Reibungslos gewonnen - Kindergarten aus dem unterfränkischen Rauhenebrach siegt beim bayernweiten Wettbewerb "Es funktioniert?!" - Kinder in der Welt der Technik

(PresseBox) (München / Stockdorf, ) Die besten und jüngsten Nachwuchsforscher kommen aus dem unterfränkischen Rauhenebrach (Landkreis Haßberge). Die Mädchen und Jungen des Caritas-Kindergartens St. Sebastian haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema "Reibungswiderstand" ausführlich beschäftigt. Sie haben unter anderem den Physikunterricht einer Oberstufenklasse besucht und im Winter die Reibung von Schlitten, Kisten und Plastiktüten auf Schnee getestet. Auch eine "Reibungswiderstand-Maschine" - dahinter verbirgt sich ein Holzbrett mit unterschiedlichen Beschichtungen - haben die Kinder angefertigt. Im BauindustrieZentrum in Stockdorf bei München nahmen die kleinen Forscher sowie ihre Erzieherinnen am Freitag beim Festakt ihren Preis entgegen: Jedes Kind erhielt eine Urkunde, die Einrichtung St. Sebastian wurde mit einem Gutschein des Kindergartenausstatters Wehrfritz über 700 Euro belohnt. Die Jury, bestehend aus sieben Bildungsexperten, hatten vor allem der stringente Projektverlauf sowie eine überdurchschnittlich gute Dokumentation des Beitrags überzeugt.

Initiiert wurde der bayernweite Kindergartenwettbewerb "Es funktioniert?!" - Kinder in der Welt der Technik bereits zum vierten Mal vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw). Rund 50 Kindergärten aus allen Regierungsbezirken waren mit spannenden Projekten angetreten und bewiesen Forscherdrang und Erfindergeist. Von September bis Mai hatten sie Zeit, ihre Ideen aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaften umzusetzen. Wichtigstes Kriterium für die Jury: Die Kinder sollten als Akteure und Forscher im Mittelpunkt stehen und gemeinsam technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge aus ihrem Alltag untersuchen. Besonders gut abgeschnitten hat auch der Kindergarten St. Peter und Paul aus Loiching (Landkreis Dingolfing-Landau). Die Nachwuchs-Erfinder haben eine "Isarbrücke" gebaut und dabei den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Materialen ausprobiert. Ihre Forschungsergebnisse verhalfen zum 2. Platz. Der Kindergarten Wilde Wiese aus Fischbachau (Landkreis Miesbach) holte mit dem Beitrag "Feuer und Flamme" Bronze.

Die Initiatoren waren von den ebenso fantasie- wie anspruchsvollen Beiträgen der Kindergärten begeistert. "Es ist beeindruckend, was Neugier und Forscherdrang der Kleinen in diesem Jahr wieder bewirkt haben ", sagte Michael Mötter, stellvertretender Geschäftsführer des bbw. "Es zeigt uns, dass Kinder von Anfang an ein natürliches Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen ihrer Lebenswelt mitbringen. Und wenn das rechzeitig gefördert wird, gehen die Kinder auch später in der Schule mit viel besseren Voraussetzungen an Fächer wie Physik, Chemie oder auch Mathematik heran." Schon jetzt steht für das bbw fest: Auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Kindergartenwettbewerb geben.

Dass eine frühe Förderung von Kindern im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich auch von wirtschaftlicher Bedeutung ist, darauf verwies bei der Preisverleihung Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Verbände der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie BayME und VBM:

"Die von uns in Auftrag gegebene Studie 'Arbeitslandschaft 2030' prognostiziert, dass im Jahr 2015 allein in Bayern 700.000 Arbeitskräfte fehlen werden. Vor allem Arbeitsplätze für Fachkräfte und Akademiker können dann nicht besetzt werden. Und nur, wenn wir bei den Kleinsten beginnen, Interesse und Verständnis für Technik und Naturwissenschaft zu fördern, werden wir in Zukunft die Ingenieure und Entwickler haben, die wir in Bayern für den wirtschaftlichen Erfolg brauchen, besonders in der Metall- und Elektroindustrie." Die Verbände der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie BayME und VBM fördern den Kindergartenwettbewerb und die übergeordnete Bildungsinitiative "Technik - Zukunft in Bayern?!" als Hauptsponsoren.

Vier weitere Kindergärten schafften es zwar nicht aufs Siegertreppchen, wurden aber in der Kategorie "Bemerkenswerte Projekte" ausgezeichnet und durften sich über Baumarkt-Gutscheine freuen. So auch zum Beispiel die Mädchen und Jungen des Kindergartens Am Kochkeller im oberpfälzischen Amberg, die die Luft mit allen Sinnen erforscht und erfahren haben. Mit dem Thema Strom haben sich die Mädchen und Jungen des Gemeindekindergartens in Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau) beschäftigt. Der Altöttinger Kindergarten Konrad von Parzham hat mit einem Sonnensegel, die Kindertagesstätte Kinderzeit in Weismain (Landkreis Lichtenfels) mit Wasserkraft erfolgreich experimentiert.

In der Jury der Kindergartenwettbewerbs saßen Dr. Irmgard Burtscher (Autorin und Referentin in der Elementarpädagogik), Dr. Jürgen Hollatz (Leiter Ausbildung Nordbayern, Siemens AG), Marianne Krug (Mit-Herausgeberin der Zeitschrift KiTa-aktuell BY), Gerd Niedermayer (Redaktion Bildung, Bayerisches Fernsehen), Thomas Schmitt (Projektleiter Frühe Bildung, Deutsche Telekom Stiftung), Melanie Tropp (Bildungsreferentin, BayME/VBM) und Dr. Melanie Wolters (Expertin Strategie/Neu- und Weiterentwicklung/Arbeitsmarkt, Bundesagentur für Arbeit).

Das bbw hat es sich zur Aufgabe gemacht mit Projekte wie dem Kindergartenwettbewerb junge Menschen auf altersgerechte Weise an technische Fragestellungen heranzuführen.

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