Quartalsergebnis übertrifft Erwartungen

BayWa steuert auf sehr gutes Jahresergebnis zu

(PresseBox) (München, ) Ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis meldet die BayWa AG zum dritten Quartal. Der Umsatz stieg nach neun Monaten auf über 5,8 Mrd. Euro an (Vorjahr: 5,6 Mrd. Euro), und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 20 Prozent auf 86 Mio. Euro (Vorjahr: 71,4 Mio. Euro). Allein im dritten Quartal konnte das EBIT um 55,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen. "Mit den ersten neun Monaten sind wir ausgesprochen zufrieden. Angesichts guter Liquiditätslage bei den Landwirten und allgemein positiver Konjunkturstimmung gehe ich davon aus, dass die BayWa am Ende des Jahres bei Umsatz und Ergebnis deutlich über Vorjahr liegen wird", zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, bei Vorlage der neuesten Geschäftszahlen zuversichtlich.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielte das Segment Agrar den größten Ergebniszuwachs. Dies ist vor allem auf die Erholung im Düngergeschäft zurückzuführen. Außerdem konnten deutlich mehr Aufträge für landwirtschaftliche Maschinen als im Vorjahr akquiriert werden. Da die Erzeugerpreise - insbesondere bei Getreide - seit Mitte dieses Jahres steigen, ist von einer wachsenden Investitionsbereitschaft der Landwirte auszugehen. "Damit hat das Segment Agrar eine gute Grundlage, um Ergebnis und Umsatz bis zum Jahresende weiter zu steigern", erläuterte Lutz.

Sehr positiv entwickelte sich das Segment Energie, in das die BayWa r.e mit ihrem Bereich der regenerativen Energien integriert ist. Die Beteiligungen der BayWa r.e waren bei ihrer Akquisitionstätigkeit sehr erfolgreich - und das nicht nur in Deutschland. So nahm die Aufwind Neue Energien GmbH über ihre spanische Tochter Ende September die größte Photovoltaik-Aufdachanlage Spaniens im Hafen von Barcelona in Betrieb. 65 Prozent des Ergebnisses im Segment Energie entfielen zum 30. September auf den Bereich der regenerativen Energien. "Zum Jahresende werden wir das EBIT für dieses Geschäftsfeld auf 20 Mio. Euro steigern können. Der Erfolg dieses Geschäftsfelds bestätigt die Entscheidung, den Bereich der erneuerbaren Energien auszubauen, und erweist sich als richtungweisend für die BayWa", ist Klaus Josef Lutz überzeugt und kündigte weitere Akquisitionen von Unternehmen in diesem bzw. im nächsten Jahr an.

Das Segment Bau zog mit der mittlerweile auch in der Baubranche angekommenen Konjunkturerholung mit. Hier seien aber zusätzliche Anstrengungen nötig, um die Profitabilität weiter zu steigern.

Deutliche Ergebnissteigerung im Segment Agrar

Der Gesamtumsatz des Segments Agrar lag zum 30. September bei rund 2,6 Mrd. Euro und damit 0,4 Prozent über der Vergleichsperiode (Vorjahr: 2,5 Mrd. Euro). Das EBIT konnte deutlich um 38,6 Prozent auf 44,5 Mio. Euro zulegen (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro).

Diese signifikante EBIT-Steigerung ist vor allem auf höhere Absatzmengen bei den Betriebsmitteln und seit dem Frühjahr steigende Düngerpreise zurückzuführen. Außerdem war das dritte Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht durch Düngerwertberichtigungen belastet.

Der Agrarhandel - also der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln - erzielte nach neun Monaten einen Umsatz von 1,94 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,93 Mrd. Euro). Das EBIT stieg auf 36,4 Mio. Euro (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro). Von den steigenden Getreidepreisen seit Juli 2010 profitierte die BayWa im Ergebnis zwar weniger, da diese Entwicklung im Laufe der Ernte einsetzte. Dieser Preisanstieg führte, verstärkt durch die nasse Witterung, jedoch zu einer erhöhten Abgabebereitschaft bei den Landwirten.

Von hohen Erzeugerpreisen und stabiler Liquidität ihrer Kunden profitierte die Sparte Technik: Auch wenn das EBIT von 8,1 Mio. Euro zum 30. September noch um rund 22 Prozent zurückliegt (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro), sind jedoch die Auftragseingänge im gleichen Zeitraum um knapp 25 Prozent angestiegen. Außerdem entwickelten sich auch die Serviceleistungen positiv. Deshalb geht die BayWa davon aus, dass die Sparte Technik das letztjährige Gesamtergebnis übertreffen dürfte. "Mit steigenden Auftragsvolumina für Traktoren ist die BayWa eindeutig gegen den gesamteuropäischen Trend unterwegs. Das führe ich auf die hohe Servicekompetenz und entsprechende Kundenzufriedenheit in unseren Regionen zurück", freute sich Klaus Josef Lutz.

