Bessere Regelung für Investitionen in Übertragungsnetze

BDEW fordert Änderung der Verordnung auch für Verteilnetzbetreiber

(PresseBox) (Berlin, ) "Mit der heute beschlossenen Änderung der Anreizregulierung wird ein wichtiger Fehler in der Verordnung für Investitionen in Großprojekte auf der Übertragungsnetzebene beseitigt. Leider ist die Chance vertan worden, diese Regelung auch gleich für die rund 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland einzuführen." So kommentierte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die heute im Kabinett der Bundesregierung verabschiedeten Änderungen der Anreizregulierungsverordnung.

Die Neuregelung löse das Problem der zeitnahen Refinanzierung für Investitionen auf der Übertragungsnetzebene. Bislang konnten die Netzausbaukosten in den Netzentgelten aufgrund einer Regelung in der Anreizregulierung nur mit jahrelangem Verzug abgebildet werden. "Aus Sicht der Energiewirtschaft wäre es richtig gewesen, mit der jetzigen Änderung dasselbe Problem auch auf der Verteilnetzebene zu lösen. Durch die politisch beschlossene Energiewende werden massive Investitionen in die Verteilnetze ausgelöst. Dies hängt zum Beispiel damit zusammen, dass Photovoltaik und Windkraftanlagen in erster Linie an den Verteilnetzen angeschlossen werden", betonte Hildegard Müller.

Der BDEW hatte die Politik in diesem Jahr wiederholt auf diesen Fehler in der Anreizregulierungsverordnung aufmerksam gemacht, den Investitionsbedarf aufgezeigt und einen Vorschlag für ein Genehmigungsverfahren zur Lösung des Problems vorgeschlagen. Müller: "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Energiewirtschaft erwartet, dass bei der großen Reform der Anreizregulierung im nächsten Jahr das Problem des Zeitverzugs auf der Verteilnetzebene endlich gelöst wird."

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