BayWa: 1. Quartal 2010 zeigt Erholung im Agrarhandel

(PresseBox) (München, ) Der BayWa-Konzern legte heute seine Quartalszahlen für die ersten drei Monate des Jahres 2010 vor. Der Quartalsabschluss weist einen Gesamtumsatz von 1,53 Mrd. Euro (2009: 1,58 Mrd. Euro) und ein saisontypisches Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Höhe von minus 24,6 Mio. Euro (2009: minus 17,3 Mio. Euro) aus. Diese Entwicklung ist vor allem auf den deutlich gesunkenen Absatz beim Heizöl im 1. Quartal und die damit verbundene Nachfrageverschiebung auf den kommenden Herbst zurückzuführen. Das Segment Agrar schnitt dagegen besser ab als im Vorjahr, das Segment Bau blieb stabil.

"Erfreulich ist die positive Entwicklung im Agrarsegment. Die aktuelle Geschäftsentwicklung gerade in diesem Bereich lässt uns auch weiterhin sehr zuversichtlich sein, Umsatz und Ergebnis 2010 insgesamt zu steigern", erläutert der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Auch wenn das 1. Quartal grundsätzlich wegen des quartalsbedingten Geschäftsverlaufs der BayWa nur begrenzte Aussagekraft habe, stellten die erreichten Zahlen in den einzelnen Segmenten eine gute Grundlage für diese Prognose dar.

Agrarhandel erfreulich gestartet - Technik mit gutem Potenzial

Das Segment Agrar weist im 1. Quartal 2010 einen Umsatz von 737 Mio. Euro (2009: 762 Mio. Euro) und ein EGT von 2,6 Mio. Euro (2009: 1,4 Mio. Euro) aus.

Der Agrarhandel - also der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln - trägt den größten Anteil an dieser positiven Entwicklung: Aufgrund des insgesamt niedrigen Preisniveaus sanken die Umsatzerlöse zwar auf 587 Mio. Euro (2009: 602 Mio. Euro). Das EGT stieg dagegen auf 8,4 Mio. Euro (2009: 5,6 Mio. Euro). Der Grund dafür liegt im guten Nacherfassungsgeschäft bei Getreide, dem anlaufenden Exportgeschäft und steigender Düngernachfrage.

Die Sparte Technik erzielte einen Umsatz von 150 Mio. Euro (2009: 160 Mio. Euro) im 1. Quartal. Grund für diese Entwicklung ist unter anderem der kontinuierlich steigende Anteil an Serviceleistungen. Die Auftragseingänge bei Traktoren und Häckslern nahmen im 1. Quartal sogar wieder zu. "Für das Agrarsegment sehen wir daher gute Potenziale, vor allem wenn der Getreidepreis ab dem Sommer etwas stärker nach oben geht", erklärt Klaus Josef Lutz.

Bau mit stabilem Geschäft auf jahreszeitlich üblichen Niveau

Der lange und vor allem schneereiche Winter schlug sich erwartungsgemäß auf die Zahlen im Segment Bau nieder. Der Umsatz mit 286,7 Mio. Euro (2009: 270 Mio. Euro) und das EGT in Höhe von minus 27,3 Mio. Euro (2009: minus 27,4 Mio. Euro) konnten sich auf Vorjahresniveau behaupten. Das Segment ist aufgrund der stark reduzierten Baunachfrage im Auftaktquartal saisontypisch im Minus, denn die BayWa macht im 1. Quartal eines Jahres hier üblicherweise nur 12 Prozent ihres Geschäfts.

Die Sparte Baustoffe wies davon einen Umsatz von 176,2 Mio. Euro aus (2009: 169,8 Mio. Euro) und die Sparte Bau- und Gartenmärkte erzielte einen Umsatz von 110,5 Mio. Euro (2009: 100,1 Mio. Euro).

Mit Ende des Winters nahm die Nachfrage nach Baustoffen wie auch nach Bau- und Gartenmarktartikeln wieder deutlich zu. Die Rückstände der beiden Wintermonate Januar und Februar konnten größtenteils im März aufgeholt werden, so dass von einer planmäßigen Entwicklung für 2010 ausgegangen wird. "Der Umbau und die Erweiterung von Bau & Gartenmärkten nach dem Fachhandelskonzept werden zur weiteren positiven Entwicklung dieser Sparte beitragen, wenn das Konsumklima keine Beeinträchtigungen erfährt", erläutert dazu Klaus Josef Lutz.

Energie mit rückläufigen Zahlen - Nachfrageverschiebung wird erwartet

Das Segment Energie konnte erwartungsgemäß noch nicht an das Rekordjahr 2009 anknüpfen. Im Gegensatz zum Winter 2008/2009, als die Befüllstände niedrig und der Ölpreis stark gefallen waren, hatten die Kunden auch noch zum Jahresbeginn 2010 relativ hohe Befüllstände in ihren Heizöltanks, während der Ölpreis wieder anstieg. Dies führte zu einer deutlich geringeren Nachfrage beim Heizöl.

Diese Entwicklung bilden auch die Zahlen der ersten drei Monate 2010 ab: Der Umsatz stieg zwar vor allem preisbedingt auf rund 462 Mio. Euro (2009: 445,3 Mio. Euro). Das EGT sank jedoch durch die abnehmende Heizölnachfrage auf 2,2 Mio. Euro (2009: 10,5 Mio. Euro). Durch den langen und strengen Winter bedingt, liegen jetzt aber die Befüllstände der Heizöltanks wieder unter dem Durchschnittsniveau, so dass die BayWa spätestens im Herbst 2010 wieder von einer deutlich höheren Nachfrage ausgeht. Das Mineralöl- und Schmierstoffgeschäft entwickelte sich im Rahmen der leichten Konjunkturerholung positiv. Der Schmierstoffabsatz lag leicht über Vorjahresniveau und die Margenentwicklung beim Mineralölverkauf ist weiterhin stabil.

"Erfreulich ist die Entwicklung der BayWa r.e und ihrer Beteiligungen", erläutert Vorstandsvorsitzender Lutz zum Engagement der BayWa im Bereich der regenerativen Energien. Besonders die Beteiligung MHH Solartechnik GmbH habe aufgrund des aktuellen "Nachfragebooms" infolge der Reduzierung der Einspeisevergütung ab Sommer 2010 bei PV-Anlagen großen Anteil am Geschäftserfolg des 1. Quartals. "Wir liegen durch den Ansturm bei Solaranlagen ganz deutlich über unseren Planungen, so dass wir trotz der Vorzieheffekte von einer sehr guten Entwicklung im Bereich unserer BayWa r.e in diesem Jahr ausgehen. Auch hier erwarten wir wesentliche Ergebniseffekte ab dem 2. Quartal", freut sich Lutz.

Sonstige Aktivitäten mit geschäftstypischer Entwicklung

In diesem Segment verzeichnete der BayWa-Konzern im 1. Quartal einen Umsatz von 40,5 Mio. Euro (2009: 100,8 Mio. Euro). Das EGT beträgt minus 2,1 Mio. Euro (2009: minus 1,8 Mio. Euro). Der deutlich niedrigere Umsatz im 1. Quartal ist vor allem auf den Wegfall des Autohandels zurückzuführen, den die BayWa zum 1. Oktober 2009 mehrheitlich veräußert hat.

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