Gold - Anlageklasse mit Glanz?

E&G zeigt die Chancen und Risiken von Goldinvestitionen auf

(PresseBox) (Stuttgart, ) "Sicherer Hafen", "Krisenmetall", "Inflationsschutz" - kaum eine andere Anlageklasse steht vor allem in schwierigen Zeiten so hoch im Ansehen vieler Anleger wie Gold. Doch auch die Meinung, dass Goldinvestitionen sich nicht lohnen und Verluste vorprogrammiert seien, verbreitet sich. Welche Vor- und Nachteile abgewogen werden müssen, zeigen die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.

Vor 30 Jahren konnte man mit zwei Kilogramm Gold ein Auto der oberen Mittelklasse kaufen - und das gilt auch heute noch. "Da Gold nicht von den Zentralbanken vermehrt werden kann, schützt es vor Kaufkraftverlusten", erläutert Andreas Rapp von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers ein für viele Anleger entscheidendes Argument. Darüber hinaus steigt der Goldpreis in der Regel vor allem dann, wenn Krisen aufkommen oder sich verschärfen. Deshalb kann das Edelmetall die Vermögensstruktur gerade in solchen Zeiten stabilisieren. "Rational betrachtet ist der Goldpreis zudem durch die stark steigenden Explorationskosten für Energie und Arbeit nach unten abgesichert. So wird der Break-Even-Preis, bei dem es sich für Bergbauunternehmen lohnt, Gold abzubauen, 2013 bei etwa 1.400 US-Dollar je Unze liegen", berichtet Rapp.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille: Trotz der positiven Vorzeichen schwankt der Goldpreises nach wie vor extrem und so wird es auch künftig bleiben, denn er wird stark von Spekulanten getrieben. Auch das US-Dollar-Währungsrisiko sollte man bei einer Investition in Gold nicht außer Acht lassen. "Abgesehen von diesen Risiken lässt bei höheren Marktzinsen der direkte Vergleich mit anderen Anlageklassen zinsloses Gold weniger attraktiv erscheinen. Hinzu kommt, dass An- und Verkauf sowie die Lagerung von physischem Gold mit Folgekosten wie etwa Schließfachgebühren verbunden sind", so der Experte.

Was bedeutet das für die persönliche Anlagestrategie? Andreas Rapp: "Wer die Chancen und Risiken kennt, kann entscheiden, ob ein Goldinvestment zu den persönlichen Zielen passt. Erst im zweiten Schritt sollte ein prozentualer Anteil am Gesamtvermögen für diese Investitionen definiert werden. Die Umsetzungsmöglichkeiten sind dann unter Kosten-, Steuer-, Timing- und Aufbewahrungsaspekten abzuwägen." Am bekanntesten ist der Kauf von Barren oder Münzen, hierfür fallen jedoch Provisionen und Verwahrungskosten an. Dafür sind Kursgewinne nach Ablauf eines Jahres steuerfrei. Wer vorher verkauft, versteuert den Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz.

Als Alternative kommen aber auch sogenannte Gold-ETCs oder Goldinhaberverschreibungen in Frage. Durch die physische Hinterlegung von Gold und einen Auslieferungsanspruch wird das viel gefürchtete Emittentenrisiko dieser Wertpapiere minimiert. Allerdings gilt bei dieser Anlageklasse nach aktueller Auffassung die Realisierung eines Gewinns durch Verkauf oder Auslieferung als abgeltungssteuerpflichtiger Vorgang.

"Für dynamische Anleger bieten sich letztlich auch Goldminenaktien an. Deren Kurse sind gegenüber dem Goldpreis stark zurückgeblieben, so dass sich mit einer Erholung am Aktienmarkt die Lücke schließen könnte", erläutert der Experte von ELLWANGER & GEIGER.

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