60 Jahre Bundesrepublik - 60 Jahre Energie- und Wasserwirtschaft Teil III

Strom- und Gasversorger wichtige Investoren / Allein bis 2010 rund 26 Milliarden Euro für neue Anlagen vorgesehen

(PresseBox) (Berlin, ) Die Unternehmen der Strom- und Gaswirtschaft gehören seit der Gründung der Bundesrepublik zu den größten Investoren in der deutschen Wirtschaft. Allein seit dem Jahr 2000 haben sie rund 57 Milliarden (Mrd.) Euro für neue Kraftwerke, Netze und Serviceeinrichtungen ausgegeben. Das meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Für 2009 und 2010 seien Investitionen in Höhe von nahezu 26 Mrd.

Euro vorgesehen. "Damit diese Mittel wie geplant investiert werden können, sind allerdings verlässliche und langfristig gültige Investitionsbedingungen notwendig", hob Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, hervor. "Dann kann die Energiewirtschaft ohne staatliche Hilfen einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung der Konjunktur in Deutschland leisten."

Das Investitionsverhalten der Unternehmen aus der Strom- und Gaswirtschaft zeigt deutliche Intervalle. Nach der Aufbauphase in den fünfziger Jahren erlebte die Stromwirtschaft ihren ersten Investitionshöhepunkt Mitte der sechziger Jahre. Damals wurde das Leitungsnetz intensiv ausgebaut. Im zweiten Zyklus in den siebziger Jahren stand sowohl der Ausbau des Leitungsnetzes wie auch des Kraftwerksparks im Mittelpunkt. Die Investitionstätigkeit in den achtziger Jahren war unter anderem vom Bau von Rauchgasentschwefelungsanlagen, die neunziger Jahre schließlich von der Modernisierung der ostdeutschen Energiewirtschaft geprägt.

Die Gaswirtschaft erlebte nach den Aufbaujahren in den sechziger und siebziger Jahren ihren ersten Investitionshöhepunkt Anfang der neunziger Jahre mit dem Um- und Ausbau der Erdgasversorgung in den fünf neuen Bundesländern.

Seit 2005 haben die Investitionen der Energieversorger wieder deutlich zugenommen. Schon im vergangenen Jahr hatten sie den bisherigen Höchststand von 1995 erreicht. "Der neue Investitionszyklus wird stärker und länger sein als die bisherigen Zyklen", erklärte Müller. So sollen unter anderem große Investitionen in den Ausbau der Netze vorgenommen werden, um die erneuerbaren Energien in die bestehende Versorgungsstruktur zu integrieren. Auch große Teile des bestehenden Kraftwerksparks müssten erneuert werden, weil sie ihre wirtschaftliche Lebensdauer erreicht hätten.

Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung wies darauf hin, dass Investitionen in der Energiewirtschaft eine Lebensdauer von teilweise 30 bis 40 Jahren haben und deshalb auf langfristig gültige energiepolitische Vorgaben angewiesen seien. Dieses sei die Basis für eine auch in der Zukunft sichere Versorgung mit Strom und Gas.

BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V

Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin, vertritt rund 1.800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und 60 Prozent der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

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