Journalisten-Umfrage: "Bitte nur kein Papier!"

(PresseBox) (Wien, ) .
- Website und Wikipedia Quellen Nummer 1
- "Übersichtlichkeit", "Bilddatenbank" und "erkennbare Ansprechpartner", die Keysuccessfaktoren der Online-Kommunikation
- Youtube, Blogs und Social Communities weitgehend uninteressant

Die PR-Agentur Babnik Communications & Partner hat gemeinsam mit der Internet-Marketing-Agentur str-act! österreichische Journalisten zu deren Online-Verhalten befragt. Rund 20% haben geantwortet und für teils überraschende Erkenntnisse gesorgt.

Die Ergebnisse der im März 2009 durchgeführten Umfrage unter rund 900 Journalisten sind eindeutig: Das Internet ist eine der wichtigsten Informationsquellen. 94% der 170 Journalisten, die den Fragebogen ausgefüllt haben, nutzen regelmäßig Suchmaschinen und Websites. Für jeden Zweiten gehört die Recherche auf Wikipedia zur täglichen Arbeit. Presseaussendungen in Papierform hingegen haben längst ausgedient und sind sogar unerwünscht.

"Klar ist, professionelle Pressearbeit erzielt die besseren Ergebnisse", fasst Elisabeth Babnik, Geschäftsführerin von Babnik Communications & Partner, die Resultate der Umfrage zusammen. "Dazu gehören vor allem klar strukturierte Pressebereiche auf Firmen-Websites, aussagekräftige Betreffzeilen in Presseaussendungen und leicht zugängliches Bildmaterial. Gibt es all das nicht, wird es für Unternehmen schwierig, Informationen in den Medien zu platzieren."

Auf einen Klick zur Info - Passwörter versperren den Zugang

Ein schnell auffindbarer und gut strukturierter Pressebereich ist unabdingbar, denn eine der Grundaussagen der Umfrage ist: Wird der Zugang zum Pressebereich durch Passwörter versperrt oder gar auf der Website versteckt, neigen Journalisten dazu, eine Meldung nicht zu bringen, weil die Informationsbeschaffung zu umständlich ist: "Ein Unternehmen, das keinen guten Pressebereich im Web hat und auch keine guten Fotos bereit stellen kann, fällt um viel Publicity bzw. Präsenz um", lautet der Kommentar eines teilnehmenden Journalisten. Wünschenswert sind Pressebereiche, die mit einem Klick erreicht werden können und klar aufgebaut sind. Aktuelle als auch ältere Meldungen müssen chronologisch abrufbar sein, Fotos von Vorständen, Produkten, aber auch nicht-werbliche Sujetbilder zum Unternehmen sollten auf der Presseseite in Druckqualität zum Download angeboten werden.

Die Mindestanforderungen

"Übersichtlichkeit", "Bilddatenbank" und "erkennbare Ansprechpartner" sind jene Schlagwörter, die in den Antworten am häufigsten vorkommen. Als Ärgernis empfinden Journalisten falsch verlinkte Seiten, Pressebereiche mit den bereits erschienenen Artikeln der Konkurrenzmedien und technische Defizite: "Wenn der dritte Browser die Seiten nicht vernünftig darstellen kann oder sie sich nicht ausdrucken lassen, dann hat der Hersteller was falsch gemacht", bringt eine der Aussagen aus der Umfrage das Problem auf den Punkt. Auch Michael Kornfeld, Inhaber der Internet-Marketing-Agentur str-act!, sieht hier große Missstände: "Unglaubliche 94% der Journalisten verwenden die Unternehmens-Website als Informationsquelle. Es ist daher absolut unverständlich, dass dem Pressebereich auf den meisten Websites so wenig Beachtung geschenkt wird." Weitgehend uninteressant für die journalistische Recherche hingegen sind diverse Foren, Plattformen wie Youtube, Blogs und Social Communities, da der Nachrichtenwert derartiger Angebote offenbar für sehr gering erachtet wird.

