Ohne Polyurethan-Hartschaum keine effektive Kühlkette

Unverzichtbarer Beitrag zu Energieeinsparung und Klimaschutz / Urbanisierung verlängert den Weg von Lebensmitteln zum Verbraucher

(PresseBox) (Leverkusen, ) Die überragende Bedeutung, die Polyurethan (PUR)-Hartschäume bereits bei der Wärmedämmung von Kühlhäusern, -containern, -theken und -schränken haben, wird in Zukunft weiter zunehmen. Denn sie leisten in diesem Anwendungsfeld als das effektivste konventionelle Wärmedämmmaterial einen unverzichtbaren Beitrag in punkto Energieeinsparung und Verringerung der CO2-Emissionen. Außerdem wird der Weg von Lebensmitteln zum Verbraucher wegen der Urbanisierung immer länger - insbesondere in den wachsenden Megacities Asiens und Lateinamerikas -, weshalb eine funktionierende Kühlkette zur sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln unverzichtbar ist. Bayer MaterialScience arbeitet deshalb intensiv daran, die Dämmleistung und technische Performance von PUR-Hartschaumsystemen für die Kühlkette weiter zu steigern, damit zum Beispiel Kühlgeräte noch energieeffizienter und damit ressourcenschonender werden.

"Wir setzen auf ganzheitliche Lösungen bei Materialien, Verfahren und Technologien, die wir in enger Kooperation mit den Produzenten von Kühlsystemen entwickeln. Neben der Verbesserung der Energieeffizienz geht es dabei vor allem auch darum, eine hohe Produktivität bei der Herstellung der Kühlsysteme sicherzustellen", erläutert Dr. Reinhard Albers, Experte für technische Isolierung bei BaySystems, der weltweiten Dachmarke für das PUR-Systemgeschäft von Bayer MaterialScience.

Welches Potenzial PUR-Hartschäume bei der Verringerung der CO2-Emissionen eröffnen, zeigt das Beispiel moderner Haushaltskühlgeräte. Für deren Energieeffizienz sind PUR-Hartschäume zu einem großen Teil verantwortlich. Würden alle Altgeräte mit einer Energieeffizienzklasse schlechter als "A" durch neue sparsame "A++"-Geräte ersetzt, ließen sich die Kohlendioxid-Emissionen allein in der Europäischen Union um jährlich rund 22 Millionen Tonnen senken. Der daran gekoppelte Rückgang beim Energieverbrauch entspricht rund sechs Prozent der im Kyoto-Protokoll geforderten Energieeinsparung.

Hartschäume mit Nanoporen

Ein Forschungsansatz von Bayer MaterialScience könnte in einigen Jahren die Dämmung von Kühlgeräten signifikant verbessern. Ausgehend von einer neuen Schäumtechnologie sollen mit Hilfe von Mikroemulsionen PUR-Hartschäume mit "Nanoporen" entstehen. Die Zellen herkömmlicher PUR-Hartschäume für Kühlgeräte sind heute rund 150 Mikrometer groß. "Wir streben mit der neuen Technologie Zellgrößen von weniger als 150 Nanometer an. Mit diesen Schaumsystemen ließe sich der Energieverbrauch von Kühlgeräten deutlich senken", so Dr. Stefan Lindner, Experte für nanoporöse Hartschäume bei Bayer MaterialScience. Denn je kleiner die Porengröße, desto geringer ist die Wärmeleitung - und desto besser die Dämmleistung des PUR-Schaums.

Ein anderer Schwerpunkt der BaySystems Entwicklungsarbeit liegt darauf, die PUR-Rezepturen für Hartschäume an neue umweltfreundlichere Treibmittel anzupassen, die ein deutlich geringeres Ozonabbau- und Treibhauspotenzial (ODP = Ozone Depletion Potential; GDP = Global Warming Potential) haben.

Null-Emissionskonzept für Kühlhäuser

Kühlhäuser sind ein zentraler Bestandteil des Angebots von Bayer MaterialScience im Rahmen seines EcoCommercial Building Program. Dieses Geschäftsmodell soll Entscheidungsträgern in der Baubranche helfen, energieoptimierte und nachhaltige Gebäudelösungen und maßgeschneiderte Produkte für Neubauprojekte wie Kindergärten, Schulen und Bürogebäude bereitzustellen. "Wir entwickeln zurzeit zusammen mit ausgesuchten Partnern auch integrierte Energie- und Materialkonzepte für Kühlhäuser. Eine zentrale Rolle spielen dabei maßgeschneiderte PUR-Hartschäume. Ziel ist, das Know-how bereitzustellen, damit Kühlhäuser als Nullemissionsgebäude gebaut werden können", erklärt Dr. Thomas Braig, Leiter des EcoCommercial Building Program in der Region Europa, Naher Osten, Afrika.

Vision - rollbarer Kühlschrank für den Einkauf

Wie könnte der Besuch eines Supermarktes in Zukunft aussehen? Über diese Frage hat der Bereich New Business von Bayer MaterialScience zusammen mit der Folkwang Hochschule Essen nachgedacht. Entwickelt wurde das Konzept der PUR-wärmege-dämmten, multifunktionalen und mit einem RFID-Chip ausgerüsteten Kühlbox "Alohas". Sie dient zuhause als Kühlschrank und kann als Trolley zum Supermarkt gerollt werden. Dort werden die Behälter der Kühlbox mit den Waren in der gewünschten Menge gefüllt, was beträchtliche Einsparungen beim Verpackungsmaterial ermöglicht und die Kühlkette allenfalls für einen kurzen Moment unterbricht. "Die exzellente Dämmleistung von PUR-Hartschaum ist Voraussetzung, damit dieses Konzept funktionieren kann und der Einkauf in Topqualität und Frische zuhause ankommt", so Eckard Foltin, Leiter des Creative Center bei Bayer MaterialScience.

Kühlkette - nicht nur für Lebensmittel

Verderbliche Lebensmittel sind nicht die einzigen Güter, die von einer funktionierenden Kühlkette mit PUR-Hartschaum als Dämmmaterial profitieren. Auch zahlreiche Medikamente wie zum Beispiel viele Impfstoffe müssen beim Hersteller in Kühlräumen zwischengelagert und gekühlt zur Apotheke, zu Krankenhäusern oder Ärzten transportiert und dort bei niedrigen Temperaturen aufbewahrt werden. Ein weiteres neues Anwendungsfeld für PUR-Hartschaum sind Behälter für den Transport temperaturempfindlicher Elektronikgüter.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.

Das Unternehmen plant, die vorgenannten Entwicklungen auch auf der K 2010 vom 27. Oktober bis 3. November 2010 in Düsseldorf zu zeigen.

Weitere Informationen zum Messeauftritt von Bayer MaterialScience in Halle 6, Stand A 75, sind unter www.k2010.bayermaterialscience.com zu finden.

Covestro AG

Mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2009 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

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