Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(PresseBox) (Stuttgart, ) Seit über einer Woche sind die internationalen Aktienmärkte in einer positiven Stimmung und die Kurse steigen unaufhörlich. Glaubt man vielen Investoren, so ist diese Aufwärtsbewegung noch nicht vorüber, Anleger verkaufen inzwischen ihre Renten, um von den weiter steigenden Aktienkursen zu profitieren. Getrieben wird dieser Markt ausschließlich von der Hoffnung auf eine nachhaltige Trendwende. Die bisherigen Veröffentlichungen der Quartalsberichte zeigen, dass der Investor mit schlechteren Zahlen gerechnet hat. Sicher ist dies ein Grund zur Hoffnung, allerdings sind die bekannt gegebenen Zahlen und vor allen Dingen die Prognosen auch keineswegs als gut zu bezeichnen. Hinzu kommt noch, dass die bisherigen Veröffentlichungen der Konjunkturdaten alles Stimmungsdaten waren, aber keine harten Fakten widerspiegeln, wie zum Beispiel die Arbeitslosenzahlen, die weiter steigen werden. Auch die US-Notenbank hat klar verkündet, dass sie ihre Nullzinspolitik weiter fortführen wird und somit auch nicht an eine schnelle Erholung der Wirtschaft glaubt. Technisch sehen die Indizes positiv aus. Der DAX wird seinen alten Höchstkurs von 5.175 Punkten wieder testen wollen, erst danach kann eine Aufwärtsbewegung weitergehen. Die Unterstützungslinie liegt bei 5.000 Punkten. Der Euro Stoxx 50 hat inzwischen seinen alten Höchstkurs vom Mai diesen Jahres wieder überschritten und wäre somit frei bis 2.400 Punkte. Dies entspräche der alten Höchstmarke vom November letzten Jahres. Rückschlagsgefahr besteht bis 2.000 Punkte. Auch der Dow-Jones-Index hat seinen breiten Seitwärtskanal inzwischen nach oben verlassen, da er die 8.900 Punkte überschreiten konnte. Auch hier liegen die nächsten Höchstkurse auf der Basis vom November letzten Jahres mit 9.500 Punkten. Ein Durchbrechen der 8.900-Punkte-Marke nach unten würde allerdings eine Rückschlagsgefahr bis 8.000 Punkte möglich machen.

Die Kauflaune scheint an den Aktienmärkten ungebrochen, dies ist auch deutlich am bevorzugten Branchenwechsel festzustellen. Inzwischen profitieren wieder die konjunkturabhängigen Werte Automobilindustrie, Flugzeuge, Maschinenbau, während die Pharmaindustrie in den Hintergrund getreten ist. Düstere Stimmung ist im Moment nicht angesagt und es wäre auch durchaus denkbar, dass der Markt die Junihochs durchschlagen möchte, um z.B. beim DAX die 5.450-Punkte-Marke zu erreichen. Doch sollten sich Anleger von dieser Euphorie nicht grundsätzlich anstecken lassen, an der großen konjunkturellen Gesamtlage hat sich nicht so viel verändert, dass es diesen starken Kursanstieg rechtfertigt. So sollten die Investoren weiter ansteigende Aktienkurse eher für einen leichten Abbau nutzen als für zusätzliche Käufe. Somit ist die Börse für den kurzfristig orientierten Anleger geeignet, längerfristig denkende Käufer sollten auch die Branchenallokation nicht wechseln und eher in den konjunkturunabhängigen Branchen bleiben, wie Energie, Gesundheitswesen/Medizintechnik und Versorger. Für den tradingorientierten Anleger bietet sich ein Kauf an in Nokia oder Anglo American.

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