Audi-Konzern: Bestmarken bei Absatz und Umsatz flankieren Rekordergebnis für Geschäftsjahr 2008

(PresseBox) (Ingolstadt, ) .
- Im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 1.003.469 Fahrzeugaus­lieferungen, € 34.196 Mio. Umsatz, € 3.177 Mio. Ergebnis vor Steuern
- Audi-Chef Rupert Stadler: "Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte in schwierigem Marktumfeld"
- Ausblick: AUDI AG investiert auch 2009 in Modelloffensive mit sechs Modell-Neueinführungen
- Audi gewinnt im Januar und Februar des laufenden Jahres in wichtigen Märkten Marktanteile hinzu

Der Audi Konzern schließt das Geschäftsjahr 2008 trotz der bereits deutlich spürbaren Auswirkungen der Finanzmarktkrise erneut mit Bestmarken bei Produktion, Auslieferungen sowie Umsatz und Ergebnis ab: "Mit dem 13. Auslieferungsrekord in Folge ist 2008 das erfolgreichste Geschäftsjahr unserer Unternehmensgeschichte. Wir haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich unsere Produktivität gesteigert, was sich an den finanziellen Eckgrößen 2008 ablesen lässt. Diese positiven Effekte machen es uns leichter, auf die Krise zu reagieren", sagt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG, heute auf der Jahrespressekonferenz in Ingolstadt. "Auch im laufenden Jahr gelingt es uns, mit einer attraktiven Modellpalette unseren Marktanteil im Premiumsegment auszubauen", ergänzt Stadler.

Mit dem Anstieg der Auslieferungen der Marke Audi um 4,1 Prozent auf den Rekordwert von 1.003.469 Automobilen erreichten auch die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2008 einen neuen Höchstwert von € 34.196 (33.617)* Mio. - ein Zuwachs um 1,7 Prozent.

Das operative Ergebnis verzeichnete mit € 2.772 (2.705) Mio. einen Zuwachs von 2,5 Prozent. Die Nettoliquidität erhöhte sich um 18,2 Prozent auf rund € 9,3 (7,9) Mrd.

Das Ergebnis vor Steuern markiert mit € 3.177 (2.915) Mio. erneut einen Bestwert in der Unternehmensgeschichte, was einem Zuwachs von 9,0 Prozent entspricht. Das Ergebnis nach Steuern lag bei € 2.207 (1.692) Mio. und erhöhte sich damit um 30,4 Prozent.

Mit einer Kapitalrendite von 19,8 (18,6) Prozent konnte der Audi Konzern auch bei dieser wichtigen Zielgröße noch einmal zulegen. Das im Verhältnis zur Umsatzentwicklung überproportionale Ergebniswachstum zeigt der erneute Anstieg der Umsatzrendite vor Steuern von 8,7 auf 9,3 Prozent an. "Mit diesem Wert zählt der Audi-Konzern heute zu den ertragsstärksten Unternehmen im internationalen Automobilgeschäft, ganz besonders in einem Jahr, in dem die Auswirkungen der Finanzmarktkrise bereits deutlich zu spüren waren", erklärt Axel Strotbek, Vorstand für Finanz und Organisation der AUDI AG.

"Diese hervorragenden Kennzahlen, die besten seit Bestehen des Unternehmens, sind für Audi eine solide Basis, die Investitionen für das ambitionierte Modellprogramm der nächsten Jahre aus eigenen Mitteln zu stemmen", unterstreicht Strotbek.

Möglich machte diesen Erfolg die jüngste und attraktivste Modellpalette im Feld der Premiumhersteller. Besonders erfolgreich im Markt war der neue Audi A4, der seit April 2008 auch als Avant verfügbar ist. Aber auch die Produkterneuerungen des Audi A3 und A6 sowie der brandneue Audi Q5 haben ihren Beitrag zur positiven Ergebnisentwicklung geleistet. "Wir werden auch 2009 kräftig in neue Produkte, zukunftsfähige Technologien und Wachstumsmärkte investieren", sagt Strotbek. "Den Belastungen durch den rückläufigen Absatz in Folge der globalen Konjunkturkrise werden wir durch konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin sowie stetige Optimierung der Prozesse entgegentreten", erklärt Strotbek.

Rekordergebnisse bei den Auslieferungen in 59 Märkten

Audi hat im vergangenen Jahr 1.003.469 (964.151) Autos an Kunden übergeben. Der Absatz stieg damit um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die hervorragenden Auslieferungsergebnisse führten auch zu Rekordmarktanteilen in Westeuropa und Deutschland.

In einem erneut rückläufigen Gesamtmarkt lieferte Audi in Deutschland 258.111 (254.014, plus 1,6 Prozent) Automobile an Kunden aus. Mit einem Rekordmarktanteil in Höhe von 8,1 Prozent im wichtigen Heimatmarkt erreichte das Unternehmen den besten Wert in seiner Geschichte als Premiumhersteller.

