Ergebnisse der Funkanalyse 2009

Privatradios weiterhin vor Bayerischem Rundfunk / Digitalisierung des Fernsehens schreitet voran

(PresseBox) (München, ) ANTENNE BAYERN hat nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2009 wiederum die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radioprogrammen erzielt: 34,3 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) das Programm von ANTENNE BAYERN. Dies entspricht mehr als 3,6 Millionen Personen ab 10 Jahren. Die bayerischen Lokalradios haben 2009 eine Reichweite von 28,3 Prozent erzielt und erreichen nun an einem durchschnittlichen Werktag rund 3 Millionen Personen ab 10 Jahren in Bayern.

Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 erreichte 25,7 Prozent, Bayern 3 erzielte ein Reichweitenergebnis von 22,1 Prozent. B 5 aktuell erreichte 6,3 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren in Bayern. Bayern 2 erzielte eine Tagesreichweite von 3,8 Prozent. Bayern 4 Klassik erreichte an einem durchschnittlichen Werktag 2,4 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren in Bayern.

Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2009, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen Anbieter von TNS Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis April 2009 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 23.514 Personen ab 10 Jahren telefonisch-computergestützt (CATI) erhoben und ausgewertet. Analog zur bundesweiten Media-Analyse (ma Radio) bezieht die FAB 2009 erstmals Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren mit ein. Die Grundgesamtheit umfasst somit Deutsche und EU-Ausländer ab 10 Jahren. Ein Vergleich mit früheren Ergebnissen ist deshalb nur für die Bevölkerung ab 14 Jahren möglich.

Bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren hat ANTENNE BAYERN im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 33,3 Prozent Tagesreichweite zugelegt. Die Lokalradios erreichten mit 28,4 Prozent einen Prozentpunkt weniger als 2008. Bayern 1 konnte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent verbessern, Bayern 3 erreichte mit 22,0 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist um 2,7 Prozentpunkte auf 86,5 Prozent deutlich angestiegen. Die Radiohördauer stieg um 6 Minuten auf 234 Minuten pro Werktag bei der Bevölkerung ab 14 Jahren. Wegen der geringeren Radionutzung der Kinder liegt die Hördauer für die Bevölkerung ab 10 Jahren bei 227 Minuten. Von dieser Hördauer entfällt auf ANTENNE BAYERN mit 65 Minuten ein Marktanteil von 28,6 Prozent gefolgt von Bayern 1 mit 59 Minuten Hördauer und einem Marktanteil von 25,9 Prozent. Die Lokalradios erreichen mit einer Hördauer von 49 Minuten einen Marktanteil von 21,5 Prozent. Auf Bayern 3 entfällt mit 38 Minuten ein Marktanteil von 16,6 Prozent. Zusammengenommen erreichten die bayerischen Privatprogramme einschließlich Klassik Radio (Marktanteil 1,4 Prozent) einen Gesamtwert von 50,3 Prozent, der den Marktanteil der fünf Programme des Bayerischen Rundfunks mit insgesamt 46,8 Prozent weiterhin übertrifft.

Radio Gong 96,3 Spitzenreiter in München, Radio F Spitzenreiter in Nürnberg

Im Ballungsraum München hat Radio Gong 96,3 mit einer Reichweite von 13,5 Prozent seine Spitzenposition vor Radio Arabella behauptet, das 11,5 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren im Stereoempfangsgebiet erreicht. 95.5 CHARIVARI erzielte eine Reichweite von 10,3 Prozent im Stereoempfangsgebiet München und liegt damit vor ENERGY München mit 8,5 Prozent. Radio 2DAY 89,0 erzielte eine Reichweite von 2,1 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren im Stereoempfangsgebiet München. Das Aus- und Fortbildungsradio afk M94,5 erreichte 0,5 Prozent.

Im Ballungsraum Nürnberg hat Radio F/Radio Franken mit einer Reichweite von 13,2 Prozent seine Spitzenposition ebenfalls verteidigt. Es folgen Hitradio N1 mit 11,1 Prozent vor ENERGY Nürnberg mit 10,8 Prozent, CHARIVARI 98,6 mit 8,7 Prozent und Radio Gong 97,1 mit 8,4 Prozent Tagesreichweite. Vil RADIO NÜRNBERG erreichte 0,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren, das Aus- und Fortbildungsradio afk max 0,3 Prozent.

Radio Gong Würzburg und hitradio rt1 vorne bei Großstadtradios

An den anderen Standorten mit mehr als 100.000 Einwohnern in der Kernstadt hat sich diesmal Radio Gong Würzburg mit 28,0 Prozent als Spitzenreiter der Großstadt- Stationen positioniert vor hitradio.rt1 aus Augsburg mit 26,0 Prozent und Radio Charivari Würzburg mit 20,2 Prozent. Es folgen Radio IN in Ingolstadt mit 17,6 Prozent, Radio Charivari Regensburg mit 17,0 Prozent, gong fm in Regensburg mit 14,3 Prozent und Radio Fantasy aus Augsburg mit 13,9 Prozent. ROCK ANTENNE wird in seinem UKW-Verbreitungsgebiet im Raum Augsburg von durchschnittlich 8,3 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gehört.

