Solarwärme wird Standard

(PresseBox) (Wien, ) Solarwärmeanlagen in sieben von neun Bundesländern bereits Fördervoraussetzung im Neubau, in drei Bundesländern auch bei Sanierung und Heizungstausch.

Bund und Länder einigten sich Ende des Vorjahres auf strengere Klimaschutzauflagen bei der Vergabe von Wohnbauförderungsgeldern. Brennwert-Heizkessel, die mit Gas oder Öl betrieben werden, müssen bei Neubauten mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. "Damit soll zumindest in den Monaten mit hoher Sonneneinstrahlung die Warmwasserbereitung und Heizung aus erneuerbarer Energie erreicht werden", sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Von dieser Kombination kann nur abgesehen werden, wenn lagebedingt der Einbau einer Solaranlage technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich ist. In der Steiermark, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien gilt die Solarvoraussetzung auch für Wärmepumpen, außer sie werden mit Ökostrom oder einer hauseigenen Photovoltaikanlage versorgt. Seit Juli ist die neue Regelung in fast ganz Österreich umgesetzt, Kärnten und Salzburg folgen mit entsprechenden Gesetzesänderungen im Herbst. In den Bundesländern Tirol, Wien und Vorarlberg ist man einen Schritt weiter gegangen. Auch bei umfassender Sanierung von Gebäuden und Austausch alter Heizkessel ist die Kombination mit einer Solarwärmeanlage Fördervoraussetzung. Auch im Burgenland wurde die Regelung auf die Gebäudesanierung ausgeweitet, Einfamilienhäuser sind jedoch generell ausgenommen. Einen Überblick zu allen Bestimmungen findet man unter www.solarwaerme.at/Marktstatistik.

Attraktive Solarförderung im Eigenheim

Für eine sechs Quadratmeter große Solaranlage zur Warmwasserbereitung im Eigenheim erhält man zwischen 600 und 1.700 Euro, je nach Bundesland. Eine fünfzehn Quadratmeter große Solaranlage zur Heizungsunterstützung wird von den Bundesländern mit 1.050 bis 3.480 Euro gefördert. Fast jede zweite Gemeinde Österreichs gewährt einen zusätzlichen Zuschuss zur Landesförderung. Darüber hinaus kann eine Solaranlage als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden, womit man etwa 300 Euro an Steuern spart. Unterm Strich werden Solarwärmeanlagen mit bis zu 30 Prozent gefördert. Einen Überblick über alle Solarförderungen für Eigenheime bietet das klima:aktiv Programm solarwärme unter www.solarwaerme.at.

Solarförderung im Mehrfamilienhaus

"Auch die Errichtung von thermischen Solaranlagen im Geschoßwohnbau wird von den Ländern gefördert, zumeist mit bis zu 30 % der anerkannten Investitionskosten", betont Ewald Selvicka, Leiter des Bereiches Mehrfamilienhaus im klima:aktiv Programm solarwärme. Solaranlagen werden sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen finanziell unterstützt. Art und Höhe der Förderung sind je nach Bundesland unterschiedlich. In Vorarlberg, Kärnten, Niederösterreich und Salzburg ist die Fördersituation besonders günstig. Durch zusätzliche Ökopunkte und verbesserte Rückzahlungskonditionen bei Installation von Solaranlagen liegt der finanzielle Vorteil über die gesamte Finanzierungsperiode in der Höhe der Investitionskosten der Solaranlage. Auch in den anderen Bundesländern wurden die Wohnbauförderrichtlinien im Neubau und in der Sanierung mittlerweile so angepasst, dass die Sonne als Wärmequelle für Warmwasser und Heizung auch im Mehrfamilienhausbereich in Zukunft immer öfter genutzt wird. Einen Überblick der Förderung für Mehrfamilienhäuser samt Ansprechstellen bietet das klima:aktiv Programm solarwäme unter www.solarwaerme.at/Geschosswohnbau.

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