Hautkrebs-Prävention und körperverträglichere Implantate

Über 120 Gesundheitsforscher und Firmen beim bodenseeweiten Forum "7. Wissenschaft-trifft-Wirtschaft"

(PresseBox) (Konstanz, ) In der Bodenseeregion tüfteln tagtäglich Hochschulforscher und Unternehmen an neuen Technologien zur Verbesserung unserer Gesundheit und Umwelt. Mehr als 120 Akteure aus Deutschland, Schweiz und Österreich tauschten neueste Erkenntnisse beim Expertenforum '7. Wissenschaft-trifft-Wirtschaft' aus, zu dem der bodenseeweite Verbund für Lebenswissenschaften BioLAGO e.V. an die Universität Konstanz geladen hatte. Vorgestellt wurden unter anderem neue Verfahren zur Messung der für Lunge und Herz-Kreislauf gefährlichen Feinstaubpartikel sowie aktuelle Erkenntnisse zur Prävention von Hautalterung und Hautkrebs durch UV-Strahlen.

Der internationale Bodensee ist reich an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die auf den Feldern der Pharmazeutik, Medizin(technik), Diagnostik oder Umwelttechnologie hochinnovative und erfolgreiche Arbeit leisten. Um den gegenseitigen Austausch zu fördern, lud der bodenseeweite Zusammenschluss für moderne Biowissenschaften BioLAGO auch in diesem Jahr zur Kooperationsbörse "Wissenschaft-trifft- Wirtschaft" an die Universität Konstanz ein. So stellte Universitätsforscherin Suzanne Kadereit eine potentielle Methode vor wie mithilfe Stammzellen gesundheitliche Auswirkungen einer chronischen Belastung mit Nanopartikeln erfasst werden können. Nanopartikel sind unter 100 Nanometer groß und werden tonnenweise zum Beispiel in Lebensmitteln, Textilien, Kosmetika oder Baumaterialien verwendet, sind aber auch in Feinstaub in der Luft vorkommend durch Abgase. Dabei wird eine Feinstaubpartikelbelastung mit erhöhtem Risiko für Lungen und Herz-Kreislauf-Probleme verbunden.

Dr. Arie Bruinink von der Forschungsanstalt EMPA in St. Gallen gab Einblicke in neue Verfahren wie Oberflächen von beispielsweise Zahn- oder Hüftgelenkimplantaten so präpariert werden können, dass diese nach der Implantation schneller sowie dauerhaft im Knochen integriert werden und dabei höchst körperverträglich sind. Daniel Gebhard von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wiederum präsentierte seine Ergebnisse zum Einfluss spezieller Erbgutveränderungen auf Hautalterung sowie die Entstehung von Hautkrebs, die seit geraumer Zeit mit UV-Strahlen in Verbindung gebracht werden. Der Jungforscher nimmt drei verschiedene Hautzelltypen unter die Lupe und untersucht deren Reparaturmechanismen, um daraus präventive Prozesse gegen Hautkrebsentstehung abzuleiten. In einer abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema "Erfolgreich ausgründen" informierten Vertreter erfolgreicher, regionaler Biotechnologie-Firmen wie GATC Biotech, Trenzyme oder MCAT, die aus dem universitären Umfeld hervorgingen, den wissenschaftlichen Nachwuchs worauf es bei der Unternehmensgründung wirklich ankommt.

BioLAGO e.V. - life science network

Lebenswissenschaften und Biotechnologie bieten wertsteigernde Verfahren für unsere Gesundheit und Umwelt und sind zunehmend für die Wirtschaftsentwicklung in Europa von Bedeutung. Ihre Verfahren finden sich in vielen Bereichen wie Ernährung, Medizin oder Umweltschutz. Waschmittel werden genauso mit Hilfe biotechnologischer Methoden hergestellt wie Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe oder Antibiotika. Die internationale Bodenseeregion verfügt ein facettenreiches Life-Science-Umfeld mit Forschungsinstitutionen und Unternehmen, die sich zum Verein BioLAGO zusammengeschlossen haben. Mit derzeit über 80 Mitgliedsorganisationen vereint das länderübergreifende Netzwerk rund 6.300 hochqualifizierte Arbeitsplätze, darunter etwa 500 Wissenschaftler in forschungs- und entwicklungsorientierten Hochschulen sowie Instituten. BioLAGO bringt Forscher und Unternehmer zusammen und treibt die Umsetzung innovativer Ideen in marktfähige Produkte voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Hierzu dient unter anderem "Wissenschaft-trifft-Wirtschaft" an der Universität Konstanz.

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