von BT-061 in MS, diese Entscheidung wurde nun durch das BMBF bestätigt.

Das genehmigte Förderprogramm erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und beinhaltet auch eine mögliche klinische Phase-IIa-Studie, in der das Potenzial von BT-061 in Patienten mit MS untersucht werden soll (proof-of-concept trial).

BT-061 stärkt eine natürliche Funktion des Körpers, mit der übermäßige Immunreaktionen unterbunden werden. Er wird deshalb zur Behandlung von Krankheiten entwickelt, die auf eine Überreaktion des Immunsystems zurückgehen. Aktuell laufen in den Leitindikationen Rheumatoide Arthritis und chronische Plaque Psoriasis drei klinische Studien. Basierend auf den bisher vorliegenden Daten konnte in beiden Indikationen eine vielversprechende Wirksamkeit und eine allgemein gute Sicherheit und Verträglichkeit gezeigt werden.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Autoimmunkrankheit des zentralen Nervensystems (ZNS). MS ist die häufigste Ursache für progressive neurologische Behinderungen bei jungen Erwachsenen. Diese demyelinisierende (entmarkende) Krankheit ist durch heterogene klinische Manifestationen, einen unberechenbaren Verlauf und unterschiedliche Prognosen gekennzeichnet.

Von 100.000 Personen erkranken jährlich sieben an MS. Die Krankheitsursache ist

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