Holzhäuser als Wärmespeicher

Effiziente Wärmeisolation mit Polyurethanhartschaum / MjosCon erhielt DnB Norway Innovation Award für gemeinsame Systementwicklung mit BaySystems

(PresseBox) (Leverkusen, ) Freistehende Holzhäuser, wie sie etwa in Skandinavien weit verbreitet sind, fügen sich optisch wunderbar in die Landschaft ein und zeichnen sich zudem durch Verwendung des Naturproduktes Holz aus. Eine mangelnde Wärmeisolation kann allerdings in der kalten Jahreszeit den Spaß in der Natur gründlich verderben bzw. die Heizungskosten stark in die Höhe treiben. Nicht zuletzt fordern die neuen Energieerhaltungsgesetze in Norwegen eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs. Insbesondere durch die Ritzen zwischen den Balken kann die Wärme schnell nach draußen entweichen. Eine intelligente Lösung für die ganzjährige Nutzung von Holzhäusern hat jetzt die MjøsCon AS, Moelv, Norwegen, eine Tochtergesellschaft der Mjøsplast AS, in Zusammenarbeit mit dem nordischen BaySystems Polyurethan (PUR)-Systemhaus von Bayer MaterialScience in Otterup, Dänemark, erarbeitet. Sie basiert auf Polyurethan-Hartschaum, dem Material mit der besten Wärmedämmleistung aller marktgängigen Werkstoffe. Mit herkömmlichen Produkten müssten deutlich größere Wanddicken bzw. kleinere Fenstergrößen umgesetzt werden, um die gleiche Wärmedämmung zu erzeugen. Die nachteiligen Folgen wären eine kleinere Nutzfläche bzw. ein geringerer Lichteinfall.

Bei der Systemlösung von MjøsCon werden jeweils zwei Holzbalken mit den Querschnitten 95 mal 45 bzw. 45 mal 45 Millimeter in eine Form eingelegt. Der Zwischenraum wird mit einem flüssigen PUR-System bestehend aus Desmodur® 44 V 20 L und Baydur® C-77-B-60/W ausgefüllt, die Form geschlossen und der Materialverbund bei etwa 45 ºC ausgehärtet. Dank seiner guten Klebfähigkeit haftet das PUR-System gut auf dem Holzsubstrat und sorgt damit auch für eine mechanisch stabile Verbindung des Verbunds. Bereits nach kurzer Zeit kann der fertige Holz-/PUR-Balken entformt werden. Mit der 55 Millimeter dicken Polyurethan-Hartschaumschicht hat der Verbundwerkstoff-Balken nun einen Querschnitt von 195 mal 45 Millimetern. Dank dieser Technologie kann die Wärmeisolation deutlich verbessert werden. Vor allem werden Wärmebrücken zwischen dem Innen- und Außenraum vermieden. Die Erfinder haben das Produkt und das Herstellungsverfahren zum Patent angemeldet. Das norwegische Industrial Property Office hat schriftlich bestätigt, dass die Erfindung patentiert werden wird. In Trondheim wurde inzwischen auf diese Weise ein Einfamilienhaus wärmeisoliert, ein weiteres Gebäude in Høvik, Oslo, wird bald fertig gestellt sein.

Für die Entwicklung erhielt MjøsCon kürzlich den begehrten DnB Norway Innovation Award in der Kategorie New Creativity. In der Begründung hob die Jury hervor, dass die Entwicklung eine hohe Kompetenz erfordere und das Potenzial habe, neue Maßstäbe in der Bauindustrie zu setzen.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 etwa 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayermaterialscience.de, www.bayer-baysystems.com und www.mjosplast.no.

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