Große Mehrheit für Satzungsänderung

rbv-Mitgliederversammlung in Würzburg

(PresseBox) (Köln, ) Die Jahrestagung des Rohrleitungsbauverband e.V. (rbv) fand in diesem Jahr in Würzburg statt. Wichtigster Baustein des Tagungsprogramms war die Mitgliederversammlung am 23. April. Neben dem Bericht der Geschäftsführung, den Berichten über die Arbeit im Technischen Ausschuss und des BFA/rbv-Ausschusses für Ausbildungsfragen standen die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, die Wahl von Präsident und Vizepräsidenten sowie die Abstimmung über eine Satzungsänderung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese brachte ein eindeutiges Ergebnis: Mit überwältigender Mehrheit machten die Mitglieder den Weg frei für die Zukunft des Rohrleitungsbauverbandes. Mit einer neuen Fassung, die neben der Zertifizierung nach GW 301 weitere Qualitätszeichen als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im rbv zulässt, wurde eine noch breitere Basis für die Arbeit an der "Gesamtaufgabe Leitungsbau" geschaffen.

"Sie haben die Schranken eingerissen, die uns im Gas- und Wasserfach eingeengt haben", lautete eine der spontanen Äußerungen von rbv-Präsident Dipl.-Ing. Klaus Küsel bei der Verkündung des Wahlergebnisses. Ein Weg, der nach Meinung Küsels ohne Alternative ist, sollen die Unternehmen des Leitungsbaus nicht ihrer Zukunft beraubt werden. "Deswegen stelle das eindeutige Wahlergebnis für ihn eine Einladung an die Leitungsbauer dar, an der gemeinsamen Zukunft mitzuarbeiten", so eine weitere Botschaft des rbv-Präsidenten. Gleichzeitig appellierte er an alle Verbände der Branche, noch näher zusammenzurücken, um dem Leitungsbau in Deutschland eine Stimme zu geben. Bereits in seiner Begrüßungsrede hatte Küsel auf den Strukturwandel in der Bauwirtschaft hingewiesen. Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - so die klare Aussage. Was darunter zu verstehen ist machte Küsel ebenso deutlich: "Ein verminderter Ausbau der Gasnetze, die Verstärkung der Fernwärme, Geothermie und regenerative Energien zur Wärmegewinnung sowie sinkende Investitionen in die Stromnetze zwingen alle Beteiligten zur Neuorientierung." Hierauf hat der rbv in den vergangen Monaten reagiert und mit seiner Arbeit die Weichen für die Zukunft gestellt. Die entsprechende Zustimmung und den nötigen Rückhalt haben die Mitglieder mit ihrem eindeutigen Votum in Würzburg nun gegeben.

Hesselmann alleiniger Geschäftsführer

Nach dem Ausscheiden des bisherigen rbv-Hauptgeschäftsführers Dipl.-Ing Wilhelm Kröfges im März dieses Jahres ist das bisherige Mitglied der rbv-Geschäftsführung, Dipl.-Ing. Dieter Hesselmann, nun alleiniger Geschäftsführer des Rohrleitungsbauverbandes. Der neue Verantwortungsbereich umfasst neben dem rbv auch die angeschlossenen Gesellschaften Berufsförderungswerk des Rohrleitungsbauverbandes GmbH und figawa Service GmbH. Bei der Vorstellung der Ziele seiner zukünftigen Arbeit machte der 46jährige Dipl.-Wirtsch.-Ing. deutlich, dass er vor allem die Position des rbv als moderner und leistungsstarker Dienstleister für die Mitgliedsunternehmen weiter ausbauen möchte. Hauptaugenmerk soll zudem auf der Umsetzung der neuen Aufgaben liegen, die sich durch die geplante Satzungsänderung ergeben.

