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Badische Staatsbrauerei Rothaus AG - Hauptversammlung am 11. Mai 2012
Angesichts dieser schwierigen Wettbewerbsbedingungen, die sich in absehbarer Zeit nicht ändern werden, wird es das vorrangige Ziel sein, das erreichte außerordentlich hohe Niveau zu erhalten. Auch wenn Rothaus z. B. in Berlin oder Hamburg vertreten ist und in kleinem Umfang in das Ausland exportiert, wird das Unternehmen ganz bewusst eine der Heimat verbundene Schwarzwaldbrauerei bleiben. Dies wird sich auch künftig in unseren Sponsoringaktivitäten ausdrücken.
Die Produktpalette unserer Spezialitätenbiere umfasst Pils, Märzen-Export, Hefeweizen und Radler. Seit dem Jahr 2009 gibt es zudem zwei alkoholfreie Biere als Pils und Hefeweizen. Sie konnten sich im abgelaufenen Jahr 2011 am Markt weiter etablieren. Wie auch die ersten Monate des angelaufenen Jahres 2012 ergeben, wird ihre Bedeutung in der Zukunft noch weiter steigen.
In der 0,33 l Gebindeform sind unsere Biere als "Tannenzäpfle", "Eiszäpfle", "Hefeweizen-Zäpfle" und "Radler-Zäpfle" allgemein bekannt. Wesentlicher Absatz- und damit Umsatzträger ist traditionell mit 81,7 % am Gesamtabsatz Pilsbier. Den größten Anteil hiervon hat das besonders beliebte "Tannenzäpfle".
Alle unsere Biere wurden Ende 2011 von der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
In Zusammenarbeit mit der Destillerie Kammer-Kirsch in Karlsruhe brachte Rothaus 2009 einen Single Malt Whisky auf den Markt. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 6.180 Flaschen produziert. Unser Whisky wurde im Rahmen der 13. Interwhisky in Frankfurt mit dem 1. Preis unter den deutschen Whisky's ausgezeichnet. Die jeweilige Jahresproduktion ist bedauerlicherweise immer in kurzer Zeit vergriffen.
Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2011 € 8,2 Mio. (Vorjahr: 4,2 Mio. €). Sämtliche Investitionen konnten wiederum komplett aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Der Cashflow beläuft sich auf 25,8 Mio. € (Vorjahr 27,1 Mio. €). Das Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände machen 7,9 Mio. € aus (Vorjahr 7,8 Mio. €). Wesentliche Investitionsvorhaben waren die Fertigstellung der neuen Fass-Abfüllanlage, der Bau eines neuen Drucktankkellers sowie der Umbau der L 170 zur Ertüchtigung der Verkehrsanbindung von Brauerei und Gasthof. Zudem wurde eine neue ERP-Sofware in der Brauerei installiert.
Im angelaufenen Jahr wird der 2. Bauabschnitt des neuen Drucktankkellers fertiggestellt. Außerdem wird mit dem Bau einer neuen Abfüllanlage für die 5 l-Fässchen begonnen.
Auch 2011 wurde die in den letzten Jahren begonnene Brauereierlebniswelt mit dem Brauereigasthof und der Brauerei als Mittelpunkt weiterentwickelt. Hier ist insbesondere die Verlegung der L 170 zu erwähnen, die Voraussetzung ist, um die Attraktivität der Brauereierlebniswelt weiter zu steigern. Im angelaufenen Jahr werden unter anderem die Freiflächen zwischen dem Gasthof und dem Abenteuerspielplatz durch Rückbau und gärtnerische Gestaltung optimiert werden.
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug zum Jahresende 232 (Vorjahr 223) inklusive 15 Auszubildender (Vorjahr 14). In der strukturschwachen Lage des Hochschwarzwaldes ist die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG bekanntlich ein wichtiger Arbeitgeber. Hinzu kommt, dass wir durch unsere vielen Aufträge zur Sicherung der mittelständischen Lieferanten und Handwerksbetriebe beitragen, die sehr häufig aus der näheren Umgebung kommen.
Insgesamt hat das Unternehmen Steuern und Dividende in Höhe von 32,1 Mio. € bezahlt.
Der Unternehmenserfolg beruht entscheidend auf der Markenstärke von Rothaus. Sie zu erhalten, ist daher die vorrangige Aufgabe. Auch deshalb kommt es nicht in Frage, Ausstoß durch Sonderaktionen oder Preisnachlässe zu erkaufen. Wesentlich für die Markenstärke und damit für den Erfolg sind die hohe Qualität der Produkte, eine transparente und glaubwürdige Geschäftspolitik sowie eine konsequent praktizierte Kundenorientierung.
Das neue Geschäftsjahr 2012 ist ordentlich angelaufen. Allerdings konnte sich der Monat April nicht an dem wetterbedingt herausragenden Vorjahresmonat messen. Sofern das Sommerwetter ein wenigstens ordentliches Niveau erreicht, wird dies aber ausgeglichen werden. Unabhängig davon erwartet der Vorstand auch für das laufende Geschäftsjahr einen erfolgreichen Abschluss.
In der Hauptversammlung am 11. Mai 2012 wurden mit Frau Sitzmann MdL und Frau Dr. Watrinet zwei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Ausgeschieden sind die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Dr. von Ungern - Sternberg und Dr. Schareck. Außerdem wurden in der anschließenden Aufsichtsratssitung Minister Bonde zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Finanzstaatssekretär Rust MdL zum Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.
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