BDEW zur Novelle der Energieeinsparverordnung

Doppelbelastung führt zu Mehrkosten für Bauherren

(PresseBox) (Berlin, ) Verknüpfung mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz fehlt / Biogas und elektrische Warmwasserbereitung wurden berücksichtigt Berlin, 18. März 2009 - "Um die auch von uns unterstützte Energieeffizienz neuer oder sanierter Gebäude zu regeln, hätte die Novelle der Energieeinsparverordnung vollkommen ausgereicht. Neben der neuen EnEV muss sich ein Bauherr auch noch nach dem bestehenden Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz richten. In der Summe führt dies zu einer unnötigen Doppelbelastung und damit zu zusätzlichen Kosten für Bauherren."

Das erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur Novelle der Energiegieeinsparverordnung (EnEV), die heute im Kabinett der Bundesregierung verabschiedet wurde. Mit der Novelle muss die Energieeffizienz neuer oder sanierter Gebäude um durchschnittlich 30 Prozent gesteigert werden.

Grund für die Kritik des BDEW ist, dass die Inhalte des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) besser in der EnEV hätten geregelt werden können. Während die EnEV im Wesentlichen marktoffen Vorgaben zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Minderung von CO2
-Emissionen bei Gebäuden mache, gebe das EEWärmeG bestimmte Technologiearten vor. Dessen ungeachtet steht der BDEW nach wie vor zur im EEWärmeG getroffenen Regelung, nach der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Fernwärme als Ersatz für erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung gelten.

Positiv bewertete der BDEW, dass nun doch neue Energieträger wie Biogas sowie entsprechende Heizungstechnologien in der EnEV-Novelle berücksichtigt wurden. "Denn in Kombination mit Gaswärmepumpen, Mikrogasturbinen oder Brennstoffzellen kann mit Biogas die Energieeffizienz bei Gebäuden signifikant verbessert und die CO2-Emissionen drastisch gesenkt werden", betonte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Wichtig sei auch, dass die elektrische Warmwasserbereitung weiter möglich ist. "Brennwertkessel in Kombination mit dezentraler elektrischer Warmwasserbereitung sind im Wohnungsbau weit verbreitet", so Müller. Die ursprünglich beabsichtigten Planungen hätten dieses System in Verbindung mit dem EEWärmeG sonst unwirtschaftlich gemacht.

BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1.800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und 60 Prozent der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

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