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5. ACOD-Kongress: Kooperation und Innovation - Schlüssel zum Erfolg
"Automobilbranche Ostdeutschland - Wege in die Zukunft" - unter diesem Motto stand der fünfte Kongress des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) am 28. und 29. Februar 2012 im Congress Center Leipzig
Den Kongressauftakt am 28. Februar 2012 bildete die Eröffnung der begleitenden Unternehmensausstellung durch Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums des Inneren und Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Manfred Erlacher, Vorstandsvorsitzender des ACOD e.V. und Leiter des BMW Werkes Leipzig, Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe sowie Dietmar Bacher, Geschäftsführer der ACOD GmbH.
Als Schirmherr und zugleich Eröffnungsredner des fünften ACOD Kongresses ging Dr. Bergner in seiner anschließenden Rede auf die Innovationskraft des Standortes Ostdeutschlands und auf den Mehrwert von nationalen und internationalen Unternehmenskooperationen, wie sie der ACOD initiiert, ein. "Das Automotive Cluster Ostdeutschland stößt wichtige Debatten und Prozesse an, von denen Ostdeutschland insgesamt - also auch außerhalb der Automobilherstellung - profitiert. Der ACOD ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kooperation und die Etablierung von Netzwerkstrukturen die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche steigern können", so Dr. Bergner. Die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit ist auch Ziel des Regierungsprogrammes "Schaufenster Elektromobilität", für das sich fünf der sechs östlichen Bundesländer beworben haben.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die beim Thema Elektromobilität zu berücksichtigen sind, erläuterte im Anschluss der Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA e.V.), Klaus Bräunig. Er machte deutlich, dass die deutsche Automobilindustrie massiv in die Entwicklung und Optimierung der Elektromobilität investiert, wies jedoch auch darauf hin, dass schnelle und kurzfristige Ergebnisse nicht zu erwarten sind. So gleiche, laut Bräunig, die Einführung der Elektromobilität eher einem Marathon als einem Kurzstreckenlauf; dessen Herausforderung vor allem darin besteht, nachhaltige und wirtschaftlich konkurrenzfähige Lösungen zu entwickeln
Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildete die Podiumsdiskussion zum Thema "Wo steht Ostdeutschland - Chancen und Herausforderungen", an der sich neben Dr. Christoph Bergner und Klaus Bräunig auch Manfred Erlacher, Dr. Andreas Dikow, Geschäftsführer des Webasto Werks Neubrandenburg sowie Prof. Manfred Kirchgeorg, Leiter des Lehrstuhls für Marketingmanagement an der Handelshochschule Leipzig, beteiligten.
Auf Basis einer Umfrage unter den Mitgliedern des ACOD und der Automobilzulieferinitiativen Berlin/Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns erörterten die Diskussionsteilnehmer vor allem die Themen Kooperation und Internationalisierung.
Dabei war das Fazit der Studie und auch der Diskussionsteilnehmer eindeutig: Die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die maßgeblich die Struktur der ostdeutschen Automobilzulieferindustrie bestimmen, sind bei Unternehmensansiedlungen im Ausland auf Kooperationspartner angewiesen. Zwar ist die Bündelung von Kompetenzen und Know-how mehrerer Unternehmen kein Garant für den Erfolg, sie erhöht aber wesentlich die Chancen der Exportstrategie.
Auch am 29. Februar 2012 wurde den Teilnehmern ein vielseitiges Vortragsspektrum geboten. Renommierte Vertreter aus Automobilbranche und Wissenschaft erläuterten neben neuen Mobilitätskonzepten und der damit verbundene Neugestaltung der urbanen Infrastruktur auch die produktionsseitig zu berücksichtigenden Aspekte bei der Fahrzeugherstellung.
Ebenfalls thematisiert wurde die Einbindung der Zulieferunternehmen in die Innovations- und Entwicklungsprozesse bei Automobilherstellern, und - analog der Podiumsdiskussion vom Vortag -setzten sich die Referenten auch am zweiten Kongresstag mit den Themen Internationalisierung, Kooperation und Innovation auseinander.
Am Ende zweier interessanter und informationsreicher Kongresstage stand außer Frage: Die automobile Zukunft wird spannend! Zugleich wurde deutlich, dass die ostdeutschen Automobilzulieferer das Potential haben, um sich den zukünftigen Anforderungen neuer Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte - national wie international - zu stellen.
Über Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD)
Der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) ist die länderübergreifende Initiative zur Entwicklung der Automobilindustrie in Ostdeutschland. Ziel ist es, regionale Aktivitäten zu bündeln und Synergien innerhalb der Branche für ganz Ostdeutschland zu erzeugen.
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