Für drei Tage Europas Hauptstadt der Pharma- und Biotech-Branche

11. BIO-Europe 2005 mit Rekordbeteiligung in Dresden eröffnet

(PresseBox) (Dresden, ) „Drei Tage lang sind die Entscheidungsträger von 850 führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen aus 30 Ländern in Dresden zu Gast“, so Sachsens Ministerpräsident, Prof. Georg Milbradt, anlässlich der Eröffnung der BIO-Europe 2005. „Bis Mittwoch schlägt das Herz der Branche in Sachsen. Die 1.500 Teilnehmer treffen sich, um Partnerschaften und Kooperationen zu vereinbaren und gemeinsame Projekte zu definieren. Sie repräsentieren alles, was in der europäischen und internationalen Life-Sciences-Industrie Rang und Namen hat.“ Die Gastgeber, der Freistaat und die Stadt Dresden, seien stolz darauf, die harte Konkurrenz um die Ausrichtung der BIO-Europe 2005 für sich entschieden zu haben.

Die Veranstalter teilten im Vorfeld mit, sie hätten Dresden den Zuschlag erteilt, weil es hier Forscher und Unternehmer von Weltrang gäbe. Diese Atmosphäre sei für eine Konferenz dieses Ranges unverzichtbar. Organisiert wird die 11. BIO-Europe von der Biotechnology Industry Organization (BIO), Emerging Biopharmaceutical Enterprises (EBE) und E.B.D. Group aus den USA.

Dirk Hilbert, Beigeordneter für Wirtschaft der Landeshauptstadt Dresden. „Diese Veranstaltung passt exzellent zu Dresden als High-tech- und Kongress-Standort.“ Internationale Wissenschaftskongresse habe die „Stadt der Wissenschaft 2006“ bereits mehrfach beherbergt. Eine Wirtschaftskonferenz der Biotechnologie und Pharmaindustrie dieser Qualität und Größe sei aber eine Premiere für Dresden und Ostdeutschland.

„Ohne internationale Kooperationen keine Biotechnologie“

„Internationale Kooperationen sind der Treibstoff der Biotechnologie“, so Milbradt weiter. „Die Pharmakonzerne nutzen die Innovationskraft der jungen Firmen, entwickeln gemeinsam neue Medikamente und Diagnostika. Nur im Verbund mit den Großen können die Kleinen ihr Geschäft ausbauen und ihre Wirkstoffe auf den Markt bringen.“ Die Entwicklung eines neuen Medikaments koste bis zu 800 Mio. Euro. Das sei von Biopharmazieunternehmen alleine nicht zu finanzieren.

Zweiter Schwerpunkt der Konferenz sind Finanzierungen und Beteiligungen für Biotechnologiefirmen. Sächsische Biotechs – zum Beispiel die elbion AG in Dresden und Curacyte AG in Leipzig – konnten allein in 2005 mehr als 50 Mio. Euro Beteiligungs- und Risikokapital einwerben. „Insgesamt hat die sächsische Biotechnologie-Offensive seit 2000 mehr als 400 Millionen Euro weitere Mittel von EU, Bund, Industrie und privaten Geldgebern für die Pharma- und Biotechnologie-Branche im Freistaat mobilisiert“, so Milbradt. Mit den 200 Millionen Euro der Biotech-Offensive sei erfolgreich die Basis für kräftiges Wachstum gelegt worden. Die Mittel wurden in Infrastruktur, wissenschaftliche Exzellenz und Forschungsprojekte investiert.

Wachstum nach Konzept

Sachsen ist die einzige deutsche Bioregion, die seit fünf Jahren ununterbrochen wächst. „Wir erwarten von dieser Konferenz starke, nachhaltige Impulse für die internationale Vernetzung der sächsischen Biotechnologie“, so Ministerpräsident Milbradt. „Unsere Stärken liegen in der konsequenten Fokussierung auf Zukunftsmärkte der Biotechnologie.“

Dresden und Leipzig erhalten zum Beispiel für den Ausbau des Schwerpunkts „Regenerative Medizin“ Fördermittel der Fraunhofer-Gesellschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Höhe von knapp 100 Mio. Euro. Der Bereich „Molekulares Bioengineering“ entwickelt medizinische Anwendungen der Biotechnologie durch interdisziplinäre Forschung der Medizin, Molekularbiologie, Ingenieurs- und Materialwissenschaften. Hier setzt der Freistaat auf vorhandene Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft, die durch Verknüpfung zu Technologieplattformen wie Nano- und Chipindustrie ausgebaut werden.

