Von Glücksburg nach Uganda: die ersten "solar volunteers" reisen zum Victoria -See

Acht junge Freiwillige gehen mit der Entsendeorganisation artefact für ein Jahr "weltwärts"

(PresseBox) (Glücksburg, ) Auf den Kulturschock bei der Ankunft in Ugandas Hauptstadt Kampala sind sie während des vierzehntägigen Vorbereitungskurses eingehend vorbereitet worden. "Aber den Temperaturschock hatten wir ganz so extrem nicht erwartet" schmunzelt Werner Kiwitt vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg/Ostsee. Beim Abschiedsfoto an der Flensburger Förde gab's noch eine zünftige Schneeballschlacht, wenige Tage später steht Allen selbst abends der Schweiß auf der Stirn.

Die ersten acht Freiwilligen reisen mit der Entsendeorganisation artefact nach Ostafrika, um dort bei erfahrenen einheimischen Organisationen im Bereich nachhaltiger Entwicklung mitzuarbeiten. Nicht Entwicklungshilfe, sondern "learning by doing" ist das Motto: Lebenserfahrungen sammeln, die einen ganz anderen Blick auf unsere scheinbaren Selbstverständlichkeiten eröffenn und zum Engagement zu hause motivieren sollen. Celia aus Hamburg soll bei einer Initiative mitarbeiten, die Kinder und Jugendliche qualifiziert, die vor dem Bürgerkrieg im Norden Ugandas flohen. Zwei Freiwillige arbeiten mit Vereinen, die insbesondere Frauen mit Lastenfahrrädern und Kleinkrediten beim Start in die Selbständigkeit unterstützen. Ein bewussterer Umgang mit kostbaren Ressourcen gehört bei den meisten Projekten zum Konzept.

Ob Wiederaufforstung oder energiesparendes Kochen, nachhaltige Entwicklung hat viele Gesichter. Neben interkultureller Sensibilisierung gehörten deshalb auch fachpraktische Kurse zur Vorbereitung. Verschiedene Modelle von Solartrocknern wurden im artefact-Zentrum gebaut, das sich selbst seit 15 Jahren mit erneuerbaren Energien versorgt. Grundkenntnisse über Solar Home Systems helfen möglicherweise bei der eigenen Stromversorgung in Uganda oder beim Einsatz in Schulen. "solivol" nennt sich der Freiwilligendienst von artefact entsprechend, der zu 75 % durch das "weltwärts"-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanziert wird. 25 Prozent der Kosten müssen aber artefact und die Freiwilligen selber organisieren, durch Unterstützerkreise oder auch Patenschaften von Unternehmen. "

Bei der Einweihung einer Bürgersolaranlage in Nordhackstedt gab's statt Blumengeschenken einen Spendenaufruf für unsere "solar volunteers" und prompt einen vierstelligen Betrag von allen Beteiligten- das war phantastisch" lobt artefact-Geschäftsführer Kiwitt. "Das ist ein toller Ansporn für die jungen Leute und vielleicht auch andere Unternehmen. Unser Projektleiter Frank Lüschow tourt auf Einladung von dortigen Selbsthilfeinitiativen bereits erneut um den Victoriasee und auch Anfragen von Freiwilligen für den nächsten Sommer gibt es reichlich. Aber ohne gesicherte Kofinanzierung können wir keine weiteren Stellen besetzen." Neben einer Anschubfinanzierung der BINGO-Projektförderung erhält die gemeinnützige "artefact gGmbH für globales Lernen und lokales Handeln" für seine Pionierarbeit auch prominente Unterstützung vom Träger des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer, der nach zehnjährigem Einsatz erst kürzlich die Gründung von IRENA, der neuen weltweiten Agentur für erneuerbare Energien, feiern konnte und die Schirmherrschaft von "solivol" übernommen hat. Weitere Informationen unter www.artefact.de und www.solivol.org

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