Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(PresseBox) (Stuttgart, ) Die internationalen Aktienmärkte konnten das in den letzten Tagen erreichte Kursniveau halten. Optimistische Äußerungen von US-Notenbank-Chef Bernanke über ein mögliches Ende der Rezession noch in diesem Jahr und positive Nachrichten aus dem Bankensektor haben dem Gesamtmarkt die nötige Untermauerung gegeben.

Die aktuelle Sitzung der US-Notenbank wird voraussichtlich keine Veränderung der Leitzinsen mit sich bringen. Wichtiger wird sein, ob sie sich über weitergehende Maßnahmen zur Expansion der Geldmenge äußern wird.

Die Notenbankäußerungen stehen konträr zu den konjunkturellen Daten in den USA, aber auch in Europa. Insbesondere Deutschland musste nun wieder eine dramatische Verschlechterung am Arbeitsmarkt hinnehmen. Die Aktienmärkte stören sich daran zurzeit nicht, sie befinden sich in einer kleinen euphorischen Stimmung, die insbesondere auf den Aussagen beruht, die einzelne Kreditinstitute über die ersten Monate in diesem Jahr verlauten lassen. Hier können doch einige einen guten Start vorweisen.

Der DAX gibt allerdings noch keine Entwarnung, er stößt an seine Widerstandslinie von 4.050 Punkten. Ein Überschreiten der 4.250-Punkte-Marke wäre allerdings nötig, um weitere Gewinne zu generieren. Sollte dies nicht gelingen, ist ein Rückschlag bis 3.800 Punkte wieder möglich.

Der EuroStoxx 50 befindet sich in einer V-Formation, deren Widerstand bei 1.900 Punkten liegt. Würde er hier weitere Kursgewinne vollziehen, wäre der Index offen bis 2.200 Punkte, ansonsten bleibt die Rückschlagsgefahr bis 1.600 Punkte offen.

Auch der Dow-Jones-Index findet sich wieder in einem Aufwärtstrendkanal, der bis 7.500 Punkte reichen könnte. Die Unterstützungslinie liegt hier bei 7.000 Punkten.

Die konjunkturellen Rahmendaten haben nach wie vor ein negatives Vorzeichen, aber die Hoffnung bleibt, dass zumindest eine Stabilisierung der Wirtschaft auf niedrigem Niveau einsetzen könnte. Dies suggeriert auch der nun wieder veröffentlichte ZEWIndex.
Der Markt hat aber diese positive Zahl noch ohne Euphorie weggesteckt. Dies zeigt deutlich, wie kritisch die Investoren positiven Rahmendaten gegenüberstehen.

Ein Indiz für anhaltenden Pessimismus bei den Anlegern ist auch, dass die Gewinne der letzten Tage gleich wieder realisiert werden. Auch die nächsten Tage dürften schwankungsintensiv bleiben und somit den Anleger in seiner Abstinenz bestärken.

Investitionen auf dem augenblicklichen Niveau eignen sich nur für Trader. Strategische Investments sollten erst wieder auf einem niedrigeren Niveau vorgenommen werden. Wir bleiben bei unseren Empfehlungen in den Branchen Pharma und Energie und für Käufe im Gold, die aber nur unter 900 Dollar pro Unze empfehlenswert sind. Bei den Einzeltiteln sehen wir die Bayer, die Novartis, Eni und Barrick Gold.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.