Dresdner Bioinformatik bekommt namhafte Unterstützung

(PresseBox) (Dresden, ) Die Forschungsabteilung für Bioinformatik am Biotechnologischen Zentrum (Biotec) der TU Dresden bekommt Zuwachs: Die Klaus Tschira Stiftung, Heidelberg, fördert den Aufbau von zwei neuen Forschungsgruppen im Bereich Molekulare Bioinformatik. In einem Zeitraum von vier Jahren stellt die Stiftung hierfür insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gruppe von Dr. Maria Teresa Pisabarro hat bereits mit ihrer Arbeit begonnen, für die zweite Gruppenleiterstelle läuft das Berufungsverfahren.

Prof. Dr. Michael Schroeder, Inhaber der Professur für Bioinformatik an der TU Dresden, freut sich: "Dank der großzügigen Hilfe der Klaus Tschira Stiftung können wir jetzt in Dresden unsere internationale Leitungsfähigkeit weiter ausbauen." Maria Teresa Pisabarro ist mit ihrer Arbeitsgruppe besonders an der Funktion von Proteinen interessiert. Die Aufklärung der Struktur und des Zusammenspiels von Proteinen in der Zelle liefert wichtige Erkenntnisse für die Pharmaforschung, für molekulare Therapien und die industrielle Nutzung von Proteinen. Hierfür sind Kenntnisse der Strukturbiologie, der Bioinformatik und der experimentellen Biologie notwendig. Daher baut die spanische Molekularbiologin und Bioinformatikerin ein international zusammengesetztes Team von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen auf.

Die Aufbauarbeit im Biotechnologischen Zentrum wird für sechs Monate von Prof. Dr. Gene Myers unterstützt, der an der University of California in Berkeley den Lehrstuhl für Informatik und Molekularbiologie innehat. Gene Myers trug entscheidend zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts bei und ist einer der führenden Köpfe des Human-Genom-Projektes. Bis 2002 war er Vizepräsident für Informatik der Firma Celera Genomics. 2004 erhielt er den Max-Planck-Forschungspreis. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mit internationalen Spitzenkräften die Forschung im Biotechnologischen Zentrum zu stärken", sagt Dr. h.c. Klaus Tschira. "Die Zusammenarbeit der beiden Max-Planck-Institute für Physik komplexer Systeme und für Molekulare Zellbiologie und Genetik mit der TU Dresden wird durch die Stärkung der Bioinformatik sinnvoll abgerundet."

Der Rektor der TUD Prof. Hermann Kokenge sieht mit dem weiteren Ausbau der Bioinformatik den erfolgreichen Weg, den das Biotec seit seiner Gründung eingeschlagen hat, einmal mehr bestätigt: "Das Biotec der TU Dresden ist von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der Biotechnologie-Offensive des Landes Sachsen in Dresden. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU Dresden hat das Biotec ein herausragendes Potenzial für Spitzenleistungen in Forschung und Lehre im Bereich des Molecular Bioengineering, vor allem auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der privaten Wirtschaft im BioInnovationszentrum."

Biotechnologisches Zentrum der Technischen Universität Dresden (TU-Dresden BIOTEC)

Das Biotechnologische Zentrum der Technischen Universität Dresden hat die Aufgabe übernommen, eine molekulare Bioingenieurswissenschaft in Forschung und Lehre zu etablieren. In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit von Molekular- und Zellbiologie, Medizin, Physik, Chemie und nicht zuletzt der Bioinformatik sollen neue wissenschaftliche Impulse mit maximaler Effizienz zu medizinisch-biotechnologischen Anwendungen umgesetzt werden. Angesiedelt ist das Zentrum im BioInnovationsZentrum Dresden – in Kooperation mit den ebenfalls hier ansässigen Unternehmen engagieren sich die Wissenschaftler für die rasche praktische Anwendung ihrer Forschungsergebnisse.

Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Heidelberg

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert vor allem Forschungsvorhaben der angewandten Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik. Bei allen Aktivitäten ist die KTS darauf bedacht, das Verständnis der Öffentlichkeit für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik zu fördern. Sitz der Stiftung ist die Villa Bosch, der ehemalige Wohnsitz des Chemie-Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).

biosaxony e.V.

Die Biotech-Offensive biosaxony – im Sommer 2000 von der Sächsischen Staatsregierung mit über 200 Mio. Euro ausgestattet – fördert die nachhaltige Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Biotechnologie im Freistaat Sachsen. Die Mittel flossen in den Ausbau der Infrastruktur, in zwölf neue Professuren an den Universitäten Dresden und Leipzig und in anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte. 54 Kernunternehmen, 6 Pharmafirmen und ca. 100 weitere Branchen-Unternehmen sind in Sachsen zu Hause. Der Fokus der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und -institute liegt auf den medizinischen Anwendungen der Biotechnologie: der Regenerativen Medizin und dem Molekularen Bioengineering. Biosaxony ist eine der Top-10-Regionen in Deutschland und die einzige Bioregion in Deutschland die seit 2000 kontinuierlich wächst. Die knapp 6.000 Mitarbeiter der Life-Sciences-Industrie in Sachsen setzen pro Jahr über 540 Mio. Euro um.

Weitere Informationen: www.biosaxony.com

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