Forum Recht und Soziale Marktwirtschaft: Baker & McKenzie diskutiert mit Lagarde, von Dohnanyi, van Suntum und Lutter im Düsseldorfer museum kunst palast

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Handelt es sich bei der Sozialen Marktwirtschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise um "Germany's Next Flopmodel?" Diese Frage stellte sich und rund 350 Zuhörern gestern Abend Rechtsanwalt Dr. Jürgen Mark im dicht besetzten Veranstaltungsraum des Robert-Schumann-Saals im Düsseldorfer museum kunst palast. Dorthin hatte die internationale Anwaltssozietät Baker & McKenzie eingeladen, um ein mehrfaches Jubiläum zu feiern: Die Kanzlei wird in diesem Jahr ebenso 60 Jahre alt wie die Bundesrepublik, das Grundgesetz und die Soziale Marktwirtschaft, gleichzeitig ist die Kanzlei am Düsseldorfer Standort seit nunmehr zehn Jahren vertreten.

Christine Lagarde, Ministerin für Wirtschaft, Industrie und Arbeit der Französischen Republik und vormals Vorstandsvorsitzende der heute in fast 40 Ländern vertretenen Sozietät hielt die einleitende Ansprache zum Rahmenthema des Abends: "Wirtschaftskrise - Neue Balance zwischen Unternehmertum und Gemeinwohl". Lagarde ging auf die Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise ein, die sie in der Zügellosigkeit der Finanzmärkte, einer übersteigerten Profitgier und verfehlten Verhaltensmodellen und -standards sah. Sie sprach sich für eine Neuordnung der Finanzmärkte auf Grundlage des Londoner G-20 Kommuniqués aus und lobte die deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Verfolgung dieses Ziels: Finanzdienstleistungen dürften künftig weder im Wildwuchs eines kapitalistischen Dschungels, noch in der vergitterten Welt eines Zoos erbracht werden, sondern in einer "geordneten Parklandschaft". In diesem Zusammenhang lobte die Ministerin ausdrücklich die deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Finanzmarktregulierung.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion zwischen dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg a. D. Dr. Klaus von Dohnanyi, dem Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, und dem Ökonomen Professor Dr. Ulrich van Suntum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wurden unter der Diskussionsleitung von Rechtsanwalt Prof. Dr. Joachim Scherer, Baker & McKenzie, neben der Finanzmarktregulierung das am gleichen Tag verabschiedete Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie die Regelungsvorschläge zur Schaffung von "Bad Banks" diskutiert.

Lutter und von Dohnanyi sprachen sich für eine weitergehende Beteiligung der Hauptversammlung an den Entscheidungen über Managergehälter aus; womöglich ließen sich - so von Dohnanyi - die Interessen von Kleinaktionären auch in Form einer Stiftung bündeln, um sie in den Hauptversammlungen besser zur Geltung zu bringen, als dies derzeit geschehe. Van Suntum, der ein Alternativmodell zu den Bad-Bank-Plänen der Bundesregierung entwickelt hat, kritisierte das Bad-Bank-Modell des Finanzministeriums als unnötig kompliziert und schlug vor, die toxischen Wertpapiere gegen Ausgabe von unverzinslichen Staatsanleihen ("Zerobonds") in eine zentrale staatliche Stelle einzubringen und die Zerobands aus den Erträgen, die sich im Laufe der Zeit aus dem Verkauf der toxischen Papiere erzielen lassen, abzulösen. "Das kostet den Steuerzahler keinen Cent", betonte van Suntum.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Baker & McKenzie-Initiative findet im Herbst am Kanzleistandort München statt. Nähere Angaben entnehmen Sie in Kürze der Homepage der Veranstaltungsreihe unter www.bakerforum.de

Baker & McKenzie LLP

1949 in Chicago gegründet, ist Baker & McKenzie heute in 69 Städten in 39 Ländern, und damit in allen wichtigen Finanz- und Wirtschaftszentren der Welt vertreten. Weltweit gehören mehr als 3.900 Anwälte und 7.000 weitere Mitarbeiter Baker & McKenzie an. Die weltweiten Umsätze für das Geschäftsjahr 2008, das am 30. Juni 2008 endete, lagen bei 2,19 Milliarden US-Dollar. Chairman des Executive Committee ist John Conroy.

In Deutschland ist Baker & McKenzie mit über 180 Anwälten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München vertreten. Managing Partner der deutschen Büros ist Dr. Bernhard Trappehl. Weitere Informationen über Baker & McKenzie finden Sie unter www.bakernet.com.

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