Radio AWN und Radio Ramsuri Spitzenreiter bei Ein- bzw. Zweifrequenzstandorten

Unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten hat Radio AWN in Straubing mit einer Tagesreichweite von 22,6 Prozent die Spitzenposition eingenommen.
Auf den weiteren Plätzen folgen Radio PRIMATON in Schweinfurt mit 20,6 Prozent, BAYERNWELLE SÜDOST in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein mit 20,5 Prozent und Radio Plassenburg in Kulmbach mit 19,8 Prozent. Gute Reichweitenergebnisse erzielten auch Radio Alpenwelle in Bad Tölz mit 16,5 Prozent, Radio Hitwelle in Erding und Freising mit 16,4 Prozent, TOP FM im westlichen Münchener Umland mit 15,0 Prozent sowie hitradio.rt1 nordschwaben in Donauwörth mit 14,6 Prozent.

An den Standorten, die nicht zu den Großstädten zählen und an denen neben der Erstfrequenz auch das Jugendprogramm Radio Galaxy ausgestrahlt wird, konnte sich Radio Ramasuri in Weiden/Amberg/Tirschenreuth mit 29,1 Prozent an der Spitze platzieren und damit die größte Tagesreichweite aller bayerischen Lokalradios erzielen. Es folgen Radio Euroherz in Hof mit 25,4 Prozent, Radio Mainwelle in Bayreuth mit 23,7 Prozent, Radio Trausnitz in Landshut mit 21,5 Prozent und RADIO EINS in Coburg mit 19,2 Prozent.

Das Jugendprogramm Radio Galaxy erzielte im Sendegebiet Ansbach mit 17,0 Prozent die höchste Reichweite der Galaxy-Stationen. In Bayreuth erreichte Radio Galaxy 13,4 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren. In Kempten waren es 12,1 Prozent, in Hof 12,0 Prozent, in Passau und Amberg/Weiden jeweils 11,1 Prozent sowie in Bamberg 10,0 Prozent. Im Durchschnitt wird Radio Galaxy in seinen UKW-Verbreitungsgebieten werktags von 10,0 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gehört, in der Zielgruppe des Senders - den 14 bis 29-Jährigen - sind es 25,2 Prozent.

Hörfunknutzung der Kinder

Die Einbeziehung der 10-13-jährigen Kinder in die FAB verlief problemlos. Die Interviews mit den Kindern zeigten sich gehaltvoll und konsistent.
Ein wichtiges Ergebnis war, dass die Kinder grundsätzlich vom Radio kaum weniger als die Erwachsenen erreicht werden. Allerdings hören sie kürzer Radio.
Am Morgen zwar noch in etwa wie die ab 14-Jährigen. Ab dann haben sie aber am Vormittag im Gegensatz zu den Erwachsenen in der Schule kaum Gelegenheit Radio zu hören. Ab 15 Uhr wird allerdings zu den meisten Zeiten mehr Internet genutzt als Radio gehört.

Die Kinder, die Radionutzer der Zukunft, hören deutlich mehr Privatradio als öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Besonders beliebt ist ANTENNE BAYERN.

Wie im Vorjahr wurde in 2009 die Bewertung der Angebote der bayerischen Radioprogramme nicht nur bei den jeweiligen Hörern, sondern auch die Kompetenz bei den derzeitigen Nichthörern erhoben, um Stereotype und eventuelle Vorurteile in der Gesamtbevölkerung und den wichtigsten Zielgruppen aufzudecken.

Programmbewertungen und Images

Bei der Bewertung der einzelnen Programmelemente zeigt sich, dass den bayerischen Privatprogrammen eine führende Kompetenz in zahlreichen wichtigen Bereichen zuerkannt wird: 44,2 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 10 Jahren geben an, dass die ihnen bekannten Lokalprogramme Musik nach ihrem Geschmack bringen. In der Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen sind es sogar 52,0 Prozent. Zu ANTENNE BAYERN vertreten bei diesem wichtigen Programmelement 40,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 10 Jahren diese Meinung. Bayern 3 wird dies von 30,9 Prozent zugebilligt, Bayern 1 erreicht 28,4 Prozent.

