Weltsozialforum beginnt in Bamako und Caracas

Attac erwartet spannende Debatten

(PresseBox) (Frankfurt/Caracas,, ) Rund 100.000 Menschen werden auch in diesem Jahr zum Weltsozialforum erwartet. Erstmals findet es nicht an einem zentralen Ort statt, sondern in Bamako/Mali (19.-23.1.06) und Caracas/Venezuela (24.-29.1.). Die dritte Veranstaltung, die in Karachi/Pakistan geplant war, ist wegen des Erdbebens verschoben worden.

Attac Deutschland beteiligt sich in Caracas mit verschiedenen Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Organisationen stattfinden. "Die politische Entwicklung in Lateinamerika hat eine große Dynamik bekommen", sagte Kerstin Sack vom Attac-Koordinierungskreis. Durch die Regierungswechsel in Brasilien, Venezuela, Argentinien, Uruguay und zuletzt Bolivien sind Politiker in Regierungsverantwortung gekommen, die ihre Wurzeln in den sozialen Bewegungen ihrer Ländern haben. Sack: "Ich erwarte spannende Debatten über das Verhältnis von Bewegungen zu Parteien."

Effektive Proteste gegen neoliberale Politik, partizipative Ansätze in der Politik, die Rücknahme von Privatisierungen öffentlicher Dienstleistungen und neue Akzente der internationalen Politik haben auch in Deutschland das Interesse an der Entwicklung in Lateinamerika verstärkt, sagte Dorothea Härlin vom Attac-Rat: "Lateinarmerika steht für eine Vielzahl nicht-staatlicher sozialer Bewegungen, von denen wir viel lernen können."
Durch die Teilnahme von Evo Morales, der einst Mitbegründer des Weltsozialforums war und seit kurzem Präsident von Brasilien ist, und ebenso durch die Beteiligung der mexikanischen Zapatisten, deuten sich zudem spannende Auseinandersetzungen um die Zukunft der Sozialforen an, bei denen Vertreter von Regierungen und bewaffneten Organisationen bisher ausgeschlossen waren.


Attac-VertreterInnen in Caracas:
Kontakt über Mobil-Tel. 0058-412-5735552
* Kerstin Sack, Attac-Koordinierungskreis
* Dorothea Härlin, Attac-Rat
* Dr. Ulrich Brand, wissenschaftlicher Beirat von Attac
* Prof. Klaus Meschkat, wissenschaftlicher Beirat von Attac

Attac-Veranstaltungen in Caracas:
* 25.1.: Attac Argentinien und Deutschland: Das Netzwerk Attac als Teil der
sozialen Bewegung im Kampf gegen Freihandel und Privatisierung, mit allen
in Caracas anwesenden Attac-Gruppen und Interessierten
* 28.1.: Attac Deutschland in Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen
sozialen Bewegungen: Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen,
Workshop über die Sichtbarmachung von nicht staatsorientierten sozialen
Bewegungen, mit John Holloway u.a.
* 28.1.: Attac Deutschland in Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen
sozialen Bewegungen: Von Chiapas nach Venezuela. Eine Debatte über das
Verhältnis von sozialen Bewegungen und Parteien bzw. Regierungen. Mit
Klaus Meschkat, Edgardo Lander, Uli Brand u.a.

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