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Karl Casper GmbH & Co. KG: Gießerei im Zeichen der Energiewende
Die Gießerei beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und stellt hochwertige Produkte sowohl für den Werkzeugmaschinenbau als auch für den Sondermaschinen- und Kunststoffmaschinenbau her. Darüber hinaus fertigt das mittelständische Unternehmen Kunstguss und betreibt einen eigenen Modellbau. Das Schmelzen des Gusswerkstoffes erfolgt elektrisch - wodurch der Stromverbrauch sehr hoch ist. Deshalb speist das Unternehmen den vom BHKW erzeugten Strom nicht wie häufig üblich ins Versorgungsnetz ein, sondern nutzt ihn zu 100 Prozent selbst. Zudem muss für die Mitarbeiter bei jedem Schichtwechsel warmes Wasser in ausreichender Menge zum Duschen zur Verfügung stehen. Die Abwärme des BHKW wird für die Warmwassererzeugung und Gebäudeheizung genutzt.
Generell gilt: Je häufiger das BHKW in Betrieb ist, desto wirtschaftlicher arbeitet es und desto kürzer ist die Amortisationszeit. "In der Gießerei wird in drei Schichten gearbeitet, damit die Produktion rund um die Uhr ohne Unterbrechung laufen kann", erläutert Kurt Pailer. "Der immense Strom- und Warmwasserbedarf schafft deshalb ideale Voraussetzungen für das kleine Kraftwerk, welches das ganze Jahr über im Dauereinsatz ist. Aufgrund der hier gegebenen günstigen Voraussetzungen können wir so von einer sehr hohen wirtschaftlichen Auslastung des BHKW ausgehen."
Mit dem Einsatz des hocheffizienten Blockheizkraftwerks macht Karl Casper Guss einen Schritt in Richtung Energiewende. Denn derartige Geräte verfügen über einen sehr hohen Wirkungsgrad. Ausschlaggebend hierfür ist das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Damit ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einem Gerät gemeint. Speziell entwickelte Gas-Verbrennungsmotoren treiben einen Generator zur Stromerzeugung an. Die dabei entstehende Abwärme wird gleichzeitig zur Trinkwassererwärmung und zur Beheizung der Büros verwendet. Auf diese Weise wird die eingesetzte Energie doppelt genutzt und so ein Gesamtwirkungsgrad von bis zu 92 Prozent erzielt - wesentlich höher als in modernen Großkraftwerken. Die hohen Verluste von über 60 Prozent, die bei der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme entstehen, werden dadurch vermieden.
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