Segment Bau profitiert von allgemeiner Markterholung

Das Segment Bau erreichte zum 30. September einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro). Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16,4 auf 16,7 Mio. Euro. Auf den Baustoffhandel entfielen davon 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro) und auf die Bau & Gartenmärkte 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro).

Die Sparte Baustoffe profitierte zwar von der allgemeinen Konjunkturerholung, diese verlief im Baugewerbe jedoch langsamer als in anderen Branchen. Im Vergleich zum Vorjahr besteht aber noch Aufholbedarf für die Sparte. Da dieses auf witterungsbedingte und projektbezogene Verzögerungen zurückzuführen ist, geht die BayWa davon aus, dass der Rückstand durch Verschiebeeffekte bis zum Jahresende aufgeholt wird.

Das Ergebnis der Sparte Bau & Gartenmarkt lag erfreulicherweise um 18 Prozent über Vorjahr, trotz des nassen und kühlen Frühlings. Durch die Eröffnung neuer und dem Umbau bestehender Märkte konnten die noch niedrigen Umsatz- und Ergebniszahlen des ersten Halbjahres überkompensiert werden. Die BayWa wird auch weiterhin ihr Fachmarktkonzept in dieser Sparte durch Umbauten bestehender Märkte sowie durch den Neubau von zusätzlichen Bau & Gartenmärkten an geeigneten Standorten wie in Aschaffenburg, Aalen und Hanau umsetzen.

Konventioneller Energiebereich steigt an - Geschäft mit regenerativen Energien wächst weiter

Der Umsatz des Segments Energie erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 1,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,4 Mrd. Euro). Das EBIT weist mit 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro) ein deutliches Wachstum auf. Das Ergebnis mit konventionellen Energien (Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen) wuchs allein im dritten Quartal um 3,3 Mio. Euro auf insgesamt 5,4 Mio. Euro zum 30. September an. Das ist vor allem auf die wieder angezogene Nachfrage bei Verbrauchern und Industrie zurückzuführen. Angesichts etwas unterdurchschnittlicher Befüllstände bei den privaten Heizöltanks von rund 60 Prozent und weiterhin guten Konjunkturaussichten auf Seiten der Industrie wird die Nachfrage voraussichtlich weiter zunehmen. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass das Ergebnis am Jahresende auf dem Rekordniveau von 2009 liegt.

Das Geschäftsfeld der regenerativen Energien erzielte nach neun Monaten ein EBIT von 9,8 Mio. Euro und trug damit 65 Prozent zum Gesamtergebnis des Segments bei. Dieser Bereich profitierte besonders im ersten Halbjahr von vorgezogenen Investitionen im Photovoltaikbereich. Der Bereich der regenerativen Energien bei der BayWa wächst weiter durch Unternehmenszukäufe, wie zum Beispiel die Übernahme der Schradenbiogas GmbH & Co. KG.

Sonstige Aktivitäten

Im Segment Sonstige Aktivitäten werden neben der Frisch & Frost Nahrungsmittelgesellschaft GmbH die Beteiligung an der Ybbstaler Fruit GmbH sowie einige Finanzbeteiligungen ausgewiesen. Im Rahmen der Optimierung des Beteiligungsportfolios wurde der Mehrheitsverkauf der Frisch & Frost Nahrungsmittelgesellschaft mbH im dritten Quartal realisiert. Die Endkonsolidierung wird im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erfolgen.

Der Umsatz im Segment Sonstige Aktivitäten lag nach neun Monaten bei 108,8 Mio. Euro und damit rund 228 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Der Umsatzrückgang ist auf das Desinvestment des Autohandels zum 1. Oktober 2009 zurückzuführen. Das EBIT konnte im gleichen Zeitraum um 0,4 Mio. Euro auf rund 9,5 Mio. Euro gesteigert werden. Der Ergebnisanstieg resultiert aus dem Verkauf der Beteiligung an der ANIMEDICA Group GmbH, einem Herstellungsunternehmen für veterinär-pharmazeutische Spezialerzeugnisse, an die AGRAVIS AG. Damit verfolgt der Konzern konsequent sein Ziel, sich von Randaktivitäten zu trennen und die Kernsegmente auszubauen.

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