"Mit der Bündelung der Interessen und der Förderung der Nachhaltigkeit in Technik, Wirtschaft und Politik - auch auf europäischer Ebene - wollen wir in Zukunft den Mitgliedsunternehmen und allen Unternehmen des Leitungsbaus eine technische Heimat bieten und wichtigen Forderungen Nachdruck verleihen", so Hesselmann zur zukünftigen Ausrichtung des Verbandes.

Erfolgreiche Lobbyarbeit

Im Bericht der Geschäftsführung und bei den Erläuterungen zum Jahresbericht ließ Hesselmann die erfolgreiche Arbeit des Verbandes in 2009 Revue passieren. Anfang des Jahres hatte der rbv Kooperationen mit dem Rohrleitungssanierungsverband (RSV), der German Society for Trenchless Technology (GSTT), dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW), der Gütegemeinschaft Leitungstiefbau (GLT) und dem Verband Güteschutz Horizontalbohrungen e.V. (DCA) in die Wege geleitet. Ziel ist die Zusammenarbeit bei der Erarbeitung gesetzlicher Regelwerke und der Vertretung technischer Belange gegenüber Auftraggebern, Netzdienstleistern und Behörden genauso zu verbessern wie in den Bereichen

Öffentlichkeitsarbeit, technische Kommunikation sowie Fort- und Weiterbildung. Für Hesselmann ein genauso wichtiger Meilenstein der Verbandsarbeit wie das so genannte "Berliner Abkommen". Mit dem Berliner Abkommen hatte der rbv die Geschäftsführung der Leitungsbaugremien des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) übernommen. Seitdem engagiert sich der rbv neben seinen bisherigen Aufgaben verstärkt darin, über die technischen Entwicklungen auf dem Gebiet des Leitungsbaus zu unterrichten, bei der Überarbeitung des technischen Bauvertragsrechts im Leitungsbau die Interessen zu koordinieren, um Nachwuchs zu werben und den Leitungsbau in technischen Fragestellungen gegenüber Bundesbehörden, Bundesorganisationen und Monopolauftraggebern zu vertreten. "Mit dem Berliner Abkommen haben nun auch die industriellen Leitungsbauunternehmen eine flächendeckende und koordinierte Interessenvertretung und können in Zukunft mit einer Stimme sprechen", betonte Hesselmann.

Wegweiser der Branche

Darüber hinaus hob er noch einmal das Engagement des Arbeitskreis Satzung hervor, der im Juni 2009 gegründet wurde und die Änderung der rbv-Satzung vorbereitet hatte. "Wir wollen die Stimme des deutschen Leitungsbau werden" so Hesselmann. "Dazu müssen die Interessen der Mitglieder gebündelt werden, ebenso wie die Vielzahl an Zertifizierungen." Grundlage hierfür ist unter anderem der geänderte § 2 der rbv-Satzung: Der Verband hat den Zweck, Technik und Wissenschaft im Leitungsbau und bei Netzdienstleistungen der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Energieversorgung sowie der Telekommunikation zu fördern. Damit ist der rbv hervorragend aufgestellt, um dem zukünftigen Kurs in der Energiewirtschaft folgen zu können und zum Wegweiser einer Branche zu werden - hierin sind sich Präsident, Geschäftsführer und Mitglieder einig.

Nach den Berichten über die Arbeit des Technischen Ausschusses und die Arbeit des BFA/rbv-Ausschusses für Ausbildungsfragen folgten der Bericht des Rechnungsprüfers und die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung. Außerdem wurden mit Dipl.-Ing. Klaus Küsel, Dipl.-Ing. Gunter Hüttner und Dipl.-Ing. (FH) Fritz Eckard Lang Präsident und Vizepräsidenten einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und Dipl.-Ing. Günther Baumgärtner sowie Dipl.-Ing. Jürgen Seidler in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste für den Rohrleitungsbauverband zu rbv-Ehrenmitgliedern ernannt.

Die nächste Jahrestagung des rbv findet am 5. und 6. Mai 2011 in Berlin statt.

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