Erst vor wenigen Tagen hat die nAmbition GmbH eine erste Finanzierungs-runde abgeschlossen. Das Start-up entwickelt nanotechnologische Instrumente zur Messung molekularbiologischer Vorgänge innerhalb von Zellen. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die SachsenLB beteiligen sich mit einer siebenstelligen Summe an der Ausgründung der Technischen Universität Dresden und der JPK Instruments AG. Das Bundesforschungsministerium fördert nAmbition im Rahmen der Inno - Regio BioMeT Dresden als Verbundprojekt mit 3 Mio. Euro.

„Dieses Beispiel zeigt, wie wir uns Wachstum vorstellen. Die Firma nutzt die einzigartige Infrastruktur im BioInnovationsZentrum Dresden, das im Rahmen der Biotechnologie-Offensive gebaut wurde. Unter dem gleichen Dach arbeiten die Wissenschaftler der Universität, deren Forschungsergebnisse mit der Firmengründung schnell kommerzialisiert werden“, so der Ministerpräsident. „Auf dieser Basis können weitere Fördermittel und privates Kapital eingeworben werden.“


Teilnehmer aus Sachsen

Der Freistaat ist mit der Biotechnologie-Offensive „biosaxony“ ebenso wie die Stadt Dresden mit einem Messestand präsent. Die elbion AG, Bioscora GmbH, Cenix BioScience GmbH, Curacyte AG, ABX CRO GmbH, JADO Technologies GmbH, Linde KCA und RESprotect GmbH stellen sich mit ihren Geschäftsführern und Forschungsleitern auf der BIO-Europe 2005 vor.

Über die Veranstalter

Die Biotechnology Industry Organization (BIO) mit Sitz in Washington, DC vertritt mehr als 1.000 Biotechnologie-Unternehmen sowie akademische und staatliche Einrichtungen aus 33 Ländern. Die jährliche BIO ist die führende Messe für Biotechnologie und Life Sciences der Welt.
Die E.B.D. Group, Inc. mit Sitz in Carlsbad, Kalifornien, und München berät Life Science Firmen bei deren internationalen Geschäftsentwicklungen und klinischen Produktentwicklungen. Gemeinsam mit ihren Partnern BIO, BioCentury und BioSquare SAS richtet die E.B.D. Group Konferenzen für die globale Life Science Branche aus.
biosaxony – Offensive für eine starke Biotech-Branche

Die Biotech-Offensive biosaxony – im Sommer 2000 von der Sächsischen Staatsregierung mit über 200 Mio. Euro ausgestattet – fördert die nachhaltige Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Biotechnologie in den Zentren Dresden und Leipzig. 54 Kernunternehmen, 6 Pharma- und 100 weitere Branchen-Unternehmen erwirtschaften pro Jahr einen Umsatz von circa 500 Mio. Euro. Seit 2000 wurden über 350 Mio. Euro weitere Förder- und Investitionsmittel von EU, Bund, Forschungsgemeinschaften und Unternehmen für die sächsische Biotechnologie- und Pharmabranche mobilisiert.

Weitere Informationen:

biosaxony
Dr. Ann De Beuckelaer
Tel.: +49 (0)179.2023766
debeuckelaer@biosaxony.com

www.biosaxony.com
www.ebdgroup.com/bioeurope

biosaxony e.V.

Die Biotech-Offensive biosaxony – im Sommer 2000 von der Sächsischen Staatsregierung mit über 200 Mio. Euro ausgestattet – fördert die nachhaltige Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Biotechnologie im Freistaat Sachsen. Die Mittel flossen in den Ausbau der Infrastruktur, in zwölf neue Professuren an den Universitäten Dresden und Leipzig und in anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte. 54 Kernunternehmen, 6 Pharmafirmen und ca. 100 weitere Branchen-Unternehmen sind in Sachsen zu Hause. Der Fokus der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und -institute liegt auf den medizinischen Anwendungen der Biotechnologie: der Regenerativen Medizin und dem Molekularen Bioengineering. Biosaxony ist eine der Top-10-Regionen in Deutschland und die einzige Bioregion in Deutschland die seit 2000 kontinuierlich wächst. Die knapp 6.000 Mitarbeiter der Life-Sciences-Industrie in Sachsen setzen pro Jahr über 540 Mio. Euro um.

Weitere Informationen: www.biosaxony.com

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