Auch außerhalb Deutschlands baute die AUDI AG ihre Position als Premiummarke aus: In Westeuropa verzeichnete die Marke mit den vier Ringen mit 666.984 (650.407, plus 2,5 Prozent) Auslieferungen an Kunden erneut eine Bestmarke. Großbritannien, hinter Deutschland größter Markt in der Region, legte hierbei auf 101.522 Automobile (100.712, plus 0,8 Prozent) zu. Deutliches Wachstum erzielte Audi auch in Frankreich. Im Nachbarland konnten 51.200 Fahrzeuge an Kunden übergeben werden (47.540, plus 7,7 Prozent). Sehr positiv entwickelte sich der Wachstumsmarkt Osteuropa. In der Region stiegen die Auslieferungen um 18,4 Prozent auf 42.693 (36.073) Automobile.

Größter ausländischer Einzelmarkt war im Jahr 2008 mit 119.598 Automobilen (101.996, plus 17 Prozent) erneut China (inklusive Hongkong). Damit blieb die Marke mit den vier Ringen in China auch 2008 mit deutlichem Abstand Marktführer im Premiumsegment. Ein Erfolg, der sich auch regelmäßig in Rankings niederschlägt: In der Kunden-Zufriedenheitsstudie von J.D. Power belegt der Automobilhersteller im Reich der Mitte seit fünf Jahren Top 3-Platzierungen.

Sehr positiv entwickelte sich auch der indische Markt, wo Audi seit Ende 2007 eine CKD-Fertigung unterhält. Hier verdreifachten sich die Auslieferungen auf 1.050 (349) Automobile.

In den USA dagegen ging die Zahl der Auslieferungen in einem stark schrumpfenden Gesamtmarkt auf 87.760 (93.506, minus 6,1 Prozent) Automobile zurück. Der Marktanteil am Premiummarkt wuchs dagegen auf 7,1 (6,2) Prozent.

Das Tochterunternehmen Lamborghini steigerte die Auslieferungen seiner Supersportwagen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2.430 (2.406, plus 1,0 Prozent).

Rekordwerte bei der Fahrzeugproduktion

Der Audi Konzern fertigte 1.029.041 Automobile (inklusive Lamborghini). Damit verbuchte Audi einen erneuten Produktionsrekord (980.880, plus 4,9 Prozent). Rund 83 Prozent aller produzierten Automobile liefen dabei an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm vom Band. Die Motorenproduktion im Audi Konzern war mit 1.901.760 Einheiten nur leicht rückläufig (1.915.633, minus 0,7 Prozent).

Wachstum sichern, Stammbelegschaft halten

Audi investiert jährlich rund € 2 Mrd. - großenteils in neue Produkte. Die Modelloffensive wird, wie geplant, fortgesetzt. In den kommenden sieben Jahren erweitert der Automobilhersteller seine Fahrzeugpalette von derzeit 28 auf 40. Auch von den geplanten Wachstumszielen rückt der Konzern nicht ab. "Wir halten an unseren bisherigen Vorgaben fest. Audi hat das Potenzial, durch neue Modellreihen, aber auch durch eine noch bessere Ausschöpfung bestehender Märkte weiter zu wachsen. Der neue Audi A1, der zu einer Modellfamilie werden soll, wird uns dabei helfen", sagt Stadler.

Auch in diesem Jahr lässt die AUDI AG alle Mitarbeiter am Unternehmenserfolg teilhaben. Die Erfolgsbeteiligung, die 2009 ausgeschüttet wird, liegt bei durchschnittlich rund € 5.300 je Mitarbeiter.

"Engagierte und hoch qualifizierte Mitarbeiter sind die Basis für künftige Erfolge von Audi. Anders als bei Wettbewerbern gibt es bei uns deshalb auch für 2009 keinen Einstellungsstopp. Wir stellen bis zu 300 neue Experten ein, vor allem Ingenieure, und sind uns sicher, dass sich dieses antizyklische Verhalten in Zukunft auszahlt", erklärt Stadler. Audi hält nicht nur das hohe Niveau von rund 700 Ausbildungsplätzen der vergangenen Jahre, sondern stellt 2009 zusätzlich 40 Auszubildende ein.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Audi Konzern im Jahresdurchschnitt auf 57.533 (53.347). Bei der AUDI AG waren es 46.089 (44.698) Mitarbeiter, davon 32.603 (31.369) in Ingolstadt und 13.486 (13.329) in Neckarsulm. Mit 2.181 Aus­zubildenden in 20 Berufen hat die AUDI AG die Zahl der Auszubildenden in den deutschen Werken auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten.

Ausblick 2009: Mit neuen Produkten Marktanteile gewinnen

Auch Audi bekommt die Folgen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr zu spüren. "Wir reagieren flexibel und mit Augenmaß auf die Entwicklung der Auftragseingänge und passen die Produktion kurzfristig an, um unsere Lagerbestände gering zu halten", erklärt Stadler. Darüber hinaus werde man alle nicht produktbezogenen Investitionen und Ausgaben auf den Prüfstand stellen und priorisieren, stellt Stadler klar.