Lokalradioprogramme sind ganz nah am Hörer dran. Ihnen wird eine im Vergleich zur Konkurrenz herausragende Position auch im Hinblick auf die lokal-regionale Informationskompetenz gegeben: Regionale Nachrichten und Informationen (45,4 Prozent der Bevölkerung), interessante Veranstaltungshinweise (33,9 Prozent) und lokaler Sport (26,6 Prozent). Darüber hinaus gelten die Lokalprogramme als besonders präsent bei Aktionen und Veranstaltungen in der Region (39,0 Prozent der Bevölkerung).

ANTENNE BAYERN gilt als führendes Radioprogramm in Bezug auf nützliche Verkehrsmeldungen (38,1 Prozent), Professionalität (36,3 Prozent), Nachrichten aus Deutschland und der Welt (31,5 Prozent), Gewinn- und Ratespiele (28,7 Prozent), Wetterbericht (26,6 Prozent) und überregionalen Sport (22,4 Prozent). Die Morgensendung von ANTENNE BAYERN wird von 29,0 Prozent der Bevölkerung positiv herausgestellt.

Radio im Tagesverlauf deutlich vor Internet-Nutzung

Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2008 hat sich die Nutzung des Internet weiter erhöht. 65,4 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gegenüber 62,7 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14 bis 49-Jährigen sind es sogar 86,2 Prozent (Vorjahr: 81,9 Prozent). 48,6 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren nutzen das Internet inzwischen regelmäßig, d.h. an 4 bis 7 Tagen pro Woche (Vorjahr: 46,0 Prozent).

Wie im Vorjahr wurde bei der Funkanalyse Bayern die private Internetnutzung im Tagesverlauf detailliert erhoben. An einem durchschnittlichen Werktag wird das Internet von 24,6 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre privat genutzt (Vorjahr 19,2 Prozent). Die durchschnittliche Internet-Nutzungsdauer pro Tag liegt bei 35 Minuten (Vorjahr 28 Minuten). Bei den 14 bis 19-Jährigen nutzen bereits 52,3 Prozent pro Tag das Internet (Vorjahr: 41,1 Prozent) bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 77 Minuten pro Tag (Vorjahr 63 Minuten). Damit liegt die Internetnutzungsdauer in diesem Jahr bei den Jüngeren bereits höher als die Tonträgernutzung (Unverändert 73 Minuten).

26,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren haben schon einmal Radio über das Internet gehört. 6,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung hören inzwischen einbis mehrmals pro Woche Radio via Internet. Die tägliche Nutzung (1,5 Prozent der Bevölkerung) ist aber immer noch vergleichsweise gering.

Beim Vergleich der Mediennutzung im Tagesverlauf zeigt sich, dass der Hörfunk im gesamten Tagesverlauf weiterhin deutlich stärker genutzt wird als das Internet.
Die Radionutzung liegt bei der Bevölkerung ab 10 Jahren von 5:00 Uhr morgens bis etwa 21:00 Uhr deutlich vor der privaten Internetnutzung.

Anhaltendes Wachstum des digitalen Fernsehempfangs

Die Nutzung der in Bayern verbreiteten Fernsehprogramme wurde in der Funkanalyse Bayern 2009 wiederum in einer eigenständigen Stichprobe mit ebenfalls telefonischen Interviews erhoben. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis April 2009 weitere 17.076 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt. Bezogen auf die Bevölkerung in Fernsehhaushalten in Bayern ist der Empfang über Breitbandkabel um 1,0 Prozentpunkte auf 44,4 Prozent zurückgegangen, während der Satellitendirektempfang um 2 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent angestiegen ist.

Ausschließlich über digitale terrestrische Frequenzen werden die Fernsehprogramme von 3,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren in Fernsehhaushalten empfangen. Der TV-Empfang über DSL konnte um 0,3 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten zulegen.

57,3 Prozent der Bevölkerung in Bayern (plus 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr) verfügen bereits über mindestens eine digitale Empfangsmöglichkeit entweder via Satellit (36,6 Prozent), Kabel (13,1 Prozent) oder DSL (0,8 Prozent). Das Reichweitenpotenzial von DVB-T ist um 4 Prozent auf 15,3 Prozent angestiegen, da inzwischen viele Zuschauer DVB-T als weitere Nutzungsmöglichkeit über ein Zweit- oder Drittgerät empfangen.

Zuwachs für Lokal-TV im Weitesten Seherkreis

Zum Weitesten Seherkreis der Lokalfernsehprogramme zählen aktuell rund 3,3 Millionen Zuschauer ab 14 Jahren in Bayern. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr beträgt rund 100.000 Zuschauer. Somit sehen insgesamt fast ein Drittel (32,8 Prozent) der Bevölkerung ab 14 Jahren im Verlauf von 14 Tagen lokale Fernsehangebote, in Kabelhaushalten sind es sogar mehr als die Hälfte (51,3 Prozent, 2,29 Mio.) aller potenziellen Zuschauer.

An einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag erreichen die lokalen Fernsehprogramme 7,8 Prozent der Bevölkerung in Bayern. Dies entspricht 785.000 Personen ab 14 Jahren. In Kabelhaushalten liegt die Tagesreichweite der lokalen TV-Stationen bei 14,4 Prozent (618.000 Zuschauer Mo-Fr). Damit stehen die lokalen Fernsehprogramme im Kabel noch vor RTL 2, MTV, DSF, Kabel1, VIVA und vielen anderen auf einem guten 8. Rangplatz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, dem Bayerischen Fernsehen und VOX.

Oberpfalz TV Spitzenreiter bei prozentualer Reichweite
TV touring Aschaffenburg mit größtem Marktanteil im RTL-Fenster

Bezogen auf das jeweilige Sendegebiet führt Oberpfalz TV mit 26,4 Prozent Tagesreichweite die Rangreihe der erfolgreichsten Lokal TV Sender an. Gute Reichweitenergebnisse erzielten hier auch Regio TV in Neu Ulm mit 23,5 Prozent, TV Oberfranken (Hof) mit 23,1 Prozent, Donau TV (Deggendorf) mit 21,5 Prozent, TV touring Aschaffenburg mit 19,0 Prozent, TV touring Würzburg mit 18,5 Prozent und TVA Regionalfernsehen in Regensburg mit 18,0 Prozent. (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).

Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Sendezeit von Montag bis Freitag, 18:00 bis 18:30 Uhr ist TV touring Aschaffenburg mit einem Marktanteilswert von 29,7 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten) vor TV touring Würzburg mit 28,1 Prozent sowie TVA Regionalfernsehen in Regensburg mit 25,4 Prozent und TV touring Schweinfurt mit 24,5 Prozent Marktanteil. Überdurchschnittliche Marktanteile erzielten hier zudem TV Oberfranken mit 21,8 Prozent, Regio TV in Neu Ulm mit 20,3 Prozent, augsburg.tv mit 20,1 Prozent TV Allgäu Nachrichten und Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit jeweils 18,1 Prozent sowie intv-der infokanal mit 15,0 Prozent Marktanteil. Im bayernweiten Durchschnitt beläuft sich der Marktanteil der lokalen RTL-Fenster in der Fensterzeit auf 14,4 Prozent.

Der Ballungsraum-Fernsehsender münchen.tv/RTL München Live erreicht mit 174.000 Personen ab 14 Jahren in Bayern im Lokalsendervergleich nach wie vor die meisten Zuschauer pro Tag (Montag bis Freitag) gefolgt von Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 107.000 Zuschauern und TV Oberfranken in Hof mit 91.000 Zuschauern. intv - der infokanal und Oberpfalz TV erreichen mit 76.000 bzw. 57.000 Personen ebenfalls beachtliche Zuschauerzahlen.

Das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" erzielte bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren in den Sat.1-Fensterhaushalten in seiner Sendezeit Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr einen Marktanteil von 16,6 Prozent und ist damit in seiner Sendezeit Marktführer vor allen anderen nationalen und regionalen Programmangeboten.

Lokal-TV via Internet stößt auf Nutzer-Interesse

Über 220.000 Zuschauer der bayerischen Lokalprogramme haben mittlerweile auch schon die Gelegenheit genutzt, auf einer der Internetseiten der Lokalsender Videobeiträge abzurufen. Der Weiteste Nutzerkreis (Nutzung innerhalb der letzten 14 Tage) liegt bei mehr als 40.000.

BLM-Präsident: Wirtschaftskrise stärkt öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Nach Auffassung des Präsidenten der BLM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring ist es insgesamt betrachtet sehr erfreulich, dass der lokale Rundfunk trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wiederum positive Reichweiten erzielt hat.
Dennoch sei nicht zu übersehen, dass die mit der Wirtschaftskrise einhergehenden Sparzwänge eine rückläufige Reichweitenentwicklung für etliche lokale Hörfunkund Fernsehanbieter zur Folge hätten. Demgegenüber verfüge der öffentlichrechtliche Rundfunk durch seine gesicherte Finanzausstattung über einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, den er zum Reichweitenausbau nutzen konnte. Es sei deshalb besonders hervorzuheben, dass die privaten Radioangebote in dieser Situation gleichwohl einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Bayerischen Rundfunk behaupten konnten.

Für den Bereich des lokalen Fernsehens zeige die Entwicklung, dass die lokalen Fernsehangebote zur Erhaltung der Programmqualität und der Zuschauerakzeptanz sowie der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin auf Zuschüsse angewiesen sind.

Erfreulich ist laut Ring auch, dass die 10- bis 13-jährigen Kinder trotz aller Unkenrufe Radio nutzen. Es gelte deshalb, Kinder durch geeignete Angebote weiter an die Gattung Radio zu binden.

Diese Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.blm.de

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