Augen-Chip für Blinde und Diabetes-Therapie mit Licht

Gesundheitsforschung und -industrie am Bodensee trifft sich bei "7. Wissenschaft-trifft-Wirtschaft"

(PresseBox) (Konstanz, ) Ein Netzhaut-Implantat, das Blinden wieder Sehkraft verleiht, schonende Wirbelsäulen-Implantate dank neuer Biomaterialien und Insulinproduktion durch optische Reize. Diese und andere spannende Innovationen stehen im Zentrum von 'Wissenschaft-trifft-Wirtschaft' an der Uni Konstanz. Auf Einladung des Verbunds BioLAGO e.V. werden beim größten Begegnungsforum für die Lebenswissenschaften in der multinationalen Bodenseeregion Forscher und Firmen aus Deutschland und der Schweiz einen Tag lang ihre aktuellen Projekte sowie Produkte präsentieren. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Erfolgreich ausgründen" soll der Unternehmergeist junger Forscher geweckt werden.

Als zentrale Kooperationsbörse richtet sich der bodenseeweite Branchentreff an Forschungsinstitutionen und Firmen im Bereich Pharma, Medizin(technik), Diagnostik, Chemische Industrie und Umwelttechnologie. Ihre Entwicklungen vorstellen wird unter anderem die Orthobion GmbH. Die Konstanzer Firma erforscht und produziert Materialien, die für Implantate zur Behandlung der erkrankten Wirbelsäule verwendet werden und dabei höchst körperverträglich sind. Zu Gast sind ebenfalls herausragende überregionale Forscher, die erstaunliche Innovationen zur Verbesserung der Gesundheit präsentieren und sich mit der Branche am Bodensee austauschen. Dr. Katarina Stingl von der Universität Tübingen sowie Dr. Walter Wrobel von der Retina Implant AG stellen ein mikroelektronisches Netzhaut-Implantat vor, das abgestorbene Sehzellen ersetzt und mit dem Blinde nachweislich wieder erste Seheindrücke wahrnehmen können.

Punktgenaue Befruchtung durch revolutionäre "synthetische Biologie"

Weiterer Höhepunkt des Austauschsforums ist ein Vortrag von Martin Fussenegger. Der Bioingenieur mit Doppelprofessur an der ETH Zürich und Uni Basel arbeitet daran, Erbinformation zu verändern und Eiweiße im Körper mittels blauer Lichtwellen anzuregen, dass bei Diabetes-Patienten der Stoffwechsel reguliert wird und so der Blutzuckerspiegel wieder ins Lot kommt. Der Forscher hat zudem ein intelligentes System entwickelt, das über einen genetischen Schaltkreis die Konzentration des Eisprung-Hormons bei Kühen messen kann und Bullenspermien zur richtigen Zeit freisetzt - statt wie bisher auf Verdacht zu besamen.

Unternehmensgründer mobilisieren, Arbeitsplätze schaffen

Ein Hauptaugemerk der Veranstaltung liegt darauf, Hochschulforscher mit guten Ideen zur Unternehmensgründung zu motivieren. Vertreter erfolgreicher, regionaler Firmen, die aus dem universitären Umfeld hervorgingen, geben bei einer Podiumsdiskussion Tipps und Ratschläge. "Ausgründungen sind für den High-Tech-Standort Bodensee wichtig, um neue Arbeitsplätze zu schaffen", so BioLAGO-Geschäftsführer Andreas Baur. Programm und Anmeldung: www.biolago.org

BioLAGO e.V. - life science network

Lebenswissenschaften und Biotechnologie bieten wertsteigernde Verfahren für unsere Gesundheit und Umwelt und sind zunehmend für die Wirtschaftsentwicklung in Europa von Bedeutung. Ihre Verfahren finden sich in vielen Bereichen wie Ernährung, Medizin oder Umweltschutz. Waschmittel werden genauso mit Hilfe biotechnologischer Methoden hergestellt wie Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe oder Antibiotika. Die internationale Bodenseeregion verfügt ein facettenreiches Life-Science-Umfeld mit Forschungsinstitutionen und Unternehmen, die sich zum Verein BioLAGO zusammengeschlossen haben. Mit derzeit über 80 Mitgliedsorganisationen vereint das länderübergreifende Netzwerk rund 6.300 hochqualifizierte Arbeitsplätze, darunter etwa 500 Wissenschaftler in forschungs- und entwicklungsorientierten Hochschulen sowie Instituten. BioLAGO bringt Forscher und Unternehmer zusammen und treibt die Umsetzung innovativer Ideen in marktfähige Produkte voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Hierzu dient unter anderem "Wissenschaft-trifft-Wirtschaft" an der Universität Konstanz.

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