"Die 17 Modellanläufe im vergangenen Jahr sind nur mit einer exorbitant engagierten Mannschaft möglich gewesen", betont Dr. Werner Widuckel, Audi Vorstand Personal- und Sozialwesen. Die AUDI AG schöpft alle personalpolitischen Instrumente aus, um die Beschäftigung im Vertrauen auf gute Zukunftsperspektiven zu sichern. Personal- und Produktionsdrehscheiben werden schon seit langem zwischen den Werken erfolgreich genutzt, um die Standorte möglichst gleichmäßig auszulasten. "Wir haben eine Marktkrise, aber keine Audi-Krise. Wir nutzen Kurzarbeit, um die Arbeitsplätze des Stammpersonals zu sichern. Und wir stehen zu der Vereinbarung 'Zukunft Audi', die betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausschließt", ergänzt Widuckel.

Im Zeitraum von Januar bis Februar konnte Audi seinen Marktanteil in Westeuropa nach vorläufigen Berechnungen auf 4,9 Prozent (4,0 Prozent) ausbauen. Dabei stiegen die Marktanteile in Italien auf 3,6 Prozent (2,5 Prozent), in Spanien auf 4,8 Prozent (3,0 Prozent) und in Frankreich auf 2,4 Prozent (2,1 Prozent). Auch im stark rückläufigen US-Markt gelang der Marke mit den vier Ringen eine Steigerung ihrer Marktanteile im Premiumsegment auf 7,1 Prozent (6,3 Prozent).

Weltweit verkaufte Audi von Januar bis Februar des laufenden Jahres 119.600 Automobile, 20,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Effizienz und geringe Emissionen sind und bleiben für Audi ein Thema mit höchster Priorität. "Wir setzen unsere Effizienzstrategie ohne Abstriche fort. Ein nächster wichtiger Schritt ist etwa die sukzessive Einführung von Start-Stopp-Systemen. Den Anfang macht das gerade vorgestellte A5 Cabriolet, das in wenigen Wochen bei den Händlern steht", verspricht Stadler. Aber auch in den Bereichen Motor, Getriebe, Aerodynamik und elektronische Komponenten werde Audi weiter optimieren und die führende Rolle beim Thema Leichtbau verstärkt ausbauen.

Die Dieseltechnologie bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler der Audi Effizienzstrategie. "In diesem Jahr stellen wir im Audi Q7 3.0 TDI den saubersten Diesel der Welt mit dem so genannten 'TDI clean diesel' vor", sagt Stadler. Mit diesem System werden die Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent reduziert. Damit unterbietet der Audi Q7 3.0 TDI bereits heute die erst für 2014 anvisierten Grenzwerte der Euro-6-Norm. "Dieser Motor beweist eindrucksvoll, welche Potenziale noch im Dieselmotor stecken", so Stadler.

2010 kommt mit dem Audi A1 ein Premium-Kleinwagen auf den Markt, mit dem Audi in ein neues Segment vorstößt. "Die Resonanz auf die 2007 in Tokio und 2008 in Paris gezeigten A1-Studien war äußerst positiv. Wir werden uns mit dem A1 eine neue und attraktive Zielgruppe erschließen. Das Auto wird mit seinen typischen Audi-Genen unsere Modellpalette nach unten abrunden und die Attraktivität der Marke Audi vor allem bei jungen Kunden noch weiter steigern", erklärt Stadler.

*) Steigerungsraten zu Vorjahr und ggf. Vorjahreswerte in Klammern

Audi AG

Die AUDI AG hat im Jahr 2008 1.003.469 Automobile verkauft und damit das 13. Rekordjahr in Folge erzielt. Das Unternehmen erreichte mit einem Umsatz von € 34,2 Mrd. und einem Vorsteuerergebnis von € 3,2 Mrd. neue Bestwerte. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Györ (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Ende 2007 startete die CKD-Produktion des Audi A6 und Anfang Oktober 2008 die des Audi A4 in Aurangabad in Indien. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die Automobili Lamborghini Holding S.p.A. (Sant'Agata Bolognese/Italien) und die quattro GmbH (Neckarsulm). Audi beschäftigt derzeit weltweit rund 58.500 Mitarbeiter, davon 46.500 in Deutschland. Um den "Vorsprung durch Technik" nachhaltig zu sichern, investiert die Marke mit den vier Ringen jedes Jahr rund € 2 Mrd. Bis 2015 will Audi die Anzahl seiner Modelle auf 40 deutlich erweitern. Die Marke Audi wird 2009 hundert Jahre alt. Am 16. Juli 1909 gründete August Horch das Unternehmen in Zwickau und nannte es, in Anlehnung an die lateinische Übersetzung seines Familiennamens, Audi.

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