Inhalt vor Optik

Das Online-Verhalten von Journalisten sollte auch in der Gestaltung von Presseaussendungen berücksichtigt werden. Für 88% ist hier ein aussagekräftiger Betreff wichtig, um das E-Mail im meist überfüllten Posteingang überhaupt wahrzunehmen, gefolgt von der Bekanntheit des Absenders (68%) und dem Namen des Unternehmens in der Betreffzeile (45%). Lediglich elf Prozent reagieren auf das Wort "Presseinformation" im Betreff. Der Eingangszeitpunkt einer Aussendung ist nur für ein knappes Drittel von Bedeutung, viel wichtiger ist der News-Wert einer Presseinformation. Trotzdem geben 64% der Befragten an, eine Aussendung am ehesten montags und hier wiederum am Vormittag wahrzunehmen.

Beim Format der E-Mails gibt es nach wie vor eine leichte Präferenz von "nur Text", wobei es einem knappen Drittel der Empfänger prinzipiell gleichgültig ist, ob ein E-Mail als Text- oder HTML-Version versandt wird. Allerdings muss gleich am Anfang klar sein, worum es geht. Einleitende (Werbe-)Floskeln sind nicht gern gesehen, formuliert einer der Teilnehmer an der Umfrage seine Anregungen: "Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wären es inhaltsbezogene, konkret nutzenbezogene Betreffzeilen in E-Mails (nicht ,Presseaussendung vom 15.4.' und auch nicht ,Unser Unternehmen hilft Kunden!' sondern z.B. ,Neues Programm vereinfacht Kostenabrechnung')."

Ein weiteres Thema der Umfrage war die Wertigkeit von direkten Presseaussendungen im Vergleich zu Informationen, die über OTS versendet werden. Lediglich ein knappes Fünftel der teilnehmenden Journalisten stuft eine OTS-Aussendung höherwertig ein, 35% sehen den Vergleich wertfrei. Für immerhin 48% spielt es dagegen keine Rolle, ob eine Information direkt oder via OTS geschickt wird.

Bilder zum Thema

"Eine gute Presseaussendung muss auch passendes Bildmaterial enthalten, auf das man schnell und einfach zugreifen kann", meint Elisabeth Babnik. 58% der teilnehmenden Journalisten möchten hochaufgelöste Fotos gleich mit dem E-Mail erhalten, wogegen 45% einen Link, der zu Feindaten führt, bevorzugen. Von Vornherein zum Scheitern verurteilt sind beispielsweise Personalmeldungen, wenn es von den betreffenden Personen kein Foto gibt. Aus Verlegenheit den eingescannten Führerschein des neuen Mitarbeiters anzufügen, kann nicht einmal eine Notlösung sein, sondern zeugt bestenfalls von schlechter Vorbereitung.

Über str-act!

str-act! entwickelt Strategien, Konzepte und Lösungen für interaktives Marketing. Die 2002 von Michael Kornfeld gegründete Agentur arbeitet nach einem stark strategisch orientierten Ansatz und legt den Schwerpunkt auf interaktive Medien (insb. Internet) und medienübergreifende Konzepte. Zu den Kunden zählen beispielsweise Ben & Jerry's (Juryauszeichnung zum Staatspreis Multimedia 2003), Austrian Standards oder das Institute for International Research (IIR).

Weitere Informationen: www.str-act.com

Babnik Communications GmbH

Zu den Kernkompetenzen der 2003 gegründeten Full-Service-Agentur zählen Public Relations, Media-Relations, Events sowie Start-up-, Change- und Krisenkommunikation, insbesondere in den Bereichen Technologie, Finanz, B2B, Dienstleistungen und Lifestyle. Zu den Kunden von Elisabeth Babnik und ihrem Team zählen u. a. Oracle Austria, OKI Printing Solutions, das Unternehmen für strategische Personalentwicklung HR Diamonds, der gemeinnützige Verein kleine herzen, die Industrie-Holding Frauenthal Beteiligungs AG und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Weitere Informationen: www.